Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine:
Aus einzelnen digitalen Veranstaltungen wird ein vollständiges Online-Programm
Was macht man im Bildungsbereich, wenn einem die Ausbildungsstätten von heute auf morgen geschlossen werden. Den Kopf in den Sand stecken, Kurzarbeit und hoffen, dass alles schnell vorüber geht? Oder aber auf die neuen Bedingungen reagieren und die Aus- und Fortbildungsformate in geeigneter Form anbieten. Für zweiteres hat sich der Bildungsbereich des STB ohne große Diskussion entschieden, zumal mit den Angeboten des Blended Learnings bereits erste Erfahrungen mit digitaler Lehre vorhanden waren. Aber das war nichts im Vergleich zu dem, was dann gefordert war.
Lehrkräfte, die es gewohnt waren, direkt vor einer Gruppe zu stehen, schauten plötzlich in eine Kamera statt in die Augen der Teilnehmer:innen. Dabei galt es nicht nur die Teilnehmer:innen, sondern auch noch die Technik im Blick zu behalten. Wir alle wissen, wie das zu Beginn der Pandemie war, mittlerweile sind wir in vielen Lebensbereichen daran gewöhnt und wissen, wie man Mikros und Kameras am Laptop oder PC ein- und ausschaltet, wie man andere Beteiligte stumm schaltet, eine Gruppe in Break-Out-Rooms schickt, etc.
Aber das ist nur der kleine technische Bereich, den wir alle lernen mussten. Die Aufbereitung von Unterrichtsmaterialien für den digitalen Unterricht ist etwas ganz anderes – und wie zeitaufwändig das ist, das wissen die wenigsten Menschen. Und hier hat das Team des Bildungsbereichs glänzende Arbeit geleistet, ob in der Ausbildung, der Fort- und Weiterbildung oder in der Organisation, alle haben an einem Strang gezogen und unseren Mitgliedern im Verein ein tolles Angebot über die komplizierte Zeit hinweg ermöglicht. Und diese Zusammenarbeit erfolgte in weiten Teilen auch über den Bildungsbereich hinaus!
Doch wer die Mitarbeiter:innen im Bildungsbereich kennt, der weiß, dass an der Stelle nicht Schluss sein konnte. Schnell kam die Frage auf, wie wir uns nach der Pandemie positionieren wollen und welchen Anteil die digitale Lehre dabei spielen soll. Damit ging es an den Kern der Ausbildungen, deren Konzeptionen im Detail analysiert wurden. Da viele Teilnehmer:innen die Flexibilität digitaler Angebote schätzen gelernt haben, wurde für die digital Affinen eine erweiterte Möglichkeit auch für die Zukunft geschaffen. Der erste Ausbildungsabschnitt mit seinen Grundlagen wird nun grundsätzlich digital möglich sein. Und für diejenigen, die das absolut nicht möchten, bieten wir weiterhin diesen Ausbildungsabschnitt in Präsenz an. Die Nachfrage wird zeigen, wohin der Weg an der Stelle führen wird. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass wir die praktischen Anteile weiterhin in Präsenz anbieten, ob in Ruit und in Kürze auch wieder in Bartholomä, das persönliche Miteinander wird es selbstverständlich weiterhin geben.
Bildungs-Großveranstaltungen
Auch bei den Großveranstaltungen waren Mut und Flexibilität gefragt. Einen digitalen Kinderturn-Kongress oder eine digitale Fitness-Convention, Workshops für Ältere oder gar einen hybriden Stuttgarter Sportkongress. Es gab nichts, was es nicht gab, doch was es immer gab: Planung, Umplanung, Neuplanung und auch Absagen.
Beeindruckend, was das hauptberufliche Team hier über die zwei Jahre geleistet hat. Der Dank der Teilnehmer:innen, die mit viel Enthusiasmus dabei waren, hat sich in vielen sehr positiven Rückmeldungen, die der STB und damit das gesamte involvierte Team erhielt, niedergeschlagen. Diesen Dank möchte ich aufgreifen und nochmals an alle richten, die in dieser zeitlich und emotional sehr belastenden Phase die Bildung im STB aufrecht erhalten und den Trainer:innen und Übungsleiter:innen fast durchgängig ein sehr hochwertiges Programm geboten haben. Ihr seid großartig!

