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Vereinsporträt: Indiaca-Hochburg, Rope Skipping und Training mit einem Weltmeister

In der neuen Ausgabe des STB Magazins wird TSV Enzweihingen (Turngau Neckar-Enz) vorgestellt. Ein Verein mit rund 1 136 Mitgliedern, verteilt auf sechs Abteilungen.

Indiaca hat sich bei TSV so erfolgreich entwickelt, dass es heute als wahre Hochburg des Schwabenlands gilt.

Mit rund 1 500 Hektar Fläche ist Enzweihingen der größte Vaihinger Ortsteil. Von den etwa 4 000 Einwohnern sind 1 136 Mitglied im Turn- und Sportverein – dem größten Verein im Stadtteil. Mit seinen sechs Abteilungen Fußball, Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Tanzen sowie Turnen und Fitness ist der Verein sehr breit aufgestellt. „Uns ist wichtig, dass für jeden etwas dabei ist. Wir wollen im und für den Ort Sport anbieten“, betont der erste Vorsitzende Michael Schöck. Besonders stolz sind sie unter anderem auf die Gruppen Rope Skipping und Indiaca.

Der TSV Enzweihingen als Indiaca-Hochburg

Indiaca ist ein toller Teamsport für jedes Alter und hat sich über die Jahre beim TSV so erfolgreich entwickelt, dass es heute als wahre Hochburg des Schwabenlands gilt. Inge Zimmermann, ein Urgestein des Vereins, entdeckte 1996 die Sportart beim Deutschen Turnfest in München. Begeistert von der Dynamik brachte sie Indiaca nach Enzweihingen und etablierte es dort dauerhaft im Angebot des Vereins. Was einst mit einer Frauengruppe begann, umfasst heute alle Altersklassen – von Kindern bis hin zu einer aktiven Rentnergruppe am Donnerstagmorgen. Der TSV hat schon einige Weltmeister im Erwachsenen- und Jugendbereich hervorgebracht.

Rope Skipping nimmt wieder Fahrt auf

Ein großes Aushängeschild war neben Indiaca lange Zeit auch die Rope-Skipping-Gruppe. Die Showgruppe trat weit über die Grenzen des Stadtgebiets hinaus auf, musste jedoch während Corona aufgrund fehlender Trainerinnen aufgelöst werden. „Das war ein großer Nackenschlag für uns. Doch weil wir drangeblieben sind, konnten wir im letzten Sommer neue Trainerinnen gewinnen und die Gruppen zur Freude der Kinder wieder eröffnen“, erklärt Schöck. Der Neustart sei ein voller Erfolg: Rund 50 Kinder und Jugendliche trainieren in drei Gruppen, die Wartelisten sind lang und die Begeisterung groß. Die Showgruppe ist aktuell noch im Aufbau, konnte sich aber bereits wieder bei einem Auftritt auf dem Marktplatz präsentieren – ein Zeichen dafür, dass Rope Skipping beim TSV zurück ist.

Fußballcamp mit Weltmeister Guido Buchwald

Das diesjährige Sommercamp war für die Kinder ein echtes Highlight: Sie durften mit Weltmeister Guido Buchwald trainieren. „Vielleicht war es für uns Erwachsene – das Team und die Väter – noch aufregender, weil wir mit ihm aufgewachsen sind, während viele Kinder ihn gar nicht kannten“, erzählt der 53-Jährige. Mehr als 100 Kinder waren an den beiden Tagen auf dem Trainingsgelände dabei. Ursprünglich wollte Buchwald nur am Freitag kommen, überraschte dann aber alle, als er auch am Samstag erschien: „Weil so schönes Wetter ist und es mit euch so viel Spaß macht, bin ich heute nochmal gekommen.“ Eine Freude für alle Beteiligten. „Ein unglaublich sympathischer und nahbarer Mann, der anschließend sogar mit uns im Sportheim saß, Bundesliga geschaut und gequatscht hat“, betont der Vorsitzende.

Sommerfest und Blick in die Zukunft

Neben dem Sommercamp findet jedes Jahr auch das Sommerfest des Gesamtvereins statt. Es richtet sich an die ganze Ortsgemeinschaft und bietet gemütliches Beisammensein mit leckerem Essen, guten Getränken und Musik. Gleichzeitig können Kinder und Jugendliche an verschiedenen Sportstationen aktiv werden – von Torwandschießen im Fußball bis zu Geschicklichkeitsspielen in der Leichtathletik. Jede Abteilung bringe sich ein, um Kindern und Jugendlichen den Sport näherzubringen und den TSV bekanntzumachen, um so das ein oder andere Mitglied zu generieren. Ein besonderes Highlight ist das Indiaca-Jedermann-Turnier, bei dem alle mitmachen können – von der Feuerwehr bis zum Jugendbund. Für Teilnehmende wie Zuschauer ist es jedes Jahr ein großer Spaß, wobei die Teams zunehmend ehrgeiziger werden. Ein kleines Manko gibt es aber: „Seit wir das Fest veranstalten, beginnt es traditionell Punkt 23 Uhr zu regnen – darauf kann man sich fast verlassen.“

Auch künftig soll das Sommerfest an seine bisherigen Erfolge anknüpfen. Zudem möchte der Verein die Verwaltung weiter digitalisieren – hier sieht man noch Entwicklungspotenzial. Neben der Digitalisierung möchte der Verein die ein oder andere neue Sportart anbieten. „Wenn wir in fünf Jahren eine ähnliche Struktur mit ähnlich vielen Mitgliedern haben, wäre ich sehr glücklich. Ich hoffe, dass wir das, was wir heute anbieten, in Zukunft weiterhin anbieten können und vielleicht noch zwei, drei Sportarten mehr – das wäre so mein Wunsch“, betont der Vorstand.