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Engagementfreundliche Organisationskultur

Der Lebenszyklus der freiwilligen Engagements (s. Toolbox) beginnt im ersten Schritt mit der Schaffung einer engagementfreundlichen Organisationskultur. Sie wird als wichtige Grundlage für ein wirkungsvolles Freiwilligenmanagement gesehen.

Was ist darunter genau zu verstehen?

 1. Die Organisationskultur im Sportverein

Die wesentlichen Richtlinien für das Vereinsleben sind in der Satzung und Ordnungen niedergeschrieben. Was aber dabei den jeweiligen Verein ausmacht, ist daraus oft nicht abzulesen. Deshalb ist der erste Schritt zu einer Organisationskultur die Entwicklung eines Leitbildes (s. Toolbox) und dessen Umsetzung in praktisches Alltagshandeln. Wichtig dabei ist, dass dies auch zum Verein, seinen Engagierten und den Mitgliedern passt, Traditionen berücksichtigt, aber auch veränderte Werthaltungen einbezieht.

Folgende Fragen dienen als Ansatzpunkte für die Entwicklung einer Organisationskultur:

  • Wie sehen das Führungsverhalten bzw. die Hierarchien im Verein aus?
  • Wie ist der Umgang der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden untereinander?
  • Wie sieht das Engagement der Mitglieder für Vereinsangelegenheiten, wie z.B. bei Versammlungen, Festen, usw. aus?
  • Welche Veranstaltungen und Verhaltensweisen haben sich als Traditionen oder Rituale herausgebildet? (z.B. Ehrungen)
  • Welche Sportangebote macht unser Verein im Hinblick auf die Zielgruppe (z.B. Gesundheitssport, Wettkampfsport, usw.)?
  • Welche Geschichten oder Legenden gibt es über den Verein (z.B. Bau des Vereinsheims, besondere sportliche Ereignisse, usw.)?

 2. Engagementfreundlichkeit

Angelehnt an die Organisationskultur und das Leitbild des Vereins bedeutet Engagementfreundlichkeit, dass die Engagierten …

die eigenen Vorstellungen in der Vereinsarbeit verwirklichen können. Dies setzt eine hohe Flexibilität und Entwicklungsbereitschaft des Vereins voraus.

  • Unterstützung bei der Aufgabenerfüllung erhalten.
  • Spaß und Freude in der Tätigkeit erleben können.
  • in Projekten arbeiten können
  • ausreichend Anerkennung und Wertschätzung für Ihre Tätigkeit erhalten. Ehrenamtliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit!

 

Quelle: Blickpunkt Sportmanagement News April 2016; Prof. Dr. Ronald Wadsack