Foto: Landessportverband Baden-Württemberg/Martin Stollberg

Neue Struktur für Olympiastützpunkte in Baden-Württemberg

Die Umsetzung des Konzeptes zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Förderung des Spitzensports hat in Baden-Württemberg konkrete Formen angenommen.

 

Nun fand in Mannheim die konstituierende Sitzung für den Leitungsstab der Olympiastützpunkte in Baden-Württemberg statt. Aufgabe des Leitungsstabes ist die strategische Führung der Olympiastützpunkte in Baden-Württemberg unter Vorsitz des DOSB. In ihm wirken darüber hinaus der Landessportverband Baden-Württemberg, der Präsidialausschuss für den Leistungssport im Bundesland sowie je ein Vertreter der Olympiastützpunkte Freiburg-Schwarzwald, Metropolregion Rhein-Neckar und Stuttgart mit. Die Zuwendungsgeber von Bund und Land sind als Gäste vertreten.

Neuer Rechtsträger der Olympiastützpunkte im Land wird ab 1. Januar 2018 der Landessportverband Baden-Württemberg. Die bisherigen Trägervereine wandeln sich in Fördervereine um und fusionieren mit ggf. bereits existierenden Fördergesellschaften. Sie dienen der regionalen Identifikation mit dem olympischen wie paralympischen Leistungssport und organisieren das vielfältige regionale Netzwerk um den jeweiligen Olympiastützpunkt.

Olympiastützpunkte sind zentrale Service- und Betreuungseinrichtungen für Olympia-, Perspektiv- und Aufbaukader. Sie bieten Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainern medizinische, physiotherapeutische, sportpsychologische, trainings- und bewegungswissenschaftliche Unterstützung genauso wie Ernährungs- und Laufbahnberatung durch qualifizierte Mitarbeiter/innen und Vertragspartner, vornehmlich an den Bundesstützpunkten. Diese Betreuungsleistungen werden auch zukünftig am Bundesstützpunkt Fechten in Tauberbischofsheim ermöglicht. Der OSP Freiburg-Schwarzwald betreut rund 200, der OSP Stuttgart circa 300 und der OSP Metropolregion Rhein-Neckar gut 400 Kadersportler/innen.

Ole Bischof, Olympiasieger im Judo und Vizepräsident Leistungssport des DOSB, zeigte sich hoch erfreut über diesen Schritt: „Mit dieser neuen schlanken Struktur wird eine klare sportfachliche Führung der Olympiastützpunkte in Baden-Württemberg möglich. Wir sind allen Beteiligten dankbar, die sich für diese Lösung eingesetzt haben. Sie zeigt, dass wir unsere Leistungssportreform umsetzen können. Athleten und Trainer werden von dieser neuen Struktur profitieren.“ Die Bildung eines Rechtsträgers für die Olympiastützpunkte im jeweiligen Bundesland steht nun nur noch für Nordrhein-Westfalen und Sachsen aus.

Auch Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg, ist mit dem heutigen Tag mehr als zufrieden: „Mit der heutigen Konstituierenden Sitzung des Leitungsstabes der Olympiastützpunkte Baden-Württemberg sind wir unserem Ziel, die Athleten im Tandem mit ihren jeweiligen Trainern in den Mittelpunkt unserer Förderung zu stellen wieder ein Stück nähergekommen. Gemeinsam ermöglichen wir so Spitzenleistungen. Dabei ist es auch die persönliche Bestleistung jedes Einzelnen, die das Ziel unserer Reform ist. Mit der Einführung des Leitungsstabes und damit einhergehend der Umsetzung der Leistungssportreform sind wir auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen.“

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