#Fachtagungsfreitag

Hier bekommt ihr von unseren Referenten jeden Freitag nähere Infos und einen kleinen sportlichen Vorgeschmack auf die GYMWELT-Fachtagung am 20. und 21. Oktober 2018 in Albstadt.

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Die Referenten

Was sind die Vorteile der Redondo-Bälle?

Ich bin schon lange ein Fan der Redondo-Bälle, weil sie einen hohen Aufforderungscharakter für alle Generationen haben und sehr flexibel einsetzbar sind.Ich kann sie für alle Kursstunden verwenden, in denen Sensomotorik und Koordination sowie Training der Tiefenmuskulatur im Vordergrund stehen: also Rückenkurse, Pilates, BBP, Seniorenkurse …

Warum Redondo minis?

Mit den „minis“ arbeitet man vorwiegend im Doppelpack. Sie können problemlos mit einer Hand gehalten werden. Dadurch entstehen ganz neue Aspekte des Trainings, die ich mit nur einem Ball so nicht erreichen kann. Viele Übungen werden durch den parallelen Einsatz der beiden kleinen Bälle noch anspruchsvoller. Die Rhythmusschