Vereinsporträt: Gesund und fit beim TSV Dobel

In der Oktoberausgabe vom STB Magazin wird der TSV Dobel näher vorgestellt. Ein Verein mit 700 Mitgliedern, verteilt auf acht Abteilungen.

Wie der TSV Dobel seit 1904 in Bewegung ist

Outdoor-Bewegung ist eine der vielen Säulen des Turn- und Sportvereins Dobel. Das ist auch kein Wunder, denn die Gemeinde Dobel liegt auf einem sonnigen Hochplateau im Turngau Nordschwarzwald und ist einer von deutschlandweit 50 heilklimatischen Kurorten. Außer Nordic Walking steht im weitesten Sinne Turnen und Gesundheitssport bei den knapp 700 Mitgliedern täglich auf dem Vereins-Trainingsprogramm, für ganz Kleine ab dem 1. Lebensjahr das Eltern-Kind-Turnen, das Vorschul- und Grundschulturnen, das Wettkampfturnen bis hin zu den vielen Angeboten für Erwachsene wie „Jedermannturnen“, „Fit und Gesund“ oder die „Sturzprophylaxe 5 Esslinger“.  Mehr als 20 Kurse aus dem Bereich klassisches Turnen, Aerobic, Yoga, Gymnastik, Tanzen, Aqua-Fitness, Nordic Walking, und Tai Chi bieten die 16 Übungsleiterinnen und -leiter an.

Hohe Qualität der Kurse zahlt sich aus

Die Angebote werden sehr gut angenommen, freut sich Sabine Seibold, Mitglied des Vereinsvorstands und langjährige Übungsleiterin. Das ist auch kein Zufall: Der Gesundheitssport des TSV ist qualitativ sehr hochwertig – elf Angebote im Gesundheitssport sind mit dem „Pluspunkt Gesundheit“ des Deutschen Turner-Bundes zertifiziert. „Wir achten darauf, dass unsere Übungsleiter schon einen Pluspunkt quasi mitbringen,“ sagt Vorstandsmitglied Sabine Seibold, die auch selbst in der Halle steht und Kindern das Tanzen und Turnen beibringt und Erwachsenen zu mehr Fitness und Beweglichkeit verhilft. „Beispielsweise ist unsere Übungsleiter Lisa Schatz von Beruf Physiotherapeutin, für ihren Kurs bekamen wir durch ihr berufliches Know-how die Pluspunkt-Urkunde. Und auch ich habe extra Fortbildungen absolviert und zwei weitere Übungsleiterinnen sind gerade dabei.“

Für den Sport mit Leib und Seele

Was zurückhaltend klingt, ist in Wahrheit stark untertrieben: Sabine Seibold ist seit vielen Jahren die treibende Kraft im hiesigen Gesundheitssport und im gesamten TSV Dobel. Allein neun DTB-Trainer-, Übungsleiter- und Instructor-Scheine kann die 59-Jährige vorweisen, vier ihrer Kurse sind von der Krankenkasse anerkannt. Nach dem letzten Corona-Lockdown hat sie das Projekt Re-Start in die Wege geleitet und einen Tag der offenen Tür organisiert. „Ich wollte, dass viele Neue kommen“, sagt sie. Aber es sei heutzutage schwieriger, die Leute in den Verein zu bringen. „Früher war man entweder im Musik- oder im Sportverein. Heute dagegen gibt es viel mehr unterschiedliche Angebote, die Kinder schnuppern in Vieles mal so rein und machen alles ein bisschen. Aber viele bleiben dann nicht dran an etwas, wenn mal die Lust fehlt, weil sich keiner mehr verpflichtet fühlt.“

Keine Nachwuchssorgen, dafür ganz viel Frauenpower

Ein Blick in die aktuelle, siebenköpfige Vorstandschaft des TSV Dobel, die nur aus Frauen besteht, zeigt: Beim Ehrenamt hat der Verein keine Probleme, an Nachwuchs zu kommen. Als klar war, dass das bisherige Vorsitzenden-Duo aufhören wollte, sprangen ohne zu zögern zwei Mitglieder und Übungsleiterinnen ein. Im April 2022 starteten dann die Erste Vorsitzende Rebekka van der Valk und ihre Stellvertreterin Theresa Bott in ihren Ämtern. „Das war einfach Glück, dass die beiden zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren“, freut sich Sabine Seibold. „Aber der Verein läuft einfach gut, im Prinzip hält bei uns das Vorsitz-Tandem zwar die Fäden in der Hand, aber alle im Vorstand ziehen an diesem einem Strang. Und ältere Vorstände haben ganz viel vorbereitet und den Verein zu dem gemacht, was er jetzt ist.“ Ein paar Tipps bei Nachwuchsproblemen hat sie trotzdem noch: „Speziell passende Köpfe ansprechen, Menschen rein wachsen lassen in ein Amt und gute Vorbilder braucht man natürlich auch.“

Attraktive Angebote in Kooperation

Gute Erfahrungen hat der TSV Dobel schon gemacht mit seinen Kooperationen, etwa mit dem örtlichen Kindergarten oder dem Fußballverein Sportfreunde Dobel e.V., mit denen der TSV im Winter die Halle teilt. Beispielsweise veranstaltet der Turn- und Sportverein innerhalb des Gemeinde-Ferienprogramms einen Indoor-Spielplatz im Frühjahr und im Sommer. Dann wird in der einzigen Sporthalle, die der TSV nutzt und der Gemeinde gehört, für einen Tag eine Art Parkour aufgebaut mit Spielgeräten für kleine Kinder mit Eltern und Turnlandschaften für die Größeren.

Mehr helfende Hände wären toll

Herausforderungen sieht Sabine Seibold aber auch auf den TSV Dobel zukommen: Gemeinsame Feste zu organisieren, bei denen Mitglieder und Eltern von Kindern Dienste übernehmen und mitanpacken, sei schwieriger geworden. „Heute konzentrieren sich die allermeisten kleinen und großen Aufgaben komplett in der Vorstandschaft. Feste waren früher dazu da, die Vereinskasse zu füllen und neue Dinge anzuschaffen, das müssen wir heute oft mit Mitgliedsbeiträgen ausgleichen. Einen Tag im Winter planen wir als Fest mit Auftritten, Tänzen, Vorführungen und der Übergabe des Deutschen Sportabzeichens, da kriegen wir das hin. Aber beim Dorffest ist das schon herausfordernder, genügend Helfer zu finden.“ Das nächste große Event behalten die Mitglieder des TSV Dobel jedenfalls im Blick: Das 125. Vereinsjubiläum steht 2029 an.

Und im Sport hat Sabine Seibold auch noch so einiges vor: Entwicklungspotenzial gäbe es in ihren Augen noch im Outdoorsport. Sie will die älteren Menschen abholen, und zusammenführen, vielleicht auch mal Kaffee trinken zusammen. „Ich möchte vermitteln, dass man auch im hohen Alter noch was machen kann“, meint sie.

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