Turn-EM: Kein Finalplatz für Krimmer

STB-Turner Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart) verfehlte bei der EM in Montpellier nach mehreren Fehlern um 0,065 Punkte die Entscheidung am Freitag im Mehrkampf.

Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart) verfehlte bei den Turn-Europameisterschaften in Montpellier/FRA nach mehreren Fehlern um 0,065 Punkte die Entscheidung am Freitag im Mehrkampf. "Leider hat das Traum Comeback nicht funktioniert. Aber der Weg nach Rio hat begonnen. Dem Körper geht's gut und das Training kann nächste Woche direkt weiter gehen. 14.000 am Pferd trotz Absteiger zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin", schrieb der Stuttgarter Turner nach dem Wettkampf auf seiner Facebookseite.

Der Hallenser Matthias Fahrig ist dagegen am Sprung in die Entscheidung am Sonntag (19.4.) eingezogen.

Dabei ging die Taktik, die Matthias Fahrig gemeinsam mit Cheftrainer Andreas Hirsch ausgeklügelt hatte, auf. Die beiden hatten entschieden, dass der 29-Jährige in der Qualifikation im ersten Versuch den Roche (Überschlag mit Doppelsalto vorwärts) ohne zusätzliche Längsachsendrehung zeigen sollte. "Sicherheit statt Schwierigkeit", lautete somit die Devise. Zwar musste Fahrig bis zum letzten Starter zittern, doch dann stand fest, dass er mit seinem Mittelwert von 14,766 Punkten als Achter den Sprung ins Finale gerade so geschafft hatte. Am Boden dagegen verpasste der frühere Europameister nach mehreren Fehlern und einem Sturz sein Ziel. "Ich war vorher sehr zuversichtlich, aber Wettkampf ist Wettkampf, das kannst du vorher nicht trainieren", sagte Fahrig enttäuscht.

Nicht nur Sebastian Krimmer zeigte eine unter seinem Niveau liegende Leistung. Lukas Dauser (TSV Unterhaching) vergab seine durchaus realistische Chance auf das Barrenfinale, als er bei seiner sonst makellosen Übung mit dem Bein einen Holm touchierte, und auch für die anderen deutschen Starter Philipp Herder (SC Berlin), Christopher Jursch (SC Cottbus) und Waldemar Eichorn (TV Germania Dillingen) war in dem internationalen Feld nichts zu holen.

Cheftrainer Hirsch zeigte sich nach dem Wettkampf sehr enttäuscht: "Das hat heute keinen Spaß gemacht", sagte er. Doch man dürfe die schwachen Leistungen nicht alle über einen Kamm scheren, sondern müsse bei den einzelnen Turnern differenzieren. So sei beispielsweise Krimmer verletzungsbedingt "ein Jahr weg gewesen", und Jursch habe sich zumindest aus dem S-Kader heraus "erst mal wieder in den Pool geturnt". Trotzdem hatte sich Hirsch von seinen Männern mehr versprochen.

Der DTB wird an allen Wettkampftagen aus Montpellier im Liveticker berichten. Unter www.dtb-liveticker.de kann das Wettkampfgeschehen aus der Park&Suites Arena live mitverfolgt werden.  Oder im  ab Freitag Livestream bei Eurovision, der auch in Deutschland zu sehen sein sollte.

Zeitplan:

Freitag 17.04.
- 14:00-16:00 Uhr Mehrkampffinale Frauen
- 18:30-21:00 Uhr Mehrkampffinale Männer

Samstag 18.04.
- 14:30-17:00 Uhr Gerätfinale I

Sonntag 19.04.
- 14:30-17:15 Uhr Gerätfinale II

Alle Infos zur Turn-EM in Montpellier unter www.ueg.org

 

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