STB gewinnt Beratungsstelle KOBRA als Partner

Der Schwäbische Turnerbund (STB) hat sich verpflichtet, das Thema „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“ als essenzielle Aufgabe im Verband zu verankern und umzusetzen. Passend dazu verabschiedete der STB bereits ein Schutzkonzept, welches nun durch die Partnerschaft mit der Fachberatungsstelle KOBRA ergänzt wurde.

„Da innerhalb der Turnsportarten der direkte Körperkontakt und ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis eine große Rolle spielen und bei vielen Hilfestellungen unabdingbar sind, misst der STB dem Thema Prävention und Intervention von und bei sexualisierter Gewalt eine sehr hohe Bedeutung zu und möchte im Rahmen seiner Verantwortung Athleten sowie Mitarbeiter schützen und unterstützen“, sagt STB-Präsident Wolfgang Drexler.

Der eingetragene Verein KOBRA ist seit über 30 Jahren spezialisierte Fachberatungsstelle in Stuttgart. Hier werden Kinder und Jugendliche, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, deren Bezugspersonen sowie Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, beraten. Der Vereinszweck liegt in der Trägerschaft von Einrichtungen und Aufgaben, die zum Ziel haben, sexualisierte Gewalt von und an Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden entgegenzuwirken. Des Weiteren sollen Ansprechpartner und handelnde Personen in die Lage versetzt werden professionell mit Verdachtsfällen umzugehen und weitere Mitglieder, Partner und Unterstützer sollen durch die Kooperation aktiviert werden.

Der STB hat sich auf den Weg gemacht das Thema Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt im Verband auf allen Ebenen in die Auseinandersetzung zu bringen und damit zu enttabuisieren. Der STB hat sich klar und deutlich positioniert „Sexualisierte Gewalt hat keinen Platz bei uns!“, und ist damit einer der ersten großen Verbände der das so deutlich ausspricht und in die Umsetzung bringt. Das hat hoffentlich Signalwirkung auf viele weitere Institutionen und Verbände, sich für das Thema sexualisierte Gewalt zu öffnen. Kinder und Jugendliche erleben dadurch, dass Trainer, Betreuer, Fachkräfte und Ehrenamtliche ansprechbar sind bei erlebten Grenzverletzung, sexualisierter Gewalt, etc. und sie mit ihren Anliegen und Fragen ernst nehmen. Das Team der Beratungsstelle KOBRA e.V. freut sich sehr auf die Zusammenarbeit und die nächsten Schritte gemeinsam mit dem STB zu gehen.

Die beiden Kooperationspartner verurteilen jegliche Form von körperlicher, seelischer oder sexualisierter Gewalt und appellieren an alle „hinzuschauen, abzuwägen und zu handeln“, um Missbrauch im Sport keine Chance zu geben.

Das übergeordnete Ziel der Zusammenarbeit ist der gemeinsame Kampf gegen sexualisierte Gewalt in unserer Gesellschaft allgemein und im Speziellen im Sport. Das Wohlergehen und der Schutz aller Athleten stehen dabei an erster Stelle. Dabei steht KOBRA nicht nur als Ansprechpartner für die Athleten zur Verfügung, sondern bildet unter anderem die STB-Mitarbeiter auf diesem Gebiet fort und unterstützt bei der eventuell nötigen Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt.

Der STB möchte innerhalb des Verbandes Aufklärung betreiben und das Thema enttabuisieren. Dafür sollen Betroffenen Möglichkeiten geboten werden, sich im Bedarfsfall melden und einfach Hilfe bekommen zu können. Des Weiteren ist es Ziel, alle Mitarbeitende im Verband zu sensibilisieren und sie im Themenfeld zu sicherem Handeln zu befähigen, unabhängig ob im Haupt- oder Ehrenamt. Durch diesen Prozess soll eine Kultur des Hinsehens und Handelns geschaffen werden.

Weitere Informationen und Daten zu den verschiedenen Kontaktstellen gibt es unter www.stb.de/sexualisiertegewalt oder www.kobra-ev.de

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