Corona-Spezial

Seit dem 1. Juli ist das Sporttreiben aufgrund der Landesverordnung des Landes Baden-Württemberg größtenteils unter Normalbedingungen (vgl. Landesverordnung für Sport) wieder erlaubt.

Als "Anwalt unserer Vereine" setzen wir uns weiter intensiv für unsere Vereine auf politischer Ebene ein. Auf dieser Seite stehen wir euch beratend zur Seite und unterstützen unsere Vereine bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs. Hier findet ihr die wichtigsten Konzepte, Empfehlungen und Leitfäden auf einen Blick.

Stand 27.10.2020

Die wichtigsten Eckpunkte

  1. Wer eine öffentliche oder private Sportanlage oder Sportstätte betreibt, hat die Hygieneanforderungen einzuhalten, zuvor ein Hygienekonzept zu erstellen und eine Datenerhebung durchzuführen. Es gilt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot. Beim Abhalten der Veranstaltung sind die Arbeitsschutzanforderungen einzuhalten.
  2. Klärung mit dem Sportstättenbesitzer, ab welchem Tag die Sportstätte wieder genutzt werden kann.
  3. Raumgrößen der Sportstätten beschaffen bzw. ausmessen.
  4. Vereinsinterne Abklärung, welche Sportarten und Angebote durchgeführt werden sollen.
  5. Gruppenbelegungsplan entsprechend der Raumgröße für die Sportstätte erstellen und die Umsetzung gemäß STB-Leitfaden erarbeiten.

Die Mindestabstandregel von 1,50 m zwischen sämtlichen anwesenden Personen gilt grundsätzlich während des gesamten Trainings- und Übungsbetriebs. Davon ausgenommen sind für das Training oder die Übungseinheit übliche Sport-, Spiel- und Übungssituationen (z.B. Hilfestellung).

  • In Gruppen bis zu 20 Personen können die für das Training oder die Übungseinheit üblichen Sport-, Spiel- oder Übungssituationen ohne die Einhaltung des ansonsten erforderlichen Mindestabstands durchgeführt werden. 
  • In Sportarten, in denen durchgängig oder über einen längeren Zeitraum ein unmittelbarer Körperkontakt erforderlich ist (z. B. Ringen und Paartanz), sind möglichst feste Trainings- oder Übungspaare zu bilden.
  • Die Begrenzung der Personenzahl ist auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten festzulegen. Unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m ist eine Grundfläche von 5 qm pro Person zu kalkulieren.  
  • Der Übungsleiter zählt immer als eine Person.
  • Beim Eltern-Kind-Turnen gelten Mutter/Vater und Kind als eine Person.
  • Beim Paartanz sind 20 feste Paare erlaubt.

Gruppen über 20 Personen:

  • Eine Beschränkung der Personenzahl im Training gilt ausnahmsweise nicht für Trainings- und Übungssituationen
    • bei denen durch Beibehaltung eines individuellen Standorts oder durch eine entsprechende Platzierung der Trainings- und Übungsgeräte der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgängig eingehalten werden kann;
    • für deren Durchführung eine größere Personenzahl zwingend erforderlich ist (wie zum Beispiel in unseren Sportarten: Rendezvous der Besten, TGM/TGW, Dance, ... )
  • Umkleiden und Duschen dürfen wieder benutzt werden. Es ist jedoch sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Nutzerinnen und Nutzern eingehalten werden kann. Der Aufenthalt ist zeitlich auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken.
  • Der Verein muss die Daten der Teilnehmer der Übungseinheiten dokumentieren.
  • Der Verein muss eine Person benennen, die für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben verantwortlich ist
  • Kooperationen von Schule und Verein sind wieder möglich
  • Die Sportausübung ist neben öffentlichen und privaten Sportstätten und Sportanlagen nun auch an Orten, die für die temporäre Ausübung von Sport genutzt werden, möglich (z.B. ein Gemeindesaal)
  • Die CoronaVO Sport ist vorerst bis 31. Januar 2021 gültig.

Verordnungen


Leitfaden und Empfehlungen

Nachfolgen haben wir einen Leitfaden ausgearbeitet, der Euch bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs helfen soll. Dieser Leitfaden stützt sich auf die Landesverordnung sowie die Empfehlungen des Deutschen Turner-Bunds (DTB) und der Deutschen Turner-Jugend (DTJ).


    Muster-Konzepte

    Die nachfolgenden Muster-Konzepte enthalten alle wichtigen Schritte, die bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs beachtet werden müssen.

