„Ein gemeinschaftliches Erlebnis“

Anna Kletetschka, Fachgebietsvorsitzende sowie Kampfrichterverantwortliche beim STB, hat den Team-Wettbewerb SCHOOLINMOTION erfunden. Selbst erleben, können alle Kinder diesen beim Schulaktionstag bei der Turn-WM Stuttgart 2019. Wir haben mit Anna Kletetschka über den Team-Wettbewerb gesprochen.

Anna, du hast den Wettbewerb SCHOOLINMOTION erfunden, wie kamst du auf die Idee?
Wir haben den Wettbewerb 4INMotion, der das Format „Turnen auf Zeit“ im Verein verkörpert, weiterentwickelt. Wir haben in den ersten Veranstaltungen 2016 gemerkt, dass diese Art von Wettbewerb genau das Richtige für die Jugendlichen ist. Mit 4INMotion haben wir es geschafft, Nicht-Turner zum Turnen zu bewegen. Da lag es auf der Hand, dass wir diese moderne und zeitgemäße Wettbewerbsform auch für die Schule nutzen möchten. Schon länger ist uns bewusst, dass wir für unsere Sportart den Ansatzpunkt in den Schulen wiedergewinnen müssen.

Der Wettbewerb ist als Team-Staffel aufgebaut, warum?
Durch viele Gespräche mit Jugendlichen, die zwar gerne turnen, aber weniger gerne an Wettkämpfen teilnehmen, kam die Idee der Mannschaftsstaffel auf. Gerade die Gemeinsamkeit, das gegenseitige Anfeuern und Unterstützen, macht SCHOOLINMOTION zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis. Die Schülerinnen und Schüler halten wieder zusammen und kämpfen gemeinsam um die schnellste Zeit im Turn-Parcours.

Die Team-Zeit entscheidet bei der Staffel, nicht die korrekte Ausführung. Warum hast du dich für diesen Aspekt entschieden?
Auch wenn es im Spitzen- und Wettkampfsport sehr auf die Ausführung ankommt, so ist Turnen mehr als die gestreckten Zehen in einem Element. Die Bewegung und Kontrolle des eigenen Körpers ist für mich persönlich das Erlebnis beim Turnen. Deshalb sollten vor allem Kinder und Jugendliche erkennen, dass beim Turnen die Freude der Bewegung und die Erfolge beim Verschieben der körperlichen Grenzen im Mittelpunkt stehen. Allein das Gefühl seinen Körper um eine eigene Körperachse zu drehen und dabei den Körperschwerpunkt zum Beispiel über die Handflächen zu bewegen, hat für mich bei Kindern eine größere Bedeutung, als hierbei auf die gestreckten Beine zu achten – ‚Das ist Turnen‘!

Für welche Schulklassen ist der Wettbewerb geeignet?
Das Format SCHOOLINMOTION ist variabel einsetzbar und kann daher für alle Schulklassen verwendet werden. Die Lehrkraft kann je nach Leistungsfähigkeit ihrer Schüler, die Elemente und auch die Geräte zusammenstellen und somit eine Teilnahme für alle Schülerinnen und Schüler ermöglichen. In unsere Broschüre SCHOOLINMOTION, die wir in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium sowie der Stiftung Sport in der Schule erstellt haben, zeigen wir den Lehrern alle Möglichkeiten auf, wie sie SCHOOLINMOTION ganz individuell für ihren Unterricht erstellen können.

Ihr möchtet mit eurer Schulklasse den Wettberwe SCHOOLINMOTION ausprobieren? Dann seid beim Schulaktionstag dabei!

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