"Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“

Die EnBW ist seit Jahren Partner des Turnsports in Baden-Württemberg. Wir haben mit Thomas Kusterer, Finanzvorstand der EnBW, über den STB, Nachhaltigkeit und die Leidenschaft für Bewegung gesprochen.

 

Herr Kusterer, die EnBW ist seit vielen Jahren ein geschätzter Partner des Schwäbischen Turnerbunds. Was zeichnet aus Ihrer Sicht diese Partnerschaft
besonders aus?

Auch wir freuen uns über die langjährige Partnerschaft mit dem Schwäbischen Turnerbund. Ein zentraler Punkt, der uns verbindet, ist sicherlich, dass wir als EnBW in ganz Baden-Württemberg präsent sind – genau wie der Schwäbische Turnerbund gemeinsam mit dem Badischen Turnerbund, den wir ebenfalls bereits sehr lange unterstützen.

Gerade die Nachwuchsförderung hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Durch diese wird schon bei den ganz Kleinen Begeisterung für Sport und Bewegung geweckt. Und bei Veranstaltungen wie dem Landeskinderturnfest oder Landesturnfest kommen viele Menschen von Jung bis Alt zusammen und haben gemeinsam eine gute Zeit.

Der Schwäbische Turnerbund und seine Vereine stehen für nachhaltigen Erfolg und Nachhaltigkeit. Wie wichtig ist Ihnen dieser Begriff aus Sicht der EnBW?
Sehr wichtig. Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Das bedeutet, dass wir all unsere Geschäftsaktivitäten auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien hin prüfen und entsprechend gestalten. Das erwarten auch unsere Kunden von uns.

Als Energieunternehmen orientieren wir uns beispielsweise an den Vorgaben und Zielwerten des Pariser Klimaabkommens, mit dem ambitionierten Ziel spätestens bis 2035 als Gesamtunternehmen klimaneutral zu sein. Und als einer der größten Arbeitgeber in Baden-Württemberg sehen wir uns hier auch in einer klaren gesellschaftlichen Verantwortung, etwa was soziale Aspekte betrifft.
Daher begrüßen wir es sehr, dass sich der Schwäbische Turnerbund ebenfalls dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat und seine Arbeit daran ausrichtet.

Was verbinden Sie persönlich mit den Turn- und Sportvereinen in Baden-Württemberg?
Ich verbinde damit viel Positives. Meine Eltern waren bereits im Turnverein sehr engagiert und ich selbst war ebenfalls viele Jahre aktiv als Turner und habe auch einige Jahre das Kinderturnen in unserem Verein geleitet.

Was mich freut ist, dass es in nahezu jeder Gemeinde und Stadt in Baden-Württemberg mindestens einen Turn- und Sportverein gibt, der verschiedenste Bewegungsangebote für alle Generationen anbietet. Das hat einen wichtigen Stellenwert auch für das soziale Gefüge einer Gemeinde. Ein Großteil der Programme wird dabei von ehrenamtlichen Übungsleitern mit viel persönlichem Einsatz und Herzblut betreut. Das ist bemerkenswert und beeindruckt mich immer wieder.

„Leidenschaft für Bewegung“ lautet das Motto des Schwäbischen Turnerbunds und seiner knapp 1800 Vereine, die die Bevölkerung seit 175 Jahren in Bewegung halten. Wie bringen Sie Ihr Unternehmen beziehungsweise die Mitarbeitenden in Bewegung – körperlich und mental?
Als EnBW bieten wir unseren Mitarbeitern herausfordernde, spannende und abwechslungsreiche Arbeitsplätze. Das fördert auch die geistige Beweglichkeit. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Umbau unseres Geschäftsportfolios vollzogen. Dies hat unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicherlich ebenfalls mentale Beweglichkeit abverlangt. Und auch in der Art und Weise wie wir zusammenarbeiten haben wir entscheidende Schritte nach vorne gemacht: Wir haben einen tiefgreifenden Wandel in unserer Unternehmenskultur vorangetrieben und gelernt, Dinge beharrlich durch Veränderung zu verbessern. Flexibilität und Veränderungsbereitschaft sind so inzwischen zu Basiskompetenzen unseres Unternehmens geworden. Und ich bin davon überzeugt, dass uns dies bei zukünftigen Herausforderungen sehr zugutekommen wird.

Im wörtlichen Sinn bieten wir über unsere zahlreichen EnBW-Betriebssportgruppen vielfältige Bewegungsangebote an: Diese reichen von Badminton, Fußball, Klettern, Volleyball bis hin zu Yoga oder Zumba, um nur einige Beispiele zu nennen. Ergänzend können im Rahmen unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements Impulsvorträge und Kurse zu Themen wie Ernährung, Resilienz, Work-Life-Balance und vieles mehr besucht werden.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die EnBW als Partner von Spitzensportveranstaltungen im Gerätturnen in der Turnmetropole Stuttgart aktiv. Worauf führen Sie dies zurück?
Der EnBW DTB Pokal ist sicherlich eine Leuchtturmveranstaltung im Turnsport. Er ist eine wichtige Präsentationsplattform der Spitzen-Turnerinnen und -Turner. So können diese wiederum als Vorbilder für den Nachwuchs fungieren. Das stärkt das Ansehen des Turnsports insgesamt, jedoch vor allem auch die Motivation der jungen Turnerinnen und Turner.

Gibt es ein besonderes Erlebnis in Verbindung mit der Turnbewegung, das Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Während meiner aktiven Zeit habe ich selbst an Landes- und Bundesturnfesten teilnehmen dürfen. Ganz besonders in Erinnerung ist mir dabei das Deutsche Turnfest im damals noch geteilten Berlin geblieben. Die Größe der Veranstaltung, die Vielfalt der sportlichen Aktivitäten und die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren ein sehr einprägsames und schönes Erlebnis.

In diesem Jahr feiert der Schwäbische Turnerbund das 175-Jahr-Jubiläum. Wie bewerten Sie diesen Meilenstein des mitgliederstärksten Sportverbands in Baden-Württemberg?
Das ist eine stolze Leistung, zu der wir als fest in Baden-Württemberg verwurzeltes Unternehmen herzlich gratulieren. Ob Kinderturnen und Nachwuchsförderung oder Wettkampf- und Spitzensport, als Fachverband setzt sich der STB erfolgreich für optimale Rahmenbedingungen für alle Sport- und Bewegungsangebote ein. Dabei darf man nicht vergessen, dass in den Vereinen sehr viel Einsatz im Ehrenamt geleistet wird. Das möchten wir als Unternehmen gerne unterstützen, denn das Ehrenamt ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. Nur derart kann in den rund 1800 angeschlossenen Turnvereinen die große Vielzahl sportlicher Aktivitäten, unabhängig von Alter oder Leistungsstand und nah vor Ort, angeboten werden.

Besonders für Kinder und Jugendliche ist das wichtiger denn je, da der Nachwuchs immer mehr Stunden sitzend vor dem Computer, dem Fernseher und mit dem Smartphone in der Hand verbringt. Dabei ist Bewegung Grundlage für bessere Konzentration, höhere geistige Leistungsfähigkeit oder stabilere Gesundheit. Das beginnt in jungen Jahren und reicht bis ins hohe Alter. In diesem Bereich leisten die Turnerbünde mit ihren angeschlossenen Vereinen sehr viel wichtige Basisarbeit und sind auch ständig dabei, neue sportwissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen oder auch neue und attraktive Sportarten in ihr Programm aufzunehmen.

Hier gibt es weitere Informationen zum 175-Jahr-Jubiläum des Schwäbischen Turnerbunds

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