EM-Bronze für deutsche Trampolinturnerinnen

Auch die Männer schaffen in Rimini den Sprung ins Mannschaftsfinale.

"Damit haben wir nicht gerechnet", kommentierte Cheftrainerin Katarina Prokesova den dritten Platz der deutschen Trampolinturnerinnen im Team-Finale der Europameisterschaften von Rimini/ITA. Zum ersten Mal seit längerer Zeit hatte der DTB wieder eine komplette Mannschaft zu den kontinentalen Titelkämpfen geschickt, und diese zahlte das Vertrauen auf Anhieb zurück. In der Entscheidung, die nach dem neuen Punktsystem ausgetragen wurde und in der nur drei Turnerinnen pro Nation aufs Tuch gehen durften, landeten Leonie Adam (MTV Stuttgart), Gabriela Stöhr (Munich Airriders) und Luka Frey (SV Brackwede) mit neun Ranglistenzählern hinter Spanien (13) und Georgien (11). Fiona Schneider (TV Unterbach) wurde für ihren Einsatz in der Qualifikation ebenfalls mit einer Medaille belohnt. 

Die Männer waren im Vorkampf als Vierte auch ins Finale gesprungen, rutschten dort aber nach gutem Start mit insgesamt sieben Ranglistenpunkten auf den fünften Platz zurück. Es gewann Frankreich (12) vor Portugal (10) und Großbritannien (8). 

Das neue Punktsystem sei "ein Pokerspiel", sagte Prokesova. Geturnt wird in drei Gruppen mit jeweils einem Starter pro Nation. Innerhalb dieser werden Ranglistenpunkte verteilt. Deren Summe ergibt das Mannschaftsergebnis. 

Auch im Einzel hatten die deutschen Turnerinnen und Turner abgeliefert: Bei den Frauen schafften Leonie Adam und Luka Frey den Einzug ins Halbfinale. Bei den Männern turnte das gesamte Quartett durch. Matthias Schuldt (TG Dietzenbach), Matthias Pfleiderer (MTV Stuttgart) und Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach) dürfen unter den besten 24 noch mal aufs Sprungtuch steigen. Tim-Oliver Geßwein (MTV Stuttgart) verpasste diesen Erfolg nur aufgrund der Nationenwertung. 

"Es ist sehr gut gelaufen", bilanzierte Prokesova den Donnerstag. "Ich bin mehr als zufrieden." Seit 2010 hatten die deutschen Trampolinspezialisten bei einer EM kein Teamfinale mehr erreicht. 

Finalplätze für DMT-Nachwuchs

Der deutsche Nachwuchs auf dem Doppelminitrampolin (DMT) lieferte ebenfalls erfreuliche Ergebnisse ab. Die nationale Jugendmeisterin Imani Saprautzki (Norderstedter SV) machte als Siebte im Vorkampf einen Finalplatz klar. Die vier Jungen, mit dabei auch Simon Dobler (TG Biberach), kamen laut Trainer Olaf Schmidt alle gut durch ihre Programme. Das bedeutete für die Mannschaft den Finaleinzug und für Adrian Thomson (TG Münster) einen weiteren Auftritt in der Einzel-Entscheidung.

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