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Mit einem 3:0-Sieg holten sich die deutschen Faustballerinnen den WM-Sieg. | Foto: U.Spille

Vier schwäbische Weltmeisterinnen

Geschafft – und wie! Das Endspiel um die Faustball-Weltmeisterschaft der Frauen war kurz und schmerzvoll für die Österreicherinnen. Die deutsche Auswahl mit drei herausragenden Schlagfrauen und einer souveränen Zuspielerin aus den schwäbischen Vereinen TSV Calw und TSV Dennach spielte wie entfesselt auf. Die ursprünglich in Chile geplante WM 2020 wurde Pandemie-bedingt zunächst auf 2021 nach Jona/Schweiz verlegt, letztlich sprang Österreich mit dem Faustball-Hotspot Grieskirchen als Gastgeber ein.

Bei dem überraschend deutlichen 3:0-Finalsieg (11:4, 11:3, 11:7) gegen Österreich sowie im Halbfinale beim 3:0 gegen Chile (11:3, 11:8, 11:5) setzte Bundestrainerin Silke Eber auf ihre erfahrenste, von vielen internationalen Turnieren gestählte Aufstellung: mit Steffi Dannecker (TSV Calw) und Sonja Pfrommer (TSV Dennach) im Angriff, Anna-Lisa Aldinger (Dennach) im Zuspiel, Theresa Schröder (TV Jahn Schneverdingen) und Michaela Grzywatz (Ahlhorner SV) in der Abwehr. „Steffi hat glaube ich eine Angabenquote von 45 Prozent Assen gehabt. Das ist einfach unglaublich“, staunte nicht nur Silke Eber nach dem Endspiel, sondern auch ihre Teamkolleginnen und mehrere Hundert zugelassene Zuschauer. Die erfahrenen Dennacherinnen Sonja Pfrommer und Anna-Lisa Aldinger traten ebenfalls einmal mehr mit gewohnter Souveränität und Durchschlagskraft auf. So jubelte die deutsche Auswahl über den neuerlichen Titel – den vierten in Serie für Deutschland, den vierten für die drei Endspiel-Protagonistinnen und den ersten für Henriette Schell (Calw).

Auch wenn „Henni“ Schell in den Finalspielen als Reservistin von der Seitenlinie zuschauen musste, so demonstrierte die junge, sichere und nervenstarke Schlagfrau bereits am ersten WM-Tag, dass ihr die Zukunft im Adler-Dress gehört. Auch da ging es schon gegen Chile (3:0) und Österreich (3:1), der Turniermodus wollte es einfach so. Bereits zum sechsten Mal in Folge stand Deutschland im WM-Endspiel und feierte seinen 47. Länderspielsieg in Folge. Österreich war erstmals seit 2014 im Finale. In der schwächeren B-Gruppe und in den Spielen um die Plätze 5 bis 8 spielte Serbien groß auf, besiegte Dänemark, Tschechien und die sieglos gebliebenen Belgierinnen jeweils mit 3:0 und wurde somit WM-Fünfter hinter Deutschland, Österreich, der Schweiz und Chile.

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