Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Erbach, wo wir gemeinsam mit den Kadern der anderen Landesverbände in verschiedene Zimmer aufgeteilt waren. Für Vollverpflegung über das gesamte TL hinweg war dort gesorgt. Dort herrschte eine tolle Atmosphäre, auch abends bei diversen Spielen und anderen Aktivitäten.
Nach der Anreise mit dem Auto starteten wir am Nachmittag mit einer Schleppstaffel im Ebersberger Felsenmeer. Das Gebiet zeichnete sich, wie es der Name bereits sagt, durch markante Felsformationen sowie oft gut belaufbaren Wald aus und war ein gelungener Einstieg in das Trainingslager.
Am Abend folgte dann ein Sprint in Erbach. In der o-technisch anspruchsvollen Altstadt galt es, die richtigen Routenwahlen zu treffen und dann im Postenkreis die dank fehlendem Postenschirm sehr gut versteckten Posten zu finden. Diese Zusatz-Herausforderung, sowie die einbrechende Dunkelheit ließen den Sprint zu einem mal etwas anderen OL-Erlebnis werden.
Am Freitagvormittag stand dann ein "Plateau-OL" auf dem Programm – auf einer autogenerierten Karte nördlich von Michelstadt. Da die Karte nur aus dem Höhenbild, Wegen und mal mehr mal weniger passender Vegetation bestand, war besonders gute Kompassarbeit in den toll belaufbaren Hängen gefragt. Viele waren über zwei Stunden im Gelände unterwegs.
Am Nachmittag folgte ein Partner-Sprint-OL in Michelstadt, gelegt vom schwäbischen Landesjugendfachwart Michael Bohsmann. Das Training war dank einiger künstlichen Sperren sehr fordernd und verlangte präzises Kartenlesen. Die Führung wechselte mehrmals zwischen den beiden Partnern. Es war stellenweise schwierig, in den engen Gassen der Altstadt überhaupt einen Weg zum nächsten Posten zu finden.
Am Samstag trainierten wir vormittags in einem sehr schönen Waldgebiet am Dreiländereck Baden-Württemberg–Bayern–Hessen. Das Gelände bot viele feine Orientierungsdetails und einen wunderbar abwechslungsreichen Wald. Für viele der schönste OL des Trainingslagers.
Am Nachmittag folgte ein schnelles Sprinttraining in Bad König. In Partner-Sprint-Duellen ging es um schnelle Routen-Entscheidungen und flinke Beine um schneller als der Partner am nächsten Posten zu sein.
Am letzten Tag gab es vormittags noch einen Höhenlinien-OL auf autogenerierter Karte an einem steilen Hang östlich von Erbach. Das reduzierte Kartenbild erforderte ein gutes Geländegefühl und brachte noch einmal wertvolle technische Reize, besonders bezüglich der Arbeit mit dem Kompass. Nun gab es nur noch ein abschließendes Mittagessen in der Jugendherberge, danach traten wir müde, aber zufrieden die Heimreise an.
Ein großer Dank geht an alle mitwirkenden Trainer, die dieses Trainingslager ermöglicht und mitgestaltet haben. Die vier Tage haben uns nicht nur technisch und konditionell weitergebracht, sondern auch den Teamgeist im Kader weiter gestärkt.


