Erfolgreiches Wochenende für Turner des STB

Positives Fazit der Deutschen Jugendmeisterschaften und des Deutschlandpokals der Gerätturner.

Am Wochenende war der Turnnachwuchs zu Gast in Schwäbisch Gmünd, um die deutschen Jugendmeisterschaften samt Deutschlandpokal auszutragen. Bundesnachwuchstrainer Jens Milbradt zog nach der dreitägigen Veranstaltung am Wochenende in Schwäbisch Gmünd ein positives Fazit, sowohl was die gezeigten Leistungen betraf als auch die Umsetzung des vorgeschrieben Hygienekonzeptes.

Die Turner mussten bei ihren Wettkämpfen ohne Zuschauer auskommen. Der Ausrichter TV Wetzgau hatte alles sehr gut organisiert, Turner und Trainer zeigten sich im Umgang mit den Bestimmungen, darunter das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, ebenso diszipliniert wie die Kampfrichter und die Wettkampfleitung. „Das Hygienekonzept wurde zu 100 Prozent umgesetzt“, lobte Milbradt.

Die Leistungen litten darunter offenbar nicht. Obwohl das Training durch die Einschränkungen für alle Athleten zwischenzeitlich schwierig geworden war, resümierte der 51-Jährige in der Spitze einen Leistungsanstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr. Milbradt führte das darauf zurück, dass die Kaderathleten frühzeitig wieder ins individuelle Training einsteigen konnten und die Heimtrainer mit ihnen gute Arbeit leisteten. „Kompliment dafür“, sagte der Coach. Zudem habe man bei den Älteren bereits im Juni wieder die Lehrgänge aufgenommen, und obwohl der DTB später die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften im Dezember absagte, sei die Aussicht, daran womöglich teilzunehmen, für viele eine besondere Motivation gewesen, deren Wirkung bis heute vorhalte. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Lage auch bald wieder internationale Wettkampfauftritte zulässt“, sagte Milbradt.    

Drei Junioren in der Kür über 80 Punkte

In der Altersklasse (AK) 17/18 stellte er positiv heraus, dass gleich drei Turner im Sechskampf je einmal ein Resultat über 80 Punkte lieferten. „Das ist im Jugendbereich schon etwas Besonderes“, betonte Milbradt. Nach zwei Kürdurchgängen sicherte sich in diesem Dreikampf um die Podestplätze Nils Matache (SC Berlin) mit insgesamt 158,45 Punkten den Titel vor Valentin Zapf (TSV Unterföhring/157,80) und Arne Halbisch (TSV Baltmannsweiler/156,80).

In der AK 15/16 dominierte Timo Eder (MTV Ludwigsburg) die Konkurrenz mit 131,425 Punkten aus Pflicht und Kür und hob sich dabei vor allem am Pauschenpferd (13,65) und am Barren (13,30) vom Rest des Feldes ab. Dort sowie an den Ringen und am Reck sicherte er sich dann auch die Einzeltitel.

In der AK 13/14 entschied Jukka Nissinen (Eintracht Frankfurt) mit 136,375 Punkten das Duell mit Jonas Eder (MTV Ludwigsburg/134,775) für sich und war auch an Boden, Pauschenpferd, Ringen und Barren der Bessere.

In der AK 12 trug ein Trio die Entscheidung unter sich aus: Florian Grela behielt mit 127,600 die Oberhand über seinen Teamkollegen aus Nordrhein-Westfalen, Nikita Prohorov (126,825), und Philipp Steeb vom Schwäbischen Turnerbund (122,525).

Bei Deutschland-Pokal lief es für die Riege des STB ausgesprochen gut. In der Altersklasse 9/10 landete die Mannschaft vor dem Team aus Nordrhein-Westfalen auf dem ersten Platz. Der STB musste sich in der AK 11/12 wiederrum dem Team aus Nordrhein-Westfalen geschlagen geben. In der AK 13/14 stellte der STB kein Team, dafür aber in der AK 15-18. Mit einem zweiten Platz hinter dem Bayrischen Turnverband konnte das Team zufrieden sein. In der Gesamtwertung des Deutschlandpokal landete der Schwäbische Turnerbund auf dem 2. Rang hinter dem Team aus Nordrhein-Westfalen.  

"Wir können nach diesen Titelkämpfen positiv in die Zukunft sehen", sagte Milbradt. Jedoch reiche es nicht, wenn in jeder AK nur zwei oder drei Turner starke Leistungen bringen; da müsse es mehr Breite an der Spitze geben. 

Großen Zuspruch erfuhr der Livestream im Internet, wo man sich nach Wunsch jede Übung oder auch die fachkundig moderierte Fassung einzelner Vorträge anschauen konnte.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Livestream:

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