Aileen Rösler holt Gold vor Leonie Adam und Christine Schuldt. Foto: Dickital

Vogel und Rösler holen Trampolin-Titel

Zum Abschluss der Finals 2023 Rhein-Ruhr gibt es nervenaufreibende Titelkämpfe im Trampolinturnen. Bei den Männern gibt es gleich mehrere Abbrüche.

Zum Abschluss der Finals 2023 Rhein-Ruhr im PSD BANK DOME in Düsseldorf kämpften am Sonntagnachmittag die Trampolinturner um die Deutschen Meistertitel. 

Das erste Finale bestritten die Frauen, bei denen sich Aileen Rösler gegen die Titelverteidigerin Leonie Adam (MTV Stuttgart) mit über einem Punkt Vorsprung durchsetzen konnte. Am Morgen erst vom Weltcup im portugiesischen Coimbra angereist, ließ sich die 23-Jährige vom MTV Bad Kreuznach nichts vom Reisestress anmerken und zeigte eine Übung mit sehr sauber geturnten Sprüngen, für die sie vom Kampfgericht mit 52,980 Punkte belohnt wurde. Die erfahrenste Turnerin im Feld, Leonie Adam, musste in ihrer Übung etwas kämpfen, konnte aber ihre Routine ausspielen und brachte die Übung mit 51,690 Punkten zu Ende. Bronze ging an Christine Schuldt von der TG Dietzenbach 1886, die sich im Vergleich zum Vorkampf deutlich steigern konnte und gute 51,050 Punkte erturnte.

Insgesamt zeigten die Frauen ein spannendes und enges Finale, bei denen alle Finalistinnen ihre Übungen zu Ende bringen konnten. Platz vier ging mit einer Wertung von mehr als 50-Punkten an Luka Kristien Frey (SV Brackwerde; 50,030), vor Marrit Ramacher (MTV Vorsfelde 1862; 49,470) und Gabriele Stöhr (Munich Airriders; 49,620). Die Jüngste im Feld, Lena Jentsch vom SC Cottbus belegte mit 49,420 Punkten Rang sieben vor Bettina Wöll (Munich Airriders) mit 48,970 Punkten.

Erfolgreiche Titelverteidigung für Vogel

Im Gegensatz zu den Frauen gab es im Finale der Männer mehrere Abbrüche zu verbuchen – darunter auch bei Mitfavoriten um den Titel. 

Als zweiter Starter betrat Matthias Pfleiderer vom MTV Stuttgart das Trampolin und zeigte eine starke Übung, in der er seine Sprünge sauber nach oben turnte. Seine 57,380 Punkte hielten stand bis Titelverteidiger Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach) an den Start ging. Wie sein Teamkollege war auch Vogel erst am Morgen vom Weltcup in Portugal zurückgekehrt und zeigte dennoch eine sehr gute Übung, in der er nur einmal etwas nachkorrigieren musste und es so spannend machte. 57,600 Punkte reichten dann aber, um seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Bronze ging mit 53,590 Punkten an den 17-jährigen Adrian Thomson von der TG Münster 1862.

Caio Lauxtermann (SC Cottbus), der im Vorkampf die höchste Punktzahl erturnte und am Vortag noch gemeinsam mit Fabian Vogel Weltcup-Silber im Synchron holte, startete gut, musste aber seine Übung abbrechen, nachdem er zu nah an die Matte kam. Ähnlich erging es Tim-Oliver Geßwein (MTV Stuttgart), der ebenfalls stürzte. Matthias Schuldt (TG Dietzenbach), der sich zwei Tage zuvor noch ins Halbfinale des Weltcups turnte, hatte im Vorkampf Probleme mit seinen Übungen und verpasste das Finale. Jan-Eike Horna vom MTV Bad Kreuznach qualifizierte sich zwar fürs Finale, musste nach einem Sturz beim kurzen Einspringen auf dem Wettkampfgerät seinen Start jedoch absagen.

Verleihung Carl-Schuhmann-Medaille

Im Rahmen der Trampolinwettkämpfe wurde an Fabian Vogel, Matthias Pfleiderer, Matthias Schuldt und Tim-Oliver Geßwein die Carl-Schuhmann-Medaille für ihre besonderen Leistungen bei den Weltmeisterschaften 2022 in Sofia verliehen. DTB-Vizepräsidentin für den Olympischen Spitzensport, Ulla Koch, sowie der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes, Thomas Gutekunst, übernahmen die Ehrung der Athleten. In Sofia holten sich Fabian Vogel und Matthias Pfleiderer Gold im Synchronwettbewerb sowie Bronze im Team mit Schuldt und Geßwein.

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