Foto: Michael Joos

Corona-Lockerungen in Verbindung mit Vereinssport denken

Der Schwäbische Turnerbund sieht die fallenden Corona-Infektionszahlen in Baden-Württemberg positiv und fordert eine stufenweise Lockerung im Sport wenn auch Kitas und Grundschulen wieder in den Betrieb gehen.

„Der Lockdown in Baden-Württemberg hat die gesamte Gesellschaft und damit auch unsere Turn- und Sportvereine vor große Herausforderungen gestellt. Jetzt, wo die Infektionszahlen erfreulicherweise seit Tagen stabil sinken, erwarten wir, dass entsprechende Lockdown-Lockerungen zeitnah und schrittweise vorgenommen werden. Schließlich hat uns das die Politik zu Beginn des Lockdowns vor drei Monaten so zugesichert“, erklärt Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds.

Die Turn- und Sportvereine sind in Zeiten der Pandemie sehr verantwortungsvoll mit ihrer Aufgabe umgegangen. Deshalb war der Sport auch kein Infektionstreiber sondern ist Teil der Lösung. Denn Vereinssport ist viel mehr als nur Sport. Für viele Menschen – insbesondere Kinder und Jugendliche - ist das regelmäßige Sport-, Fitness- und Gesundheitssportangebot zur Stärkung des Immunsystems und zur Verhinderung der sozialen Vereinsamung gerade in den Herbst- und Wintermonaten wichtig. Er ist die Basis für ein langes und gesundes Leben.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Kindern, dass sie sich täglich rund 60 Minuten bewegen sollen

Dass in diesen Zeiten auf die Kinder und Jugendlichen ein besonderes Augenmerk gerichtet werden muss, haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in der Vergangenheit bestätigt. Der Schwäbische Turnerbund trägt dem ebenfalls besonders Rechnung: Aktuell entsteht ein Maßnahmen- und Produktpaket, dass die Turn- und Sportvereine beim Wiedereinstieg im Kinder- und Jugendsport speziell unterstützen wird. „Allein im Schwäbischen Turnerbund sprechen wir von knapp 100 000 Kindern im Kinderturnen bis sechs Jahre, die in den Vereinen aktiv sind. Gerade für sie ist Bewegung elementar für eine gesunde Entwicklung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Kindern, dass sie sich täglich rund 60 Minuten bewegen sollen. Wenn nun eine Öffnung in den Kitas und Grundschulen diskutiert wird, macht es aus unserer Sicht nur Sinn, wenn man das entsprechende Sportvereinsangebot ebenfalls mitdenkt und wenn geöffnet wird auch Sportangebote für die selben Kinder zulässt“, sagt STB-Präsident Wolfgang Drexler.

Klar ist: Der Schwäbische Turnerbund unterstützt weiterhin die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung der Pandemie, sieht aufgrund der sich bessernden Umstände nun aber Raum für Lockerungen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg seit dem 20. Januar unter 100. Dazu kommt der wachsende Teil an geimpften Menschen aus Risikogruppen und die Aussicht auf deutlich mehr Impfstoff im zweiten Quartal dieses Jahres.  „Natürlich darf man die mutierte Variante des Virus nicht außer Acht lassen. Wichtig für unsere Vereine mit ihren mehr als 700 000 Mitgliedern ist jetzt eine klare kurz- und mittelfristige Perspektive in den Sporteinstieg“, sagt Matthias Ranke, Geschäftsführer des Schwäbischen Turnerbunds. 

Der Schwäbische Turnerbund bietet bei der Planung und Umsetzung weiterhin seine Expertise und Unterstützung an. 

Denkbar wäre zum Beispiel ein Vier-Stufen-Plan, wie ihn die Landesregierung in Schleswig-Holstein bereits vorgestellt hat: Bei Stufe IV (Inzidenz landesweit mehr als 100) bliebe der Lockdown unverändert. Bereits ab Stufe III aber würden Sportanlagen für den Individualsport im Außenbereich nach 21 Tagen stabiler Inzidenz unter 100 wieder in den Betrieb gehen. „Das wäre in Baden-Württemberg, vorausgesetzt die Entwicklung der vergangenen Tage bleibt stabil, am 10. Februar der Fall“, so Matthias Ranke. 

In Stufe II (Inzidenz 21 Tage unter 50) dürften Vereinsfitnessstudios wieder öffnen. In kontaktarmen Sportarten könnten zudem Sportgruppen für Kinder bis zwölf Jahre in festen Kohorten mit maximal zehn Personen zugelassen werden, außerdem dürften Sportanlagen für Individualsport im Innenbereich öffnen. „So ein Stufenplan wäre eine Regelung, der wir aus aktueller Sicht, einiges abgewinnen können“, sagt Matthias Ranke.

Der Schwäbische Turnerbund bittet die Politik, wo es möglich ist, Lockerungen vorzunehmen und bietet bei der Planung und Umsetzung weiterhin seine Expertise und Unterstützung an. 

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