Die Aufmerksamkeit der Faustball-Szene gehört am Ende jeder Feldrunde traditionell den jungen Wilden: Die Auswahlmannschaften der Landesverbände messen sich bei überregionalen Wettkämpfen miteinander. Sehnsuchtsziele der jungen Talente sind der Jürgen-Wegner-Pokal (U16-Altersklasse), der Deutschlandpokal sowie der Jugend-Europapokal (jeweils U18 und U14).
Einmal mehr stellten in diesem Jahr engagierte Trainerinnen und Trainer die schwäbischen Nachwuchs-Teams über Lehrgänge und Maßnahmen zusammen. Die Auswahlmannschaften des Schwäbischen Turnerbunds präsentierten sich in glänzender Form und feierten einen goldenen Herbst.
Bereits im Hochsommer hatte die STB-Delegation beim traditionsreichen Jürgen-Wegner-Pokal den maximalen Erfolg erzielt: Sowohl die weibliche, als auch die männliche U16-Auswahl gewannen in Schwarzenbach an der Saale die Wanderpokale des alljährlichen Ländervergleichs. Gastgeber des Großturniers war der TV Hallerstein. Es war der erste Doppelsieg für den STB in diesem Pokalvergleich seit 2017 und so etwas wie eine Initialzündung für die weiteren Wettbewerbe – den Deutschlandpokal im September sowie den Jugendeuropapokal im Oktober.
Zunächst fuhren die U14- und U18-Talente nach Niedersachsen, wo der TuS Empelde den Deutschlandpokal veranstaltete. Schon zur Anreise war die Stimmung bestens. Mit viel Leidenschaft und Kampfgeist boten die vier STB-Teams äußerst sehenswerte Spiele und erreichten nach Wettkampftag eins allesamt die Endrunde um die Plätze 1-6. Dann der Tag der Entscheidung: Am Sonntag gab es nur noch K.o.-Spiele. Der männlichen U14 und beiden U18-Mannschaften gelang der Halbfinaleinzug. Die U14 weiblich qualifizierte sich für das Spiel um Platz 5. Für die U14m und U18w war im Halbfinale Schluss. Wie es im Optimalfall läuft, demonstrierte die U18m, die sich in der Vorschlussrunde durchsetzte und ins Finale einzog. Auch hier zeigen die „großen“ Jungs, wie es geht und sicherten sich verdient die Goldmedaille. Der STB gehörte einmal mehr zur Spitzengruppe der Verbände und landete in der Gesamtwertung hinter Niedersachsen und Sachsen auf Platz 3. Die Endergebnisse: U14 weiblich Platz 6, U14 männlich Platz 4, U18 weiblich Platz 4, U18 männlich Platz 1.
Zwei Wochen später, am ersten Oktober-Wochenende, reisten über 30 schwäbische Auswahltalente samt Trainern und Schiedsrichtern zum Jugendeuropapokal nach Laakirchen (Oberösterreich), wo insgesamt 600 Sportlerinnen und Sportler aus fünf Nationen - Österreich, die Schweiz, Deutschland, Italien und Tschechien - die Besten Europas ermittelten. Auf ideal präpariertem Rasen und unter Top-Rahmenbedingungen gelang es den vier STB-Mannschaften erneut zu überzeugen. Das Überstehen der Vorrundengruppen ist auf diesem hohen internationalen Niveau absolut kein Kinderspiel, doch der STB schaffte es schließlich als einziger Landesturnverband, in allen vier Wettbewerben die Endrunden der Plätze 1-6 zu erreichen. Am Final-Sonntag knüpften sie direkt an die sehr guten Leistungen des Vortags an. Am Ende steigerten sie sich sogar noch, sodass die männlichen U14- und U18-Auswahlen jeweils in die Endspiele einzogen.
Die weiblichen Teams bestätigten ebenfalls ihre Platzierungen vom Deutschlandpokal – beide kamen auf respektable vierte Plätze. Die jungen Burschen der U14-Truppe wuchsen über sich hinaus, wurden Zweite. Vor hunderten begeisterten Zuschauern in Laakirchen setzte sich die U18 auch in diesem Turnier durch und wurde Europapokalsieger. Damit ging die Gesamtwertung um den EFA Faustball-Jugendeuropapokal 2026 an den Schwäbischen Turnerbund – vor dem favorisierten gastgebenden Verband aus Oberösterreich.

