Schwäbisches Trio in der Schweiz

Pauline Schäfer und Andreas Bretschneider sind beim Swiss Cup in Zürich auf dem dritten Platz gelandet. Das rein schwäbische Duo Elisabeth Seitz und Sebastian Krimmer schied im Vorkampf aus.

Die beiden in Cheminitz trainierenden DTB-Athleten Pauline Schäfer und Andreas Bretschneider erreichten mit 28,25 Punkte den dritten Platz vor der Schweiz (27,00). Sie mussten sich nur den Ukrainern Angelina Kysla und Oleg Wernjajew (29,925) und den Rumänen Larisa Iordache und Marius Berbecar (29,85) geschlagen geben.

Während Schäfer (TV Pflugscheid-Hixberg) im entscheidenden Durchgang gut durch ihre Schwebebalkenübung kam (14,25), stieg Bretschneider (14,00), der in der DTL für die KTV Straubenhardt antritt, bei dem nach ihm benannten Kovacs-Salto mit Doppelschraube am Reck ab. "Aber er musste ihn riskieren", erklärte die Chemnitzer Trainerin Gaby Frehse, "sonst hätten sie von vornherein keine bessere Platzierung belegen können."

Den Vorkampf hatten die beiden Deutschen derweil souverän für sich entschieden. Dabei überzeugte die WM-Dritte - trotz kleiner Wackler - nicht nur am Schwebebalken (14,20), sondern auch mit einer laut Frehse "sehr guten Leistung" am Boden (14,25). Ihr Partner war am Reck noch auf Sicherheit gegangen, ließ den "Bretschneider" aus und wurde trotzdem mit 14,95 Punkten belohnt. Den gleichen Wert holte der 26-Jährige auch am Barren rein.

Nicht so gut lief es für das zweite deutsche Paar, Elisabeth Seitz und Sebastian Krimmer, die beide für den MTV Stuttgart turnen. Letzterer war als Ersatz für Fabian Hambüchen eingesprungen, der wegen der Nachwirkungen einer starken Erkältung den Wettkampf kurzfristig abgesagt hatte. Allerdings hatte es jetzt die Stuttgarterin Seitz erwischt: Sie kämpfte in der Schweiz mit einer Erkältung, hatte einige Probleme am Stufenbarren (14,55) und stürzte am Boden (11,40). Derweil kam ihr Partner bis auf einen kleinen Drücker am Barren (14,50) recht gut durch seine Programme. Das bedeutete am Ende der zweiten Runde 54,95 Punkte, Rang neun und damit das vorzeitige Aus. 

Schäfer und Bretschneider hatten sich den Auftritt in Zürich mit ihrem Abschneiden vier Tage zuvor beim Mémorial Arthur Gander in Morges verdient. Schäfer gelang bei dem Traditionsturnier am Genfer See eine insgesamt sehr gute Vorstellung, und sie schob sich im Dreikampf mit 41,50 Punkten auf den zweiten Platz hinter der Rumänin und WM-Dritten im Mehrkampf, Iordache (43,50). Zudem schaffte es die 18-Jährige auch am Sprung mit 14,30 Punkten auf den Silbermedaillenrang. Am Schwebebalken belegte sie mit 13,70 Punkten ebenso den dritten Platz wie am Boden (13,50). "Die Übung am Balken war etwas wacklig, aber sie ist gut durchgekommen", erzählte Trainerin Frehse. Die WM-Bronzemedaillengewinnerin verzichtete erneut auf den nach ihr benannten Seitwärts-Salto mit halber Drehung. "Wir hatten zwischendrin ja keine Zeit zum Trainieren, sind am Montag aus Glasgow zurückgekommen und Dienstag wieder losgefahren", erklärte Frehse.

Bretschneider dominierte das mit mehreren WM-Teilnehmern besetzte Feld am Reck mit 15,95 Punkten. Dabei präsentierte er auch den nach ihm benannten Kovacs-Salto mit Doppelschraube und fing ihn sicher. Im Vierkampf belegte der 26-Jährige beim Erfolg des Ukrainers Wernjajew (61,80) mit 57,60 Punkten den fünften Platz. Er zeigte einen sicheren Sprung (14,40), hatte aber nach dem Abgang von den Ringen (13,90) und am Barren (13,35) etwas Probleme.


Weitere Infos gibt es unter www.swiss-cup.ch

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