Deutsche Gymnastinnen überzeugen

Nach der zweiten Qualifikation der Gymnastik-WM sind beide deutschen Gymnastinnen auf einem sehr guten Weg. Jana Berezko-Marggrander hat mit einem 17. Platz im Mehrkampf gute Aussichten, dieses Finale am Freitag (11.09.) zu erreichen.

Nach der zweiten Qualifikation (08.09.) der Gymnastik-WM sind beide deutschen Gymnastinnen auf einem sehr guten Weg. Jana Berezko-Marggrander hat mit einem 17. Platz im Mehrkampf gute Aussichten, dieses Finale am Freitag (11.09.) zu erreichen.

Gleich in der ersten Subdivision traten die DTB-Gymnastinnen Laura Jung und Jana Berezko-Marggrander am frühen Vormittag mit dem Reifen an. Wie schon am Montag leitete die 19-jährige Jung vom TV St. Wendel den deutschen Auftritt ein und blieb dieses Mal Herrin über ihr Handgerät.
Unter dem anfeuernden Klatschen der Zuschauer absolvierte sie ihre Übung erfolgreich und verdiente sich solide 15,850 Punkte (Platz 46). Kurz darauf folgte ihr die Schmidenerin Berezko und hielt dem Druck ebenfalls stand: Mit einer fehlerfreien Übung erzielte sie 17,100 Punkte und liegt nun auf Rang 17 der Gesamtwertung.

Beide waren sehr zufrieden mit ihren Leistungen: „Ich bin froh, die Übung heute gut gemeistert zu haben“, erzählte Berezko strahlend. Vor ihren Verwandten und Freunden in der Porsche Arena anzutreten, gebe ihr einerseits Kraft, erhöhe aber gleichzeitig ihren psychischen Druck. „Ich möchte hier zeigen, was ich kann – und dass viel Arbeit hinter dem steht, was wir machen.“

Als WM-Botschafterin wolle die 19-Jährige ihre Sportart repräsentieren und mehr Anerkennung für die Rhythmische Sportgymnastik gewinnen. „Eine Olympia-Qualifikation wäre dafür sehr wichtig“, erklärte die Schmidenerin, „ich gebe alles dafür, in das Mehrkampffinale am Freitag zu kommen und dort schon die direkte Qualifikation für Rio zu schaffen.“

Ihre Team-Kollegin Laura Jung wollte an diesem zweiten WM-Wettkampf in erster Linie ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen, das nach einer missglückten Ball-Kür am Vortag deutlich angeschlagen gewesen war. „Heute habe ich mir vorgenommen, viel aggressiver zu turnen, denn ich habe hier nichts zu verlieren“, so Jung. „Jetzt ist der ganze psychische Ballast von mir abgefallen und ich kann mich darauf konzentrieren, in den kommenden Tagen weiter stark anzugreifen.“

Das gymnastikbegeisterte Publikum in der Porsche Arena feuerte die deutschen Starterinnen wie auch ihre internationalen Konkurrentinnen lautstark an. Die vorübergehende Mehrkampf-Führung übernahm Ganna Rizatdinova aus der Ukraine (36,332) – die russische Favoritin Yana Kudryavtseva trat verletzungsbedingt nicht mit dem Reifen an.

Dennoch wird sie im anschließenden Ball-Finale versuchen, ihren Weltmeistertitel mit diesem Gerät zu verteidigen. Ihre Landsfrau Aleksandra Soldatova setzte sich gegen ihre Konkurrentinnen durch zieht als Favoritin (18,666) in das Reifen-Finale ein.

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