Tabea Alt und Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg.

"Wir brauchen mehr Leute wie Tabea Alt"

Ein sportliches Ausnahmetalent sein und gleichzeitig noch eine gute Schülerin: Spitzenturnerin Tabea Alt zeigt, wie das geht?

Andreas Felchle, Präsident des Württembergischen Landessportbunds, bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen mehr Leute wie Tabea Alt“. Damit spielt er auf den sportlichen und schulischen Ehrgeiz, die enorme Disziplin und Motivation der 17-jährigen Turnerin hin. Für ihre Leistungen wurde die gebürtige Ludwigsburgerin Tabea Alt vom Präsidenten des Stuttgarter Sparkassenverbands Peter Schneider als Eliteschülerin des Jahres 2017 ausgezeichnet.

„Tabea ist eine beispielhafte Schülerin und das trotz vieler Fehlzeiten“, scherzt Schneider bei der Preisübergabe über die Schulstunden, welche die Schülerin des Wirtemberg-Gymnasium aufgrund ihrer sportlichen Verpflichtungen versäumt. Etwa 28 Stunden Training pro Woche stehen 26 Schulstunden gegenüber. Und wie lässt sich das unter einen Hut bringen? „Wir Trainer arbeiten eng mit der Schule zusammen und versuchen dadurch jeder Schülerin individuell, alle Möglichkeiten zu bieten“, beschreibt Tabeas Stuttgarter Heimtrainerin Marie-Luise Probst-Hindermann die Herausforderungen einer einheitlichen Trainingsgruppe. „Der Vorteil an der Zusammenarbeit mit einer 'offenen' Schule, wie dem Wirtemberg-Gymnasium und dem Kunst-Turn-Forum Stuttgart ist, dass sich jede Turnerin vor allem mit Blick auf eine berufliche Zukunft frei entfalten kann. Sie lernen dabei früh, ein eigenes Zeitmanagement zu entwickeln. Das ist ein Vorteil gegenüber eines vorgegebenen Internat-Systems“, lobt Bundestrainerin Ulla Koch die dadurch entstehende Selbstständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Stuttgarter Turnerinnen.

Die 17-jährige Ausnahmeturnerin ist nach Marie-Sophie Hindermann (im Jahr 2010) und Antonia Alicke (2014) schon die dritte Stuttgarter Turnerin, die als Stuttgarter Elite-Schülerin des Jahres geehrt wird. Marie-Sophie macht in diesem Jahr übrigens ihren Studienabschluss in Medizin, ein Bereich den auch Tabea für sich ins Auge gefasst hat: „Interessiert bin ich beruflich vor allem an der Medizin – besonders an der Sportmedizin, das wäre eine gute Möglichkeit für mich, meine bisherigen Erfahrungen später in den Beruf einfließen zu lassen“. Von der Sportlerin zur Landärztin sei doch eine super Laufbahn witzelt Schulrektor Martin Bizer anschließend.

Aber keine Angst, vorerst wird die Ludwigsburgerin dem Turnsport erhalten bleiben. Mit der Turn-WM 2019 in Stuttgart und den Olympischen Spielen 2020 in Tokio stehen zwei große sportliche Highlights bevor.

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