Der Einsatz von Reinhold Eichhorn in den vergangenen vier Jahrzehnten rund um den Turnsport und den Schwäbischen Turnerbund ist nur schwer zusammenzufassen. Am besten trifft es vielleicht noch, ihn als Mister Turngau Ulm zu betiteln. Von 1990 bis September 2016 war er Vorsitzender des Turngaus und damit auch Mitglied im Hauptausschuss des Schwäbischen Turnerbunds. Von 2000 bis 2010 war er zudem Vertreter der 15 Turngaue im Präsidium des STB. Aber damit nicht genug: Mehr als 40 Jahre war er ehrenamtlich engagiert als Pressewart, Jugendleiter, Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender bei der TSG Söflingen. Zudem war er Vorstandsmitglied im Stadtverband für Sport in Ulm und stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Alb/Donau. Neben seinem sportlichen Engagement gehörte Reinhold Eichhorn 33 Jahre lang dem Ulmer Gemeinderat an und war auch Fraktionsvorsitzender.
Im Jahr 2016 erhielt er die STB-Ehrenmitgliedschaft, zwei Jahre zuvor vom baden-württembergischen Sportminister Andreas Stoch das Bundesverdienstkreuz.
„Durch Eichhorns großen persönlichen Einsatz konnte sich der Turngau Ulm unter seiner Leitung exzellent entwickeln. Der Turngau baute vier Leistungszentren sowie ein Regiozentrum auf und holte fast jedes Turn-Event nach Ulm: Landesturnfeste, Landeskinderturnfeste, Landes-Gymnaestrada und sogar die erste Weltmeisterschaft, die die Stadt Ulm jemals ausrichten durfte – die Aerobic-WM. Seine Dienste für den Sport waren herausragend. Wir werden sein Fachwissen und sein freundliches Wesen vermissen. In Gedanken sind wir bei seiner Familie“, sagt STB-Präsident Markus Frank.

