Termine

Bereiche

Terminart

Zeitraum

Ort

Suche zurücksetzen

Faustball ist eine der ältesten Sportarten der Welt. In der Mitte ist das Spielfeld durch ein 2m hohes Band in zwei Spielhälften geteilt. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern und maximal drei Auswechselspielern. Beim Faustball muss der Ball einarmig, mit der Faust oder dem Unterarm so in das gegnerische Feld gespielt werden, dass er nicht mehr zurückgespielt werden kann. Mit maximal drei Ballkontakten muss der Ball über das Band zurückgespielt werden, vor jeder Ballberührung durch einen Spieler ist ein einmaliger Bodenkontakt des Balles erlaubt. Im Bereich des Schwäbischen Turnerbundes sind rund 7.000 Faustballer/innen im Liga Spielbetrieb aktiv.

Faustball ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Sie gilt aber immer noch als Insider-Sportart, deren Regeln vielleicht nicht jedem bekannt sind. Dabei sind rund 30 000 Faustballer bundesweit aktiv, davon rund 7000 beim Schwäbischen Turnerbund. Das sogenannte Rückschlagspiel ähnelt dem Volleyball insofern, als dass sich zwei Teams auf einem Feld gegenüberstehen, die einen Ball über ein Netz in die Hälfte des Gegners bringen. In der Mitte ist das Spielfeld durch ein zwei Meter hohes Band in zwei Spielhälften geteilt. Band und Pfosten dürfen weder von einem Spieler noch vom Ball berührt werden; dies gilt als Fehler. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern und maximal drei
Auswechselspielern.

Als ich mich – zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt – näher mit Faustball beschäftige, stolpere ich über das Wort „Bauerntennis“. Offensichtlich ist das einer dieser Klischeebegriffe, mit denen sich FaustballerInnen häufig konfrontiert sehen. Mein persönliches Bild von Faustballern sind alte Herren, die einen Ball über eine Schnur boxen. Woher dieses Bild kommt, weiß ich nicht. Es ist einfach da. Um mir einen echten Eindruck vom „Bauerntennis“ zu machen, fahre ich nach Stuttgart-Stammheim. Die Mädels des hiesigen Turnvereins spielen immerhin in der 2. Bundesliga Süd der Frauen. Respekt. Ich habe noch nie Bundesliga gespielt. Als ich den heiligen Faustballrasen betrete, wartet die erste Überraschung.

Die Damen haben kein spezielles Schuhwerk an den Füßen, sondern handelsübliche Fußballschuhe mit Nocken. Zweite Überraschung: Die Truppe ist recht jung, also nix mit Alte-Leute-Sportart. „Mit Mitte 20 ist man im besten Faustballalter“, versichert mir TV-Kapitänin Lena Scherer.

Lang- statt Kurzarm

Dass die Mädels in Langarm-Shirts trainieren, verwundert mich angesichts frischer Temperaturen nicht. Dass sie allerdings immer langärmlig spielen, schon. Den Vergleich zum Volleyball kann ich mir dann wohl auch aus dem Kopf streichen. „Mit langen Ärmeln ist es wesentlich angenehmer“, so Lena.

Die einarmige Sportart

Beim Faustball muss der Ball einarmig, mit der Faust oder dem Unterarm so in das gegnerische Feld gespielt werden, dass er nicht mehr zurückgespielt werden kann. Mit maximal drei Ballkontakten muss der Ball über das Band zurückgespielt werden, vor jeder Ballberührung durch einen Spieler ist ein einmaliger Bodenkontakt des Balles erlaubt. Je nach Spielfeld, Mannschaft und Spielform gibt es verschiedene Varianten des Faustballs. Außenfeld ist nicht gleich Hallenfeld und Großfeld ist nicht gleich Kleinfeld. Bei Frauen- und Jugendmannschaften finden sich in der Regel kleinere Felder und niedrigere Netze.

Älteste Sportart der Welt?

Ob Faustball wirklich die älteste Sportart der Welt ist, lässt sich kaum belegen, aber zumindest ist sie eine davon. Schon drei Jahrhunderte vor Christus soll es in Italien
eine Sportart gegeben haben, bei der eine Lederkugel mit Armen und Fäusten richtig getroffen werden musste. Nach dem Trainingsabend mit der Frauenmannschaft des TV Stammheim
werde ich einige Klischees verbannen müssen. Faustball ist eine dynamische Sportart, die wenig mit meinem Bild von alten Herren und einer Schnur zu tun hat; mit Bauerntennis erst recht nicht.

Faustball