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Foto: Dedicated Sports | DTB

Emelie Petz über die Olympischen Spiele

Für Turn-Küken Emelie Petz ging es in diesem Jahr zu ihren ersten Olympischen Spielen, wenn auch "nur" als Ersatzturnerin. Wie die letzten Wochen für die 18-jährige waren und wieso sie enttäuscht war, hat sie im Interview verraten.

Emi, für dich sind es die ersten Olympischen Spiele. Was war das für ein Gefühl als du nominiert wurdest?

Ich habe mich natürlich sehr gefreut und werde versuchen das Team bestmöglich zu unterstützen. Ich werde alles dafür tun, dass es jedem gut geht, damit sie am Ende auch die Leistung bringen können, die man sich für Olympia wünscht. Und ich fiebere natürlich von Joetsu aus mit und drücke alle Daumen, die ich habe.

Hand aufs Herz – du bist zwar Teil des Teams, aber erstmal auch „nur“ Ersatzturnerin. Da ist man ja bestimmt nicht nur glücklich?

Ich war natürlich auch erstmal enttäuscht. Aber weniger weil ich nicht im Team war, sondern von mir selbst. Weil es am Ende ja doch sehr knapp war. Aber durch das, was ich in den letzten Wochen alles geschafft habe, war ich auch trotzdem sehr stolz. Ich bin zwar Fünfte, aber bin trotzdem dabei und kann schon ein bisschen Olympia-Luft schnuppern und freue mich jetzt auf die Erfahrung.

Wie sehen für dich die nächsten Wochen aus?

An sich sehen meine nächsten Wochen gleich aus wie die der anderen, denn sollte sich jemand verletzen springe ich ein und turne einen Vierkampf. D.H. ich bin bei den Vorbereitungslehrgängen dabei und fliege auch mit nach Japan. Wenn die anderen dann nach Tokio fliegen bleibe ich im Trainingslager und halte mich dort noch eine Woche fit. Und wenn sich dann hoffentlich bis zum ersten Wettkampf niemand verletzt hat, fliege ich wieder zurück.

Was machst du für dich in der Vorbereitung?

Ich arbeite weiterhin mit meiner Mentaltrainerin zusammen, das ist sehr wichtig für mich. Und ich versuche die nächsten Wochen weiterhin in der Schule am Ball zu bleiben, damit ich nicht allzu viel verpasse. Denn nächstes Jahr steht mein Abitur an. Aber mein Fokus liegt natürlich ganz klar auf dem Sport die nächsten Wochen.

Wie schätzt du die Chancen des deutschen Teams ein?

Ich hoffe natürlich sehr, dass sie es ins Teamfinale schaffen. Das ist aus meiner Sicht auch realistisch, wenn sie einen guten Wettkampf turnen. Und ich hoffe auch, dass Eli es nochmal ins Barrenfinale schafft und als Abschluss nochmal eine schöne Übung turnt. Und vielleicht landet sie ja auch auf dem Treppchen.

Wie aufregend ist die momentane Zeit für dich?

Es ist sehr aufregend im Moment. Die Zeit vor den Olympia-Qualifikationen war für mich tatsächlich noch aufregender, weil es mein erster Vierkampf nach der Heim-WM in Stuttgart 2019 war und ich davor keinen Vierkampf turnen konnte. Und jetzt bin ich gerade sehr glücklich und freue mich einfach auf die Zeit.

Informationen zu den Olympischen Spielen und Videos von Emelie, Kim Bui, Elisabeth Seitz und Trainer Robert Mai findet ihr auf unserem Instagram- oder Facebook-Kanal.

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