„Es war ein unglaubliches Gefühl, hier mit Turnerinnen wie Simone Biles in der Halle zu sein. Ich war sehr aufgeregt und bin nun erstmal froh und stolz auf das, was ich geleistet habe, auch wenn ein paar Fehler dabei waren. Ich freue mich daher aber umso mehr, dass ich nun gleich zwei Mal die Möglichkeit zu haben, es noch etwas besser zu machen“, resümierte Kevric.
Als erste Deutsche war Sarah Voss in der Bercy Arena ans Gerät gegangen. Die Rheinländerin turnte eine sichere Übung und hatte mit 13,466 Punkten einen guten Einstand. Unmittelbar im Anschluss kam Helen Kevric, die als Finalanwärterin an den Holmen galt. Die erst 16-jährige Stuttgarterin bewies starke Nerven und, dass sie dieser Rolle gerecht wird. Mit starken 14,600 Punkten und einem Ausgangswert von 6,2 hat die Schülerin eine reelle Chance auf den Einzug unter die besten Acht.
Am darauffolgenden Gerät Schwebebalken ging es Schlag auf Schlag weiter. Pauline Schäfer-Betz turnte ihre Übung konzentriert durch, hatte jedoch vor allem bei der Doppeldrehung einen größeren Wackler. Sie blieb aber auf dem Balken wie auch beim Schäfer-Salto. 13,366 Punkte erturnte die in Chemnitz trainierende Athletin, was leider nicht für das Finale reichte. Danach kam Teamkollegin Sarah Voss an die Reihe. Auch sie blieb auf dem nur zehn Zentimeter breiten Gerät, hatte aber vor allem zu Beginn ein paar Unsicherheiten zu verzeichnen. 12,233 Punkte erhielt die Studentin vom Kampfgericht. Helen Kevric musste im Anschluss leider einmal vom Balken absteigen und so Abzüge hinnehmen. Es blieb bei 12,133 Zählern für sie.
Am Boden legte Voss erneut vor und sicherte sich 12,866 Punkte für das Mehrkampfkonto. Kevric turnte anschließend stark, trat bei einer Akrobatikbahn jedoch weit aus der Fläche heraus, so dass 0,3 Punkte Penalty fällig waren. 13,066 Punkte sammelte die Schwäbin für ihr Konto. Am letzten Gerät Sprung zeigte Helen Kevric einen guten Kasamatsu, für den sie 14,066 Punkte erhielt. Sarah Voss kam mit dem Jurchenko mit Doppelschraube auf 14,00 Zähler.

