Die Wettkampf- und Kampfrichter-Ausschüsse im männlichen Gerätturnen bringen nach Vorschlägen einer Arbeitsgruppe ein neues Wettkampfsystem auf den Weg. Im Pilotjahr 2027 wird der „Schwaben-Code“ auf STB-Ebene getestet, um die Lücke zwischen den Pflichtstufen (P-Stufen) und dem anspruchsvollen AK-Bereich zu schließen.
Das Ziel des neuen Angebots ist klar: Schüler- und Jugendturner auf Bezirks- und Landesebene erhalten einen einfachen, attraktiven und passgenauen Einstieg in das Kürturnen, sowohl in Einzel- als auch in Mannschaftswettkämpfen.
Das bewährte Oberschwaben-Modell als Fundament
Die Basis für den Schwaben-Code bildet das seit vielen Jahren erfolgreich praktizierte Oberschwaben-Modell. Das vereinfachte Kürsystem ist so konzipiert, dass insbesondere jüngere Turner und Einsteiger erste wertvolle Erfahrungen mit frei zusammengestellten Übungen sammeln können. Der große Vorteil: Jeder Athlet turnt exakt nach seinem aktuellen Leistungsstand. Gleichzeitig bleibt das Regelwerk für die Kampfrichter transparent und leicht nachvollziehbar.
Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:
- Neues Sprungbrett zur STB-Liga: Der Schwaben-Code dient als optimales Bindeglied. Er führt Jugendliche schrittweise und ohne übertriebenen Leistungsdruck an den Ligabetrieb des Schwäbischen Turnerbundes (STB) heran.
- Erleichterter Einstieg im Pilotjahr 2027: Im ersten Jahr ist keine Qualifikation für das Bezirksfinale nötig. Vereine können ihre Turner direkt dafür melden. Parallel dazu wird die Ausrichtung von Vorwettkämpfen in den einzelnen Turngauen ausdrücklich gefördert.
- Neue C-Lizenz für Kampfrichter: Der SchwabenCode bietet die Chance, die C-Lizenz im männlichen Gerätturnen einzuführen und zu etablieren. Diese würde direkt zum Bewerten der Ausgangsnote (D-Note) nach dem Schwaben-Code befähigen.
Im Anschluss an eine gemeinsame Evaluation mit den Turngauen am Ende des Testjahres wird über das weitere Vorgehen beraten. Die finale Entscheidung über eine mögliche Aufnahme in das Kernprogramm liegt schließlich beim Hauptausschuss.

