Turnen als Lebenselixir

Seit über 30 Jahren ist Gerhard Weber Trainer im Gerätturnen weiblich beim TSV Berkheim (Turngau Neckar-Teck). Der ehemalige Leistungsturner, der den Turnsport als Lebenselixier definiert, investiert bis zu 15 Stunden pro Woche in sein ehrenamtliches Engagement. Wie er dazu kam und warum er mit 62 Jahren noch immer fast täglich in der Turnhalle steht, hat uns Gerhard im Interview verraten.

Wie kam es dazu, dass du ein Ehrenamt übernommen hast?

Ich hatte die Anfrage aus meinem Verein bekommen, ob ich unsere Turnerinnen einmal bei einem Wettkampf betreuen könnte. Zwei Wochen nach dem Wettkampf kam dann der Wunsch nach einem regelmäßigen Training mit mir auf, da alle mit meiner Wettkampfbetreuung sehr zufrieden waren.

Was gehört aktuell zu deinen Aufgaben?

Ich trainiere unsere Turnerinnen der Landesliga und 2. Bundesliga Mannschaft. Außerdem unterstütze ich in der Organisation von Turnwettkämpfen, die unser Verein ausrichtet.

Von wem hast du am meisten gelernt für dein Ehrenamt?

Da ich früher selbst Leistungsturner war, konnte ich viel von meinen eigenen Trainern mitnehmen. Außerdem motivieren meine Frau Renate und ich uns jeden Tag gegenseitig und wir lernen auch voneinander, denn sie engagiert sich ebenfalls im TSV Berkheim.

Was war bisher der schönste Moment, den du in deinem Ehrenamt erleben durftest?

Ganz klar der Aufstieg mit der 1. Mannschaft in die 2. Bundesliga der Deutschen Turnliga. Als Trainer freut man sich einfach extrem, wenn man den Mädels nicht nur Freude am Sport vermitteln, sondern sie natürlich auch bei Erfolgen begleiten kann.

Was ist deine Stärke/Schwäche im Ehrenamt?

Zu meinen Stärken zählt, dass ich ein absoluter Teamplayer bin. Eine gute Stimmung unter den Turnerinnen und der Zusammenhalt im Team ist mir sehr wichtig. Ich möchte die Mädels nicht nur in ihrer sportlichen, sondern auch persönlichen Entwicklung unterstützen. Außerdem bin ich sehr zielstrebig, was eine Stärke aber gleichzeitig auch eine Schwäche sein kann, denn manchmal neige ich dazu, zu erfolgsorientiert zu denken.

Was war sportlich bisher dein größter Erfolg?

Ich bin deutscher Vizemeister mit der Mannschaft von Neckarsulm und mehrfacher Württembergischer Meister an verschiedenen Geräten geworden. Außerdem war ich Mitglied im B-Kader des Deutschen Turnerbundes.

Welchen Traum möchtest du dir noch erfüllen?

Ich würde mir für unsere Turnerinnen wünschen, dass sie eine eigene Turnhalle fürs Training bekommen. Das ist ein großer Traum von mir!

Wer ist euer Held? Verratet es uns an redaktion@stb.de!

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