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Hilferuf von 50 Vereinen an die Landesregierung

Der zweite Lockdown hat den organisierten Sport schwer getroffen. Daher haben sich 50 Sportvereine aus Württemberg, die zusammen für etwa 250.000 Mitglieder stehen, in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann und Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann gewandt, um auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen.

Es sind vor allem die Ungewissheit um die Zukunft und die sozialen Auswirkungen, die die Vereine neben den finanziellen Folgen erheblich belasten. Die Initiative entstand im Rahmen der als Video-Konferenz durchgeführten Gesprächsrunde der Großvereine im WLSB am 17. November.

Die unterzeichnenden Sportvereine seien sich der aktuellen Situation im zweiten Lockdown und der sich aus der pandemischen Lage ergebenden Notwendigkeiten bewusst, heißt es aus dem Kreis der 50 Vereine. Aber aufgrund der Auswirkungen auf den Sport wolle man mit dem offenen Brief zum einen eine direkte Meldung aus dem Vereinsalltag geben und zum anderen um Unterstützung für die anstehenden Herausforderungen bitten. Dabei werde die geleistete Arbeit der Politik sehr wohl wertgeschätzt.

Doch vor allem für die Ehrenamtlichen sei der neuerliche Lockdown, von dem keiner wisse, wie lange er dauern wird, ein herber Schlag. Die Frustration durch die unvermeidliche Untätigkeit wie auch die Perspektivlosigkeit sitze mittlerweile tief, heißt es in dem Brief an die Landesregierung. Wörtlich: „Und so erreichen uns nun im zweiten Lockdown zunehmend Stimmen auch von langjährigen Funktionsträgern, die sich ein Leben ohne Ehrenamt vorstellen können.“

Dabei sei die Bereitschaft in den Sportvereinen hoch, die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie solidarisch mitzutragen und umzusetzen. Denn gerade der Sport wisse, wie wichtig es sei, sich an Regeln zu halten, bekennen die 50 zeichnenden Vereine. Denn Regeln seien eben nicht nur eine Beschränkung der individuellen Freiheit, sondern vor allem Voraussetzung für ein faires sowie rücksichts- und verantwortungsvolles Miteinander.

Es sei für die Vereine aber sehr schmerzhaft gewesen, dass der Sport bei der Lockdown-Entscheidung allein dem Freizeitbereich zugeschlagen wurde und die wichtige gesellschaftliche Arbeit in den Bereichen Kinder und Jugendliche wie auch Gesundheit gar keine Berücksichtigung gefunden habe. Die 50 Vereine wünschen sich daher, dass „gerade der Kinder- und Jugendsport schnellstmöglich wieder zugelassen“ wird, wenn die Entwicklung der Infektionszahlen dies erlaube.

Abschließend begrüßen die 50 Vereine einen Beschluss der Sportministerkonferenz vom 12. November. In diesem heißt es, man wolle „in Kooperation mit den Sportorganisationen, dem Bund und den Kommunalen Spitzenverbänden, die gemeinnützigen Sportvereine als zentrales Element der Sportentwicklung in Deutschland [zu] stärken und deren Zukunftsperspektiven auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiter[zu]entwickeln.“ Genau das wünschen sich die Unterzeichner des Offenen Briefes an die Landesregierung: Gemeinsam Zukunftsperspektiven für den Sport im Land schaffen. Daher unterstützen sie auch die Position von Sportbünden und LSV hinsichtlich der anstehenden Solidarpakt-Verhandlungen.

Zum offenen Brief

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