World Orienteering Day 2018

Böbingen und Öhringen, 26. Mai 2018

Gleich an zwei Orten konnten Interessierte Bekanntschaft mit dem Orientierungslauf im STB zum WOD 2018 machen.

Seit 2016 ruft der internationale Orientierungslaufverband (IOF) weltweit die OL-Vereine auf, in der letzten Maiwoche eine einfache OL Veranstaltung anzubieten. Sie soll die Sportart bekannter machen und zeigen, dass der Orientierungssport eine weltweit bekannte Sportart ist, anders als manche olympische Sportart.

2017 nahmen in über 70 Ländern annähernd 300.000 Sportler an diesem Tag an einer Orientierungslaufveranstaltung zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu teil.
Das angestrebte Ziel für 2018 lautet: In 100 Ländern bei 5000 Veranstaltungen 400.000 Sportler zum OL zu begrüßen.

Im Bereich des Schwäbischen Turnerbunds bot auch der TGV Horn eine OL-Veranstaltung an.
Hierfür kartographierte Steffen Hartmann das Sportgelände ums Römerkastell in Böbingen/Rems nach der aktuellen IOF Sprintnorm.
Trotz mehrfacher Werbung in der lokalen Presse und auf Plakaten war der Zuspruch leider sehr bescheiden.
Für Anfänger wurde vor Beginn eine Kurzeinführung in den Sport angeboten, die gut angenommen wurde. "Nun wissen wir, was uns erwartet und haben keine Angst mehr". Dieser Kommentar von Kindern bestätigte die Wichtigkeit einer solchen Einführung.

Das Angebot umfasste drei Strecken von 0,8 bis 2,5 Km Luftlinie mit steigender Schwierigkeit. Die Strecken waren so angelegt, dass mehrere Bahnen mit neuen unterschiedlichen Orientierungsaufgaben nacheinander gelaufen werden konnten. Diese Möglichkeit nahmen viele Läufer an.
Nachdem die vierjährige Kaisa in Begleitung von Mama die Kurzstrecke in knapp 9 Minuten bewältigte, waren einige Erwachsene motiviert, diese Zeit zu schlagen und diese Strecke zusätzlich zu laufen.
Erfahrene OLer lobten die Langstrecke als technische anspruchsvoll für einen Park-OL. Sie nutzten den Lauf in Vorbereitung auf das Landesturnfest und den Deutschen Sprintmeisterschaften.

Hans Hartmann

Der zweite Orientierungslauf zum WOD wurde vom evangelischen Jugendwerk in Öhringen (EJÖ) ausgerichtet. Durch den weißrussischen "OL-Entwicklungshelfer" Artsiom Haroshka kommt die bisher im nordöstlichen Baden-Württemberg eher unbekannte Sportart in den Turngau Hohenlohe.
Artsiom absolviert gerade beim EJÖ ein freiwilliges europäisches Jahr. Er wollte mit seinem Hobby OL, das Jugendwerk unterstützen und kartierte ein Teil des ehemaligen Landesgartenschaugeländes in Öhringen.
Die Einnahmen aus der Veranstaltung sollen Kinder aus Weißrussland ermöglichen am Internationalen Jungscharlager in Forchtenberg teilzunehmen.
 
Zur Vorbereitung des Orientierungslaufs zog Artsiom ein tolles Programm auf. Neben einem klassischen Sprint auf dem Cappelaue-Gelände konnten die Teilnehmer auf einem kleinen Spielplatz das Labyrinth mit 20 Kontrollpunkten ablaufen. Wer denkt, dies in 1-2 Minuten hinzubekommen, war am Ende froh, in 5 bis 10 Minuten durchgekommen zu sein.
 
Leider haben die umfangreichen Werbemaßnahmen mit eigens kreierten Facebook-Auftritt, aufwendigen Bannern und Flyern, Anschreiben an 90 Firmen und Institutionen von Artsiom und dem EJÖ nur knapp 20 Läufer nach Öhringen gebracht, die dafür auf ihre Kosten kamen.
Dennoch, bei den äußerst heißen Temperaturen und dem Termin mitten in den Ferien eine gute Zahl. Besonders gelobt wurden die abwechslungsreichen Bahnen zwischen 1,5 und 3,5 Km Länge, die rund um den Limes gingen.
 
Bereits im Vorfeld nutzte Artsiom die Karte, um einer Schule die Sportart näher zu bringen.
 
Die nächste Veranstaltung in Öhringen findet am Samstag, 23. Juni im Rahmen des Stadtteilfest Zwetschgenwäldle statt. Hier erwartet den Teilnehmern eine neue äußerst interessante OL-Karte.

Besonderen Dank gilt den Helfern vom EJÖ, die Artsiom in ihrer Freizeit beim Organisieren geholfen haben.

Jörg Ulver



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