Länderkampf: Hörr bester Deutscher

Am Samstag, den 30. April, wurde zum dritten Mal nach 2008 und 2012 der Vierländerkampf der Turn-Junioren (U18) in der Monheimer Sporthalle ausgetragen. Die Mannschaft aus Großbritannien dominierte dabei mit einem Start-Ziel-Sieg.

Am Samstag, den 30. April, wurde zum dritten Mal nach 2008 und 2012 der Vierländerkampf der Turn-Junioren (U18) in der Monheimer Sporthalle ausgetragen. Die Mannschaft aus Großbritannien dominierte dabei mit einem Start-Ziel-Sieg.

In der sehr gut besetzten und vor allem stimmungsvollen Monheimer Stadthalle zeigten am Samstagnachmittag die Jugendnationalmannschaften aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz ihr Können. Die Zuschauer waren begeistert von der Leistungsdichte, die ihnen hier geboten wurde.

Allen voran das Team „British Gymnastics“: Sie wurden ihrer Vorreiterrolle bei der Jugendarbeit mehr als gerecht und dominierten von Beginn an mit hohen Schwierigkeiten gespickten Übungen das Feld. Allenfalls zur Halbzeit schien der Start-Ziel-Sieg kurzzeitig gefährdet, nachdem sich am Reck und Boden einige Fehler eingeschlichen hatten und die anderen Mannschaften in Schlagweite kamen. Im Anschluss zog das britische Team allerdings wieder von dannen und siegte am Ende verdient mit mehr als acht Punkten Vorsprung.

Doch auch das U18-Turn-Team Deutschland hat in den letzten Jahren den Anschluss an die europäische Nachwuchselite nicht verpasst, sondern im Gegenteil einiges aufgeholt. Somit lagen zur Siegerehrung zwischen den Mannschaften aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland nur weniger als anderthalb Punkte – ein Wettkampf auf Augenhöhe, auch wenn es für das deutsche Team am Ende nur zum vierten Platz reichte. Bei etwas weniger Fehlern gerade zum Ende der Partie wäre sicherlich noch einiges mehr drin gewesen. Somit war man auf deutscher Seite dennoch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und darf optimistisch in die Zukunft dieses jungen Teams blicken. „Der Wettkampf war für uns sicherlich positiv, denn wenn man sich die Abstände anguckt, sind wir deutlich vorangekommen.Wir gehen gestärkt aus der Veranstaltung. Die Chancen sind da“, erklärt Junioren-Coach Thomas Andergassen. Allerdings blieb keine der Mannschaften am Wochenende fehlerfrei und so wird es für alle in eine intensive letzte Vorbereitungsphase auf die Jugendeuropameisterschaften in Bern gehen, die in knapp einem Monat stattfinden werden.


Die Dominanz der Briten zeigte sich ebenso in der Einzelwertung, die hier mit Giarnni Regini-Moran und Hamish Carter einen Doppelerfolg feiern konnten. Der beste Deutsche, Carlo Hörr vom TSV Schmiden 1902 beziehungsweise der 2. Bundesliga-Mannschaft des KTT Heilbronn, kam mit dem 10. Platz ebenfalls unter die Top-Ten in diesem starken Starterfeld. „Generell würd ich sagen, war es eigentlich ein guter Wettkampf mit Ausnahme kleinerer Fehler“ so Hörr auf der anschließenden Pressekonferenz. Tobias Radoi vom SC Riesa, der ab dieser Saison die Monheimer Bundesligamannschaft unterstützen wird, zeigte saubere und solide Übungen und kam am Ende auf einen respektablen 16. Platz.

Ergebnisse Mannschaft:
1. Großbritannien 334,80
2. Schweiz 326,70
3. Frankreich 325,95
4. Deutschland 325,30

Ergebnisse Einzelwertung:
1. Giarnni Regini-Moran (GBR) 84,45
2. Hamish Carter (GBR) 84,30
3. Robin Caillaud (FRA) 83,25
4. Cameron-Lie Bernard (FRA) 81,85
5. Samir Serhani (SUI) 81,45

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