Institut für Sportgeschichte ehrt STB für 30 Jahre Mitgliedschaft

Beim Jubiläums-Symposium „Den Sport organisieren – Zur Geschichte und Zukunft der Sportvereine und –verbände in Deutschland“ ist der Schwäbische Turnerbund für 30 Jahre Mitgliedschaft beim Institut für Sportgeschichte geehrt worden.

Das 30-Jahr-Jubiläum des Instituts für Sportgeschichte war ein willkommener Anlass, gemeinsam mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS), die ihren 20. Geburtstag feiern konnte, ein zweitägiges Symposium in den altehrwürdigen Mauern des Klosters Maulbronn zu veranstalten. 

Vereine und Verbände stehen in der heutigen Zeit vielfältigen Herausforderungen gegenüber, die durch die sich schnell wandelnde Gesellschaft und ihre Lebensbedingungen zu Tage treten. Die Veranstalter hatten beschlossen, sich mit der Geschichte und der möglichen Zukunft dieser Institutionen zu befassen und sie näher zu beleuchten. Bei ca. 70 Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet hatte die Thematik, die von Martin Ehlers und seinem Team angeboten wurde, Interesse gefunden, sogar ein Referent aus dem Elsass hatte zugesagt.

Der Vorsitzende des Instituts für Sportgeschichte, Erich Hägele, begrüßte zunächst die die Gäste. Im Anschluss eröffnete Gundolf Fleischer als Vizepräsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg den Reigen der Gratulanten, der dann durch Grüße des Präsidenten des Württembergischen Landessportbundes, Andreas Felchle, von Dr. Thomas Fritz, Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart und von Prof. Dr. Michael Krüger, dem Vorsitzenden der DAGS, fortgesetzt wurde, welcher gleichzeitig in das Symposium einführte. Alle Redner wiesen auf die große Bedeutung hin, die Einrichtungen wie das Institut für Sportgeschichte (IfSG) und DAGS für die Erhaltung von Sportüberlieferung als wichtigem Kulturgut besäßen.

In fünf Sektionen, die äußerst kompetent moderiert wurden, wurden die Anfänge des organisierten Sports aufgezeigt, Vereine und Verbände bis 1933 dargestellt, im Anschluss Sportorganisationen im Umbruch (1933 – 1945) erläutert. Die vierte Sektion nahm Bezug auf Sport in der modernen Gesellschaft seit 1945 und last but not least wurde die Arbeit der Archivare mit dem Thema Sport im Archiv – Quellen zur Sportentwicklung deutlich gemacht. Der erste Abend wurde mit einer Podiumsdiskussion beendet, die sich zunächst Gedanken wegen der immer weiter abnehmenden Bedeutung der Sportgeschichte an deutschen Universitäten machte, um dann auf die neuen Medien und Chancen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz einzugehen. 

Am zweiten Tag konnte gegen Mittag der frühere Ministerpräsident und EU-Kommissar für Haushalt und Personal a. D., Günther H. Oettinger, ein Statement für das Ehrenamt und die Bedeutung der Vereine als „Kitt“ unserer Gesellschaft abgeben. Eingeläutet wurde der Festabend von einigen Grußworten, die allesamt die Bedeutung des IfSG für die Gesellschaft herausstellten, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL betitelte es sogar überschwänglich als „Juwel des Sports in Baden-Württemberg. Der Festvortrag „Am Ende des Lebenszyklus? Der Vereinssport und die Absteigergesellschaft“ von Prof. Dr. Henk Erik Meier, Universität Münster, bildete den sozialkritischen Abschluss des Symposiums. Im weiteren Verlauf des Festabends wurden neben dem Schwäbischen Turnerbund noch zahlreiche weitere Mitglieder und Institutionen für die langjährige Mitgliedschaft im Verein Institut für Sportgeschichte geehrt. Umrahmt wurden die Beiträge vom Hornquartett der Stadtkapelle Maulbronn und einer Voltigiergruppe aus Winnenden.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen genossen nach den beiden inhaltlich dicht gedrängten Tagen das Festessen und waren sich einig, dass es eine gelungene Veranstaltung war. 

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