Zukunftsforscherin beim Sportkongress

Der Stuttgarter Sportkongress gilt als der „Branchentreff“ für Vereins-Vertreter aus ganz Deutschland. Beim Jubiläumskongress vom 23. bis zum 25. Oktober kommen knapp 1000 Teilnehmer zusammen. Anmeldungen sind noch möglich.

Der Stuttgarter Sportkongress gilt als der „Branchentreff“ für Vereins-Vertreter aus ganz Deutschland. Beim Jubiläumskongress vom 23. bis zum 25. Oktober diskutieren die knapp 1000 Teilnehmer drei Tage lang gemeinsam über folgende Frage: „Sport und Bewegung in der Zukunft – mit dem Verein?“

„Wieso müssen wir uns diese Frage überhaupt stellen? Ganz einfach: Die Welt um unsere Vereine herum wandelt sich immer schneller. Wie können wir auf die immer größere Vielfalt an alter-nativen Angeboten außerhalb der Vereinswelt reagieren? Wieso wird unsere Umwelt immer mobiler, die Menschen jedoch unbeweglicher? Welche gravierenden Folgen auf den menschlichen Alltag hat dies? Wer auch in Zukunft seine Rolle als gesellschaftlicher Spieler einnehmen will, muss sich nun entsprechend auf diese Frage vorbereiten“, sagt Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds. Diese Entwicklung werde beim 10. Stuttgarter Sportkongress aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Am Auftakt-Freitag steht der kommunale Aspekt im Vordergrund, am Abschluss-Sonntag geht es um Innovation.

Der Samstag stehe ganz im Fokus der Entwicklung der Vereinsumwelt in den kommenden Jahren, heißt es in der Einladung. Eine, die sich mit der Zukunft bestens auskennt, ist Anja Kirig vom Münchner Zukunftsinstitut. Sie hat als Autorin an der Studie „Sportivity“ mitgearbeitet. Dabei kamen erstaunliche Ergebnisse zu Tage, die sie beim Sportkongress vorstellen wird. Zum Beispiel, dass es gerade im Alter von 30 bis 50 Jahren an adäquaten Bewegungs-Angeboten fehlt. Die Hälfte der Erwachsenen treibt deshalb überhaupt keinen Sport, würde sich aber mehr bewegen, wenn sie könnte.

„Das heißt, hier fehlen Angebote, der Zugang zum Sport“, sagt Anja Kirig und fügt hinzu: „Die Bedürfnisse der Menschen an Sport und Bewegung sind unterschiedlich, deshalb arbeiten wir auch mit dem Begriff Sportivity. Entscheidend ist, dass Bewegung ein wichtiger Teil des mensch-lichen Lebens ist und ein Grundbedürfnis, um sich wohlzufühlen.“

Fest stehe auch, sagt sie, dass sich Arbeit und Leben immer stärker mi-schen werden. Das bringe auch Konsequenzen für die Vereinswelt mit sich. Wer in Zukunft als kompetenter Bewegungsanbieter wahrgenommen werden wolle, müsse hier Lösungen bieten können. Ein Ansatz hierfür könnten zum Beispiel die Vereinsfitnesszentren sein.

Dies wird Anja Kirig beim Sportkongress am Samstag vortragen und in der anschließenden Podiumsrunde mit den Teilnehmern diskutieren.

Die komplette Ausschreibung und das Programm gibt es unter stuttgarter-sportkongress.de.

 

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