Turntag verabschiedet Beitragsanpassung

Beim Deutschen Turntag in Berlin stand die „Umsetzungskultur“ in der Zusammenarbeit der Verbandsebenen sowie eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge der Landesturnverbände im Mittelpunkt. Die 360 Delegierten stimmten einer Anpassung zu.

Beim Deutschen Turntag in Berlin stand die „Umsetzungskultur“ in der Zusammenarbeit der Verbandsebenen sowie eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge der Landesturnverbände im Mittelpunkt. Die 360 stimmberechtigten Delegierten des höchsten DTB-Gremiums stimmten einer Anpassung mit deutlicher Mehrheit zu.

Zudem stand die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 mit Hamburg sowie die Ausrichtung des Internationalen Deutschen Turnfestes 2017 in Berlin im Fokus.

Das Grußwort zum parlamentarischen Teil des Turntages sprach DOSB-Vizepräsidentin Dr. Petra Tzschoppe. Sie verwies auf die Bedeutung des DTB im DOSB-Dachverband und wünschte schließlich den Nationalmannschaften des DTB viel Glück für die anstehenden Qualifikationswettkämpfe für die Olympischen Spiele in Rio 2016.

Im Anschluss erläuterte Präsident Rainer Brechtken seine Pläne für die Zukunft und gab bekannt, dass er zum 30. September 2016 sein Amt niederlegen möchte. Er empfahl für seine Nachfolge jemanden, der sich dem Turnen verschrieben hat und der in den Strukturen des DTB verwachsen ist. Schließlich übergab Brechtken das Wort an Alfons Hölzl, dem aktuellen Präsidenten des Bayerischen Turnverbandes.

Alfons Hölzl gab wie erwartet ein Bekenntnis zur Kandidatur als DTB-Präsident für das kommende Jahr ab: „Für den Fall, dass ihr mich zum Präsidenten wählen solltet, so muss klar sein: Zaubern kann auch ich nicht, wir müssen gemeinsam, nahe am Verein unsere Arbeit machen. Gemeinsam mit starken Landesverbänden, aber auch einem starken DTB, der seine Aufgaben wahrnehmen kann, sollten wir es angehen“, so Hölzl.

Gerhard Mengesdorf, Präsident des Badischen Turner-Bundes und Mitglied in der AG Aufgabenwahrnehmung, forderte eine neue Umsetzungskultur im DTB. Einen neuen Weg der Zusammenarbeit, der ökonomisch und verpflichtend ist und die Belange der Landesverbände und des DTB berücksichtigt. Die AG Aufgabenwahrnehmung stellte zudem fest, dass der DTB in der aktuellen Haushaltslage eine Unterdeckung aufweist und daher die Kernaufgaben, in dem Maße, wie sie durch die AG festgestellt wurden, nicht wahrnehmen kann.

Es folgte der Antrag des DTB-Präsidiums zur Festlegung der Mitgliedsbeiträge für das Jahr 2017. Alfred Metzger erläuterte mit Blick auf die Ausführungen von Gerhard Mengesdorf den zusätzlichen Finanzbedarf von 490 000 Euro pro Jahr. Diese sollen dazu dienen, die Kernaufgaben, die der Verbandsrat dem DTB zugeschrieben hat, wahrzunehmen. „Wer den DTB als starken Verband erhalten will, der kann an dieser Beitragserhöhung nicht vorbeigehen“, so Metzger. Die geheime Abstimmung über die Beitragserhöhung verlief mit 224 Ja-Stimmen gegen 123 Nein-Stimmen. Sieben Delegierte enthielten sich. Dem Antrag des DTB-Präsidiums wurde somit mit klarer Mehrheit zugestimmt.

Der Hamburger Staatsrat Christoph Holstein führte den Delegierten danach in beeindruckender Weise die Planungen zur Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 vor Augen. „Wir wollen auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. Neue Bauten sollen im Anschluss wiederverwendet werden“, so der Staatsrat zum Thema Nachhaltigkeit, eine Bedingung des IOC zur Durchführung von Olympischen Spielen. Holstein will mit der Umsetzung der Bewerbung auch Vertrauen in die staatlichen Strukturen zurückgeben. Folgende Stärken skizzierte er, mit denen Hamburg bei als einer der kleineren Bewerber bei der Olympiavergabe punkten will: Kurze Wege, Nachhaltigkeit in jeder Form, seriöse Finanzierung, Traditionsstandorte/ Identifikation mit der Stadt, Bestehende Sportstätten nutzen.

Mit großem Beifall wurde der Hamburger Staatsrat von den Delegierten bedacht. Sie forderten mit einem einstimmigen Aufruf an die Bevölkerung von Hamburg und Kiel auf, beim Referendum am kommenden Sonntag für eine Bewerbung Hamburgs zu stimmen.

Abschließend präsentierte die Turnfest Geschäftsführerin Kati Brenner die Vorbereitungen und die Planungen für das Internationale Deutsche Turnfest. Ob Messe, Rahmenprogramm, Mitmachangebote, Wettkämpfe oder Stadiongala - das Turnfest-OK möchte die Veranstaltungen in hoher Qualität und mit viel Engagement umsetzen. Brenner warb um Unterstützung im Saal, um ein buntes vielfältiges Programm zusammenzustellen, mit denen die Turnfest-Teilnehmer begeistert werden sollen.

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