Die Olympischen Spiele: Heute - in einem Jahr

Der Traum von Olympia - verschoben um ein Jahr. Niemand kann die Enttäuschung der ehemaligen Teamkolleginnen und -kollegen besser nachvollziehen, als Olympiasieger Fabian Hambüchen.

Der Einmarsch der Nationen in das Olympiastadion, die feierliche Eröffnung und die Entzündung des Olympischen Feuers, das sind Momente, die keiner der Olympiateilnehmenden jemals vergessen wird. Am heutigen Freitag (24.07.2020) wäre es erneut soweit gewesen: Für einige Athlet*innen wäre der olympische Traum Wirklichkeit geworden. Nun ist dieser, aufgrund der Corona-Pandemie und deren weltweiten Auswirkungen und Einschränkungen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), um ein Jahr verschoben worden. 

Er hat diesen Traum gleich vier mal erleben dürfen: Olympiasieger Fabian Hambüchen. Am Reck, seinem Spezialgerät, erturnte er bei den Spielen 2008 in Peking Bronze, in London 2012 Silber und krönte seine Karriere 2016 in Rio mit dem Titel Olympiasieger. Den Schmerz der Olympia-Verschiebung bei den Athlet*innen kann er daher nur allzu gut mitfühlen. Der Alltag, das Training bis hin zum familiären Umfeld, alles ist auf dieses besondere Event ausgelegt, so war es auch bei ihm damals. Das, was die Athlet*innen jetzt brauchen, so Hambüchen, sind "Kraft und Durchhaltevermögen". Auf diesen Bausteinen, da ist er sich sicher, wird der Traum von Olympia auch bis ins nächste Jahr bei allen Sportler*innen weiterleben.  

Für die Turner*innen ist die Corona-Pandemie keine einfache Situation. Nicht nur die Schwebebalkenweltmeisterin von 2017, Pauline Schäfer, musste "alle Pläne über den Haufen werfen". Auch für die Gymnastinnen der Rhythmischen Sportgymnastik rund um Daniela Huber war die Situation alles andere als angenehm. Für sie galt noch zu Beginn dieses Jahres die Qualifikation zu den Olympischen Spielen zu sichern. Doch diese Möglichkeit im Rahmen der Europameisterschaften im Mai wurde ebenso wie viele weitere Wettkämpfe zunächst einmal abgesagt. "Natürlich ist man etwas enttäuscht, weil man wirklich vorbereitet war", so Daniela Huber. Ihr Können dürfen die Gymnastinnen des Turn-Team Deutschland nun im Dezember bei den neudatierten Europameisterschaften unter Beweis stellen.

Ihnen ging es damit ähnlich, wie Trampolinturnerin Leonie Adam, die in der Lock-Down-Phase so lange wie noch nie ohne ein Training an den Geräten auskommen musste. Und auch für die 31-jährige Kim Bui, die nach London 2012 und Rio 2016 mit den Olympischen Spielen in Tokio ihre dritte Olympia-Teilnahme ansteuert, war "die Zeit selbst definitiv eine Challenge für den Kopf, weil es einem ziemlich surreal vorkam und man so eine Situation noch nicht hatte."

Dennoch konnten alle Turner*innen des Turn-Team Deutschland der außergewöhnlichen Phase auch gewisse Vorteile abgewinnen: "Jeder ist in der gleichen Situation und ich denke, es wird unsere Mannschaft nur noch stärker machen, weil wir jetzt länger Zeit haben, um zu trainieren und uns auf unseren Höhepunkt vorzubereiten", so Gymnastin Daniela Huber. Das Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen und die erfolgreiche Qualifikation dafür sind nicht nur für Leonie Adam, Pauline Schäfer, Kim Bui und Daniela Huber die Grundlage der Motivation jeden Tag aufs Neue ins Training zu gehen und für diesen einen großen Traum zu trainieren, sondern auch für viele andere Athlet*innen.

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