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Die Präsidiumsmitglieder für besondere Aufgaben

[Besondere Aufgaben]

"Im Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes gibt es neben dem Präsidenten und den Vizepräsidenten eine Besonderheit: die Präsidiumsmitglieder für besondere Aufgaben. Sie sind ständige Mitglieder des Gremiums und unterstützen die Arbeit des Verbandes durch ihre besonderen Expertisen und ihre Netzwerke zu Politik, Medien oder auch Wirtschaft. Findet heraus, wie Corinna Schmiedle, Jeanette Grau, Vittorio Lazaridis sowie die Landtagsmitglieder Nicole Razavi (Anmerkung: vom Amt zurückgetreten am 9. Juli 2022) und Petra Häffner das vergangene Jahr erlebt haben!"

Ihr seid nun schon einige Zeit bei uns im Präsidium. Warum engagiert ihr euch im STB-Präsidium?

Petra (im Präsidium seit 2012): „Für meine politische Arbeit als sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN ist es von großer Bedeutung, nah am Sport zu sein. Übers STB-Präsidium bekomme ich mit, was Sportvereine und –verbände bewegt, was sie brauchen, um die sich stellenden Herausforderungen zu beantworten und den Sport voranzubringen.“

Corinna (im Präsidium seit 2020): „Meine sportliche Heimat ist das Turnen. Seitdem ich laufen kann, bin ich turnerisch aktiv: vom Kinderturnen, zum Gerätturnen über TGW bis hin zu Dance. Die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen durch jahreslanges Training, Teilnahme an Wettkämpfen & Turnfesten sind prägend, inspirierend und motivierend zugleich. Die Sportart Turnen ist die Wichtigste für die Entwicklung der motorischen Grundfertigkeiten. Aus dieser Überzeugung heraus mit allen Erfahrungen und Kompetenzen, die ich auch auf Grund meiner beruflichen Laufbahn einbringen kann, möchte ich die Sportart und somit den STB unterstützen, damit die Angebote, Wettkämpfe und Veranstaltungen erhalten bleiben und zukunftsfähig aufgestellt werden.“

Jeanette (im Präsidium seit 2020): „Weil ich den Turnsport liebe und viel Zeit als Turnerin im Verein verbracht habe. So versuche ich mit der Mitgliedschaft im Präsidium weiterhin im Ehrenamt einen Beitrag zu leisten.“

Vittorio (im Präsidium seit 2021): „Es gibt immer weniger verbindende Elemente in unserer Gesellschaft, der Sport ist da vielleicht die herausragende Ausnahme. Dafür lohnt es sich, sich zu engagieren und deshalb arbeite ich sehr gerne im STB-Präsidium mit.“

Wie habt ihr die Arbeit im STB in den vergangenen beiden Coronajahren wahrgenommen?

Vittorio: „Wie überall musste man sich an die neuen Formen der digitalen Kommunikation gewöhnen. Das ist aber beim STB hervorragend gelungen und sehr gut organisiert worden. Für mich als „Neuling“ war es besonders positiv zu sehen, wie professionell die Zusammenarbeit angelegt ist, sowohl was die Organisation angeht, aber auch bei den Mitarbeitenden und Mitgliedern des Präsidiums.“

Corinna: „Das Engagement war ungebremst vorhanden. Klar war auch viel Frust dabei, wenn wieder Wettkämpfe, Veranstaltungen, Fortbildungen oder das übliche Vereinstraining abgesagt werden mussten. Jedoch gab es großartige, kreative Ideen, so dass die Sportangebote digitale oder mit einem ausführlichen Schutzkonzept mit hohen Anforderungen trotzdem durchgeführt werden konnten. Die Arbeit im Präsidium war somit in besonderem Maße herausfordernd – wie für uns als Gesellschaft insgesamt in den letzten beiden Jahren.“

Jeanette: „Ehrlicherweise kenne ich bisher nur die Arbeit im Präsidium „mit Corona“, da ich in Coronazeiten erst angefangen habe. Es freut mich auf jeden Fall, dass sich nach und nach die Onlinesitzungen zu Präsenzveranstaltungen wandeln und ich die Akteure auch persönlich kennenlernen darf.“

Petra: „In dieser bislang einmaligen und allumfassenden Krise, hat sich der STB sehr schnell als guter Ansprechpartner für alle Fragen und Nöte der Vereine erwiesen. Hier wurde pragmatische und kompetente Hilfe in allen Fragen geleistet. Danke für den großartigen Einsatz!“

Welche Entwicklungen erwartet ihr für die nächsten zwei Jahre eurer Amtszeit. Welche Projekte liegen euch besonders am Herzen?

Corinna: „Mir liegt – wie schon in meiner hauptamtlichen Zeit beim STB – das Thema Bildung am Herzen und durch die letzten beiden Jahre hat sich mein Fokus noch zusätzlich auf die große Herausforderung der Digitalisierung gerichtet; wie schnell ein Wandel möglich ist und was noch alles möglich sein wird, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, finde ich wirklich bemerkenswert.“

Jeanette: „Besonders am Herzen liegt mir die Vielfalt des Turnsports bekannter zu machen! Turnen wird häufig begrenzt auf den olympischen Spitzensport in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Meiner Meinung nach ist Turnen aber so viel mehr!  Besonders die neuen Ausprägungen wie Parkour finde ich spannend und eine tolle Art sich zu bewegen.“

Petra: „Unsere Vereine müssen sich zukunftstauglich aufstellen. Dazu müssen wir Ehrenamt und Vereinsstrukturen teilweise neu denken. Als Stichworte nenne ich Kooperation und Partnerschaft. Die große Herausforderung ist es, verantwortlich mit den Ressourcen unserer Ehrenamtlichen umzugehen.“

Vittorio: „Nach oder während Corona bzw. in der aktuellen kriegsbedingten Krise wird es darum gehen insgesamt die Strukturen des organisierten Sportes zu konsolidieren und resilient zu gestalten. Gerne würde ich im Bereich der Integration Projekte begleiten, weil gerade der Sport hier sehr viel leisten kann und bereits leistet.“

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Petra: „Sport soll in seiner Bedeutung für die Gesellschaft mehr wertgeschätzt werden. Sehr am Herzen liegt mir die Stärkung des Sports im Schulwesen, Sport ist der Katalysator für besseres Lernen.“

Jeanette: „Das mehr Leute die Vielfalt des Turnsports kennenlernen und einen Zugang dazu finden.“

Vittorio: „Ich wünsche mir eine friedliche Zukunft für alle Menschen und dem STB und dem Sport allgemein, dass das hohe, insbesondere ehrenamtliche Engagement, noch stärker gewürdigt wird als derzeit.“

Corinna: „Ich wünsche mir, dass wir uns alle wieder mehr um alltägliche Dinge kümmern können und nicht von einer Krise in die nächste gelangen. Unseren Kindern und Jugendlichen wünsche ich viel Spaß an der Bewegung und Freude am gemeinsamen Sportangebot. Ich freue mich auf ein berufliches und ehrenamtliches Umfeld mit einem respektvollen, freundlichen und friedlichen Umgang. Meine Devise lautet: sich selbst niemals zu wichtig nehmen!“