Der Deutsche Turner-Bund hat seine ersten Nominierungen für die Weltmeisterschaften im Gerätturnen bekannt gegeben. Der wichtigste Wettkampf des Jahres findet vom 17. bis 25. Oktober 2026 in Rotterdam (Niederlande) statt.
Aus Sicht des Schwäbischen Turnerbunds stehen dabei insbesondere drei Athleten im Fokus: Helen Kevric (MTV Stuttgart), Madita Mayr (TSV Jetztendorf), die am Kunst-Turn-Forum in Stuttgart trainiert und Timo Eder (MTV Ludwigsburg). Damit sind drei Turner aus dem Verbandsgebiet Teil des deutschen WM-Aufgebots.
Helen Kevric und Madita Mayr im Frauen-Aufgebot
Das Frauen-Team bilden die zweifache Qualifikationssiegerin Lea Quaas (TuS Chemnitz Altendorf), die Europameisterin am Stufenbarren Helen Kevric (MTV Stuttgart), die Europa- und Vize-Europameisterin am Sprung Karina Schönmaier (TuS Chemnitz Altendorf), Madita Mayr (TSV Jetzendorf), Jesenia Schäfer (TuS Chemnitz Altendorf) und Emma Malewski (TuS Chemnitz Altendorf/Clemson University). Ob Schäfer oder Malewski letztlich zum fünfköpfigen Team gehören wird, steht noch nicht fest.
Besonders bemerkenswert: Für Helen Kevric und Madita Mayr werden die Titelkämpfe in Rotterdam die ersten Weltmeisterschaften ihrer Karriere. Während Kevric trotz ihres jungen Alters bereits Olympiateilnehmerin ist und im August den Europameistertitel am Stufenbarren gewann, feiert auch Mayr ihre WM-Premiere.
DTB-Cheftrainer Gerben Wiersma sieht sein Team gut aufgestellt: Die Mannschaft vereine erfahrene Athletinnen mit jungen Turnerinnen. Als Ziel formulierte er einen Platz unter den besten zwölf Nationen der Welt sowie mindestens ein Mehrkampf- und ein Gerätefinale.
Timo Eder zunächst einziger fest nominierter Turner
Bei den Männern gestaltete sich die Nominierung deutlich schwieriger. Nachdem unter anderem Radomyr Stelmakh krankheitsbedingt nicht an der zweiten WM-Qualifikation teilnehmen konnte und weitere Athleten mit einer schwierigen Vorbereitung zu kämpfen hatten, entschied sich der DTB zunächst dafür, nur Timo Eder (MTV Ludwigsburg) fest zu nominieren.
Die weiteren Entscheidungen sollen während des laufenden Vorbereitungslehrgangs in Kienbaum getroffen werden.

