Rope Skipping: Luna Kosic und Jana Reiber bei den Weltmeisterschaften in den USA

Die Weltmeisterschaften im Rope Skipping fanden in diesem Jahr in Colorado Springs, USA statt. Es war das größte, jemals durchgeführte Event des Jump Rope Weltverbandes mit mehr als 1200 Athleten aus 27 Nationen. Mit dabei zwei Athleten aus STB-Vereinen.

Luna Kosic vom TB Neckarhausen trat dort in zwei Disziplinen bei der Junioren WM an. Jana Reiber vom TSV Dettingen/Erms startete beim Int. Open Tournament sowohl allein bei der Disziplin Tripple Under als auch zusammen mit ihrer Teamkollegin Luna vom TSV Dettingen/Erms zusätzlich in zwei Team-Disziplinen.

Am Austragungsort, der Ed-Robson-Arena des Colorado College war am Samstag das erste Training angesetzt. Dort konnten die Athleten die Gegebenheiten des Bodens kennenlernen und ihre Performance, bei der im Vorfeld so oft erwähnten ‚dünnen‘ Luft auf 1800 Meter austesten.

Am Sonntag starteten Jana und Luna in ihrer ersten Disziplin: Single Rope Double-Under Relay (die Skipperinnen springen hintereinander je 30 Sekunden lang Doppeldurchschläge). Die beiden belegten mit 155 Sprünge den neunten Platz in der Altersklasse der 16- bis 18-Jährigen.  Kurz danach war Jana Reiber im Triple-Under-Wettkampf dran. Sie toppte ihren persönlichen Rekord deutlich und kam mit 122 Sprüngen auf den hervorragenden vierten Platz. Zum Abschluss des Tages stand der Single Rope Pair Freestyle für Jana und Luna an. Ein fast perfekter Freestyle, der harmonischer nicht hätte sein können und dem Publikum Freude beim Zuschauen bescherte, brachte dem Team den herausragenden fünften Platz ein. Drei Top-Ten Platzierungen war der Lohn für das erst seit vier Monaten bestehende Team. Beide beendeten diesen Wettkampftag super glücklich und stolz.

Am Montagabend wurden die IJRU World Jump Rope Championships 2023 eröffnet. Für Jana und Luna ein unbeschreibliches Gefühl zusammen mit allen anderen Nationen unter tosendem Applaus in die Arena einzulaufen und die Opening Ceremony der Weltmeisterschaft von der Wettkampffläche aus zu erleben. Von der Tribüne aus wurden die unterschiedlichen Nationen mit Schlachtrufen empfangen. Die deutsche Delegation wurde mit ‚one, two, three - Germany‘ angefeuert. Dieser Ruf begleitete die deutschen Athleten die ganze Woche über und zeigte so ein beeindruckendes Miteinander unter den aktiven Skippern.

Der Höhepunkt für Luna waren ihre beiden Starts bei der Junioren Weltmeisterschaft in der Altersklasse der 12- bis 15-Jährigen am Mittwoch. Zuerst stand der 30-Sekunden-Speed-Wettbewerb an. Leider lief es nicht wie gewünscht und ein Hänger gleich zu Beginn trübte das Ergebnis, so dass am Ende mit 79 Sprüngen nur Platz 32 raussprang. Doch für Luna galt es schnell abzuhaken und sich auf ihre Paradedisziplin 3-Minuten-Speed zu konzentrieren. Ihre Trainerin Ulla Salomon und Jana unterstützen sie mental, um in den wenigen Minuten, die zwischen den zwei Disziplinen lagen, den Fokus vollkommen auf ihre Lieblingsdisziplin zu richten. Nun konnte sie zeigen, was in ihr steckt und für was die letzten Monate hart trainiert wurde.

Dies gelang vorzüglich. Durch ihre Willenskraft und den Ehrgeiz, jetzt alles rauszuholen, katapultierte Luna sich in die Weltspitze auf den 6. Platz in einem Feld von 42 Springerinnen. Mit 445 Sprüngen (nur das rechte Bein wird gezählt) toppte sie ihren persönlichen Rekord um 22 Sprünge und konnte stolz und überglücklich diesen Wettkampftag abschließen. Hinter zwei Springerinnen aus Japan, sowie HongKong, Ungarn und Korea reihte sich Luna in die Liste der Topskipperinnen weltweit und als zweitbeste in Europa ein. Für das deutsche WM-Team hatte Luna das beste 3-Minuten-Speed-Ergebnis überhaupt erzielt – egal ob Frauen oder Männer, über alle Altersklassen hinweg. Eine Topleistung.

Nun hieß es nur noch genießen, völlig entspannt den weiteren Disziplinen folgen, neue Sprünge bestaunen und auch gleich vor Ort selbst ausprobieren, die anderen Sportler anfeuern, die neu aufgestellten Weltrekorde feiern und atemberaubende Battels zu bestaunen. Und natürlich auch den Kontakt mit den anderen Nationen zu erleben. Wenn in Zukunft Mädels mit Trikots aus HongKong, Ungarn, Canada, Dänemark oder auch USA im Training zu sehen sind, weiß man, dass auch der interkulturelle Austausch geklappt hat. Auch Dank aller Unterstützer, allen voran die Trainerin Ulla Salomon, der TB Neckarhausen sowie der TSV Dettingen/Erms und den Sponsoren wurde dieses Erlebnis ein unvergesslicher Meilenstein.

 

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