    Für die Erstellung von Merkblättern und Aushängen stehen die Infografiken der BZgA hier zum Download bereit:



    FAQs

    Die CoronaVO Sport ist vorerst bis 31. Januar 2021 gültig. Die Personenbeschränkung im Sport richtet sich nach §3 Absatz 1 der Corona-Verordnung Sport des Landes Baden-Württemberg. Demnach ist die Personenzahl auf 20 Personen beschränkt. Ausnahmen sind in §3 Absatz 1 Satz 1 und 2 erläutert.

    Die aktuell gütlige Corona-Verordnung des Landes tritt am 30. November außer Kraft.

    Das Landesgesundheitsamt BW hat für Kindertageseinrichtungen und Schulen eine Übersicht zu Krankheitssymptomen bei Kindern entworfen. Dieses Dokument kann auch im Verein an die Eltern verteilt werden. 

    Seit dem 1. Juli ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu 20 Personen gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

    Ein Mundschutz ist nicht vorgeschrieben. Das Einhalten des Mindestabstands ist ausreichend. Selbstverständlich steht es jeder Person frei, während der Übungsstunde einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

    Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen außerhalb des öffentlichen Raums sind ab dem 19. Oktober mit bis zu 100 Teilnehmenden erlaubt:

    vgl. www.baden-wuerttemberg.de

    Die Turnerinnen und Turner sollen vor und nach dem Training die Hände sorgfältig waschen und anschließend die Hände mit Magnesia präparieren. Es wird empfohlen, die Sportgeräte regelmäßig (z. B. alle 6 - 8 Wochen) mit einem geeigneten Reinigungsmittel zu säubern. Die Bodenläufer sollten mit einem Staubsauger im gleichen Intervall abgesaugt werden.

    (Stand: 23. Oktober 2020 vgl. FAQ-Regeln des KM).


    Für die spezielle Reinigung für Turngeräte hat Spieth Gymnastics einen Leitfaden entwickelt.
    Diese Regelungen gehen über die Vorgaben der Landesverordnung und Empfehlungen des STB hinaus. 

      • Öffnung aller Fenster und/oder Türen während der Übungsstunde, wenn dadurch keine Zugluft und keine Lärmbelästigung für die Nachbarn entsteht.
      • In der Pause vor und nach jeder Trainingseinheit, sollten die Fenster und Türen für mehrere Minuten geöffnet werden.

      Übungsleiter sollten eine Maske und Handschuhe griffbereit haben, um im Notfall Erste-Hilfe leisten zu können (https://www.adac.de/verkehr/erste-hilfe-corona/).

      Im Falle einer Verletzung greift wie üblich die Sportunfallversicherung der ARAG.

      Um für die Umsetzung des Sportbetriebs vorbereitet zu sein, empfehlen wir den Sportvereinen ein Organisationskonzept aufzustellen, das den Sportbetrieb für alle nachvollziehbar regelt und die verpflichtenden Vorgaben aus der Landesverordnung enthält.
      Außerdem können wir empfehlen, wenn der Sportverein alle Verantwortlichen und Beteiligten sowie die Mitglieder und Teilnehmer*innen über den eingeschränkten Sportbetrieb, gemäß nachfolgender Vorschläge, gezielt informiert. Je mehr Menschen das Konzept und ihre Rolle sowie Verantwortung darin kennen, desto größer ist die Chance, zu verhindern, dass sich das Virus wieder ausbreitet. Zudem seid Ihr in Eurem Vorgehen damit transparent.

      Sollte es einen Corona-Fall in Euren Reihen geben, ist ein solches Konzept hilfreich, dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt zu dokumentieren, dass Ihr alles für Euch Mögliche getan habt, um eine Infektion zu verhindern. Dementsprechend kann der Verein nicht in die Verantwortung gezogen werden.

      Zu Zwecken der Kontaktnachverfolgung erheben und verarbeiten Sportvereine mit Einverständnis der Teilnehmer folgende Daten: Name des Teilnehmers, Datum und Uhrzeit des Besuchs und Kontaktdaten (Adresse und Telefonnummer). Die Daten sind vom Sportverein vier Wochen nach Erhebung zu löschen.

      Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kommunen – wenn sie die Hallen öffnen – das Hygienekonzept, dessen Umsetzung und Einhaltung (und dazu gehören dann auch alle Hilfsmittel wie Desinfektionsmittel, etc.) an den jeweiliger „Veranstalter“, dem sie die Halle überlassen, adressieren. Sicherlich werden einige Kommunen hier grundsätzlich auch offen sein für „vereinsorientierte“ Lösungen und Unterstützungen. Eine generelle Regelung hierfür gibt es nicht. Stattdessen muss der Kontakt mit der Kommune gesucht werden.