Eines von Karin Schöningers Lieblingsspielen: Die Karotten- und Lauch-Ernte.

Essverhalten - spielerisch vermitteln

Karin Schöninger, mit Leib und Seele dem Sport verbunden, hat ein großes Interesse daran, Kindern über den Sport eine gesunde Ernährung näher zu bringen. In ihren Kursen und Turnstunden versucht sie den teilnehmenden Kindern ein Gefühl für eine gesunde Ernährung zu vermitteln. Dies gelingt ihr in Kombination mit Bewegungsspielen.

„Kinder lernen durch Bewegung viel einfacher. Wenn zusätzlich noch ihr Entdeckerinstinkt geweckt wird, sind sie neugierig und nehmen schnell neues Wissen auf“, so Karin, die selbst zugibt, dass das Thema Ernährung kein einfaches ist. 

Spielerisch mit dem Thema Ernährung umgehen 
Dieses neue Wissen versucht sie beispielsweise den Kindern mit Karten, auf denen Obst und Gemüse abgebildet ist, zu vermitteln. Welches Obst kenne ich auf den Karten? Was schmeckt mir? Wie wächst es? Das sind Fragen, die sie den Kindern zu Beginn der Turnstunde stellt. Spielerisch wird dabei mit dem Thema Ernährung umgegangen. Beispielsweise im Bewegungsdschungel, dort haben die Kinder dann die Aufgabe, ihre Karten an den entsprechenden Stationen zu verteilen, die die Wachstumsart definiert. „Ich versuche keine Predigt über Pommes oder Schokolade zu halten, sondern den Kindern zu vermitteln, dass sie alles ausprobieren sollen und ein gesundes Mittelmaß finden müssen.“

Ernährung ist ein Thema für alle Kinder 
Karin versucht ihr Wissen nicht nur in ihren Kinderturnstunden weiterzugeben, sondern auch an Übungsleiter, die sie als STB-Referentin in Workshops unterstützt. „Ich versuche einen Überblick und damit Möglichkeiten zu bieten, wie Übungsleiter das Thema Ernährung spielerisch in ihre Turnstunden mit aufnehmen und auch neue Angebote in diesem Bereich im Verein etablieren können“, sagt die 56-Jährige, die selbst seit sie 16 Jahre alt ist im Verein als Übungsleiterin aktiv ist. Wichtig ist ihr dabei, dass das Thema Ernährung nicht nur übergewichtigen Kindern nähergebracht wird, sondern ein Thema für alle Kinder ist. „Kursprogramme wie ‚Jumbo Kids‘ oder ‚Fit und Schnell in XXL‘ sind zwar inhaltlich gut, aber die Bezeichnung schreckt doch eher die Kinder und Eltern ab, als dass sie zum Mitmachen animiert“, erzählt die STB-Referentin Kinderturnen und ergänzt „denn wer möchte schon so genannt werden“. Ihr aktueller Workshop „Wenn das Essen laufen lernt“, soll damit die richtige Botschaft vermitteln.

Eltern müssen dahinter stehen 
Ihr Wissen über Ernährung und Bewegung nimmt sie aus Weiterbildungen im Bereich Ernährungswissenschaft und Psychomotorik, Kooperationen mit Krankenkassen sowie aus der Erfahrung im Umgang mit Kinderturngruppen, mit. „Nicht vergessen sollte jeder Übungsleiter, dass er den Kindern Wissen über Ernährung vermitteln kann, wenn die Eltern aber nicht hinter einer gesunden Ernährung stehen, funktioniert es nicht.“ 

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