Landesfachtagung am 17. März 2018

In Gärtringen fand die diesjährige Landesfachtagung des STB Fachgebiets Faustball statt. Zur Teilnahme eingeladen waren die Vertreter der Mitgliedsvereine, die Ausschussmitglieder, Staffelleiter, Auswahltrainer und Fachwarte der Turngaue. Ein herzlicher Dank geht an den TSV Gärtringen, der ein sehr guter Gastgeber war. Mehr als 40 Teilnehmer begrüßte Karl Katz und er als Landesfachwart hatte die angenehme Aufgabe, drei Verdienten die STB-Ehrennadel in Bronze für ihre Arbeit zum Wohle des Faustballs zu verleihen: Thomas Glöggler, der bis Ende 2017 die Öffentlichkeitsarbeit der Faustballer im STB verantwortete, Axel Schäffer, aktuell Referatsleiter Wettkampf Aktive und Senioren, sowie Schulsport-Referatsleiter Markus Katz.
Bernd Wenzdorfer wurde eine besondere Ehrung zuteil: der „Faustball-Hansdampf in allen Gassen“ vom TV Hohenklingen erhielt für sein unermüdliches Engagement für diesen Sport den Silbernen Ehrenbrief des Deutschen Turner-Bundes aus den Händen von Karl Katz und war sichtlich überrascht.
Markus Löwe, Stellvertretender Vorsitzender des Fachgebiets Faustball, legte den Finger in eine Wunde ständigen Ärgernisses: Stichwort Strafzahlungen für Vereine, deren Mannschaften unentschuldigt oder kurzfristig nicht bei Spieltagen erscheinen. Er appellierte an das Fair-play – gegenüber den anderen Teilnehmern sowie den Ausrichtern, denen Verluste im Verkauf von Speis und Trank entstehen. Nach teils kontroverser Diskussion entschieden die Tagungsteilnehmer mehrheitlich, dass die Vereine fernbleibender Mannschaften neben der üblichen Strafzahlung nun auch eine zusätzliche Ausgleichszahlung an den Ausrichter in Höhe von 30 Euro zu entrichten haben.
Es folgten die Berichte der Referatsleiter. Axel Schäffer sprach von stabilen Meldungen bei Aktiven- Teams, einem Plus an Frauen bei weniger aktiven Senioren. Dann brachte er die Änderung der Landesspielordnung, Absatz 4.4.4.2.2 zur Sprache, die letztlich beschlossen wurde: Aufstiegsspiele gibt es erst ab dem Aufstieg in die DFBL-Ligen (also die Bundesligen). Damit wird ein früherer Passus reaktiviert.
Olaf Niemann (Jugend Wettkampf) erläuterte, dass die Anzahl der Meldungen von einst 180 auf nur noch 119 Mannschaften zurückging, sich nun aber bei 129 in der kommenden Feldrunde wieder zu stabilisieren scheint. Zudem überbrachte er die gute Nachricht, dass mit dem TV Vaihingen/Enz ein Gastgeber für das Faustball-Zeltlager Ende Juli 2018 gefunden wurde.
Der für die Kadermannschaften des STB zuständige Thomas Kübler konnte angesichts der erzielten Erfolge im Vorjahr nur schwärmen und dankte dem Schwäbischen Turner-Bund, in Person der anwesenden Birgit Roth, für die zuverlässige Unterstützung bei Planung und Finanzierung der nationalen und internationalen Meisterschaften. Er warb für die Turniere 2018: Jugend-Europapokal in Steinbach (Baden-Baden), Jugend-Europapokal in Rheinfelden/Schweiz, außerdem für bevorstehende Auswahl-Lehrgänge, für die teilweise noch Ausrichter gesucht werden.
Als echtes Problem wurde die mangelhafte Anzahl an aktiven Schiedsrichtern ausgemacht. Sehr viele Schiri-Ausweise sind abgelaufen. Deshalb der Appell an alle Vereine, ihre Mitglieder zur Teilnahme an Lehrgängen sowie Fortbildungen zu bewegen.
Markus Katz und Niklas Ehrhardt sprachen über ihr Referat Schulsport und stellten anschaulich dar, dass diese Bewegung wächst und gedeiht. 53 Mannschaften in sechs Spielklassen kämpften letzten Sommer in Schwieberdingen um jeden Ball. Die Aktivitäten in den Schulen sollen trotzdem weiter ausgebaut, Schüler-Mentoren installiert und deutlich mehr Trainer ausgebildet werden.
Als Nachfolger von Thomas Glöggler im Bereich Öffentlichkeitsarbeit stellte sich Sven Heuer vor. Er bat die Vereinsvertreter, Informationen über alle Aktivitäten zu liefern, die für die große Faustball-„Familie“ interessant sein könnten, um noch mehr Leben auf die Faustball-Website des STB zu bringen. Außerdem bot er Hilfestellung bei allen Fragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an.
Ein heißes Thema: die Änderungen im Passwesen ab 2019. Birgit Roth stand für die vielen aufkommenden Fragen zur Verfügung und brachte mehrmals Licht ins Dunkel. Sie sprach auch über die bevorstehenden Änderungen der EU-Datenschutzbestimmungen und verbreitete Hoffnung auf geplante Änderungen im „Gymnet“.
Nach der Mittagspause referierte Dirk Haase über die neue Faustball-Website www.faustball.de, die künftig die zentrale Informationsplattform für die bundesweiten Wettkampfaktivitäten bildet. Er erklärte die Besonderheiten und Möglichkeiten, die die neue Technologie für User und Gäste bietet.
Am späten Nachmittag gingen die Teilnehmer wohl überwiegend im Gefühl auseinander, dass der Faustball lebt – und damit verbunden, auch künftig vieles zu tun ist, damit das auch so bleibt.

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