Kultur des Hinsehens und Handelns: STB-Schutzkonzept

Der STB hat sich verpflichtet, das Thema „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“ als essenzielle Aufgabe im Verband zu verankern und umzusetzen. Passend dazu verabschiedete nun das STB-Präsidium ein Schutzkonzept.

„Das Konzept stellt eine Ergänzung zum Ethik-Code des STB dar und soll das Thema sexualisierte Gewalt im Speziellen detailliert abbilden und die Maßnahmen zur Prävention und Intervention des STB aufzeigen“, erklärt Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds. Als Teil der Turnbewegung in Deutschland orientiert sich der STB hinsichtlich Formulierungen und Vorgehensweise am Präventionskonzept des Deutschen Turnerbundes und als Teil des organisierten Sports in Württemberg an den Empfehlungen des Württembergischen Landessportbundes und der Württembergischen Sportjugend.  

Das Schutzkonzept des STB versteht sich als fortlaufendes Dokument, das bei neuen Erkenntnissen und Entwicklungen stets aktualisiert wird. Es gilt sowohl für die eigenen Trainings- und Wettkampfstrukturen als auch für sämtliche Untergliederungen des Verbandes. Der Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Kinder- und Jugendlichen. Die Inhalte lassen sich aber ebenso größtenteils auf den Schutz von Erwachsenen übertragen und anwenden. „Da innerhalb der Turnsportarten der direkte Körperkontakt und ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis eine große Rolle spielen und bei vielen Hilfestellungen unabdingbar sind, messen wir dem Thema Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt eine sehr hohe Bedeutung zu und wollen im Rahmen unserer Verantwortung unter dem Dach des STB schützen und unterstützen. Wir verurteilen jegliche Form von körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt und appellieren an alle Mitglieder, Vereine, Turngaue, Übungsleiter und Trainer sowie STB-Mitarbeiter hinzuschauen, abzuwägen und zu handeln, um Missbrauch im Sport keine Chance zu geben“, so Wolfgang Drexler.

Das Konzept erläutert unter anderem Täterstrategien und Risikoanalysen, außerdem zeigt es präventive Maßnahmen auf und soll die Turngaue sowie Vereine bei der Arbeit in diesem Themenfeld unterstützen.  „Wir sehen dieses umfassende Konzept auch als Anregung für die Turngaue und Vereine im Verbandsgebiet, um in ihren Verantwortungsbereichen sich ebenfalls intensiv und umfassend mit diesem wichtigen und drängenden Thema auseinanderzusetzen. Dabei bieten wir unsere Unterstützung an“, sagt Präsident Drexler.

Ab sofort gibt es im Schwäbischen Turnerbund zwei Ansprechpartner zum Thema sexualisierte Gewalt. Bei Beratung und Verdachtsmeldungen ist Vertraulichkeit gewährleistet. Zudem strebt der STB zusätzlich eine Partnerschaft mit einer externen Beratungsstelle als Ombudsstelle für dieses Thema an.

Weitere Informationen und Daten zu den verschiedenen Kontaktstellen gibt es auf folgender Website: stb.de/sexualisiertegewalt

 

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