Praxis-Beispiel zur Inklusion von Kindern im Turnen

TSV Herrlingen

Gabi Krämer erzählt von der Mundpropaganda in ihrem Verein

Ich selbst habe eine Tochter mit einer Behinderung, die immer mit in den Gruppen dabei war. Das hat sich rumgesprochen, so dass mit der Zeit auch andere Eltern ihre Kinder angefragt und zu uns in die Gruppe geschickt haben. Wir haben keine Kooperation, sondern bei uns ging das ganze über Mundpropaganda. Ideen, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Verein dem Thema Inklusion offen gegenübersteht, ist die Bekanntmachung und Kommunikation der Offenheit bei Arztpraxen, Behinderteneinrichtungen und Schulen. Wichtig war die Anschaffung von angepassten Turngeräten und Hilfsmitteln, ganz abhängig von den Teilnehmern in der Gruppe. Hindernisse und Barrieren gab es eigentlich nicht. Ich habe die Kinder einfach aufgenommen. Eingangs waren es acht behinderte Kinder, die ich als alleinige Übungsleitung in meiner Stunde betreut habe. Seit 2019 habe ich einen Schüler im Team, der mich unterstützt. Durch meine beeinträchtigte Tochter habe ich reichlich Erfahrung gesammelt, dennoch bin ich der Meinung, dass man einfach offen sein sollte für die besonderen Kinder. Um Sicherheit zu bekommen, macht auf alle Fälle eine Fortbildung in erster Hilfe, falls es mal zu Krampfanfällen kommt, Sinn. Ich freue mich über jeden Verein, der das Thema in die Hand nimmt und Kindern mit Behinderung ermöglicht am Vereinsleben teilzunehmen. Hier bin ich auch jederzeit bereit bei Fragen zu unterstützen, gebe Hilfestellung oder komme auch, je nach Entfernung, gerne mal in Euren Verein vorbei.