Die deutschen Faustball-Frauen freuten sich am Ende über Bronze. Foto | IFA/Weber

Faustball bei den World Games: Frauen gewinnen Bronze, Männer Silber

Doppelerfolg für die deutschen Faustball-Teams bei den World Games: Die Frauen sicherten sich mit 3:0 gegen Österreich die Bronzemedaille. Die Männer holten nach der überraschenden Niederlage gegen Brasilien Silber. Auch STB-Athleten hatten ihren Anteil an den Erfolgen.

Faustballerinnen mit ungefährdetem Sieg

Nach dem verlorenen Halbfinale mussten die deutschen Frauen die Enttäuschung schnell abschütteln, um im Spiel um die Bronzemedaille nochmal an die Leistungsgrenze zu gehen. Mit dieser Aufgabe betrauten die Bundestrainer Henriette Schell und Helle Großmann im Angriff, sowie Annkathrin Motteler, Denise Zeiher und Ida Hollmann.

Im ersten Satz fanden beide Teams eher schleppend ins Spiel, punkteten immer wieder mit Halbfeldbällen rund um die gegnerische Mitte, ansonsten führten zahlreiche Eigenfehler zu Punkten. In Summe deutete sich aber bereits an, dass Deutschland in diesem Spiel das dominierende Team sein würde, der 11:8 Satzerfolg war am Ende nicht gefährdet. Im zweiten Satz zog Deutschland das Tempo merklich an, und spielte nun deutlich verbessert und zielstrebiger. Österreich konnte dieses Tempo nicht mitgehen, und musste den Kontrahenten von Anfang an ziehen lassen. Mit 11:5 gestalteten die deutschen Frauen das Spiel einseitig. Svenja Schröder, Pia Neuefeind, Maya Mehle und Michaela Grzywatz kamen zu Beginn des dritten Satzes ins Spiel, am Spielverlauf änderte das allerdings nichts. Die neuen Spielerinnen reihten sich direkt nahtlos ein, und knüpften genau da an, wo ihre Teamkolleginnen im vorherigen Satz aufgehört hatten. Mit dominantem Faustball zeigte das Team D dem Gegner die Grenzen auf, und gewann auch diesen deutlich mit 11:6.

So nüchtern wie das Spiel verlaufen war, so ausgelassen feierten die deutschen Frauen nach dem verwandelten Matchball den Gewinn der Bronzemedaille, was mit Blick auf den Turnierverlauf am Ende noch ein gutes Ergebnis ist. Auch beim Team herrschte natürlich Zufriedenheit und Freude, nach einer überwältigenden Veranstaltung mit dem Medaillengewinn zum Abschluss, was Abwehrspielerin Ida Hollman in drei Worten zusammenzufassen wusste: „Es war geil!“

Athletinnen aus STB-Vereinen: Denise Zeiher, Ann-Kathrin Mottler, Maya Mehle und Pia Neuefeind (alle TSV Dennach), Ida Hollmann und Henriette Schell (TSV Calw)

Brasilien zu stark - Männer gewinnen Silber

Ins Finale um den World Games Titel ging Deutschland mit Timon Lützow, Johannes Jungclaussen, Hauke Spille, Tom Hartung und Oliver Kraut.

Direkt die ersten beiden Punkte, gaben einen Eindruck, was das Spiel für die Zuschauer bereithalten sollte. Ein extrem aggressives Zuspiel der Brasilianer, die die Leinennähe mit aller Macht suchten, geriet zu weit, und brachte den ersten Punkt für Deutschland, Bruno Arnold ließ ein Ass folgen. So lief das gesamte Spiel: Brasilien nahm das Heft des Handelns in die Hand und brachte  seine beiden Angreifer Bruno Arnold und Gabriel Heck immer wieder in beste Positionen, und auch aus Einzelaktionen wussten die beiden Ausnahmeathleten zu überzeugen. Deutschland gelang im ersten Satz nicht alles, dennoch blieb man immer in Schlagdistanz. Auch im zweiten Satz zeigte sich, dass Brasilien ohne Kompromissbereitschaft das Spiel dominieren wollte. Im dritten Satz spielten sich die Südamerikaner in einen regelrechten Rausch und entschieden auch diesen mit 5:11 für sich. 

Betreuer Lukas Schubert nahm seinen enttäuschten Spielern nach der Partie das Statement zum Spiel ab: „Wir haben eine etwas nervöse und unglückliche Anfangsphase gespielt und die Abstimmung hat nicht gut gepasst. Da wir anfangs nicht den nötigen Druck aus der Angabe entwickelt haben, hatten die Brasilianer die Bälle wie auf dem Silbertablett von uns vorbereitet. Natürlich muss man sagen, dass die Brasilianer heute unglaublich stark gespielt haben, und sich den Sieg absolut verdient haben. Dennoch haben wir den Teil des Spiels, den wir beeinflussen konnten, auch nicht so gestaltet wie gewünscht. Da uns die Brasilianer ihrerseits keine Chance zum Atmen gelassen haben, konnten wir uns auch leider nie ins Spiel zurück kämpfen. Brasilien ist der verdiente World Games Sieger, und unsere Jungs haben ein Riesenturnier gespielt, sich in jedes Spiel reingehauen und sich die Silbermedaille absolut verdient.“

Athleten aus STB-Vereinen: Jaro Jungclaussen, Johanes Jungclaussen, Jakob Kilpper (alle TV Vaihingen/Enz), Felix Klassen (TV Stammheim), Oliver Kraut (TV Waldrennach)


Mit 17 Gold-, 14 Silber- und 14 Bronzemedaillen belegte Team Deutschland im Medaillenspiegel den zweiten Platz. Damit wurde das vorab ausgegebene Ziel, unter den besten drei Nationen zu landen, souverän erreicht. Nur Gastgeber China, bei seinen Heimspielen mit dem größten Aufgebot angetreten, war besser (36 Gold, 17 Silber, 11 Bronze). „Wir können mit dem sportlichen Abschneiden sehr zufrieden sein“, sagte Olaf Tabor (54), Vorstand Leistungssport im DOSB, „es war klar, dass die Chinesen alles versuchen würden, mit ihrem großen Team Erster zu werden. Wir haben unsere Zielstellung erreicht.“

Fahnenübergabe an die nächste Ausrichterstadt Karlsruhe

Ein besonderer Moment der Abschlussfeier war aus deutscher Sicht die feierliche Fahnenübergabe an die nächste Gastgeberstadt. Karlsruhe richtet die 13. Ausgabe der World Games im Jahr 2029 aus.

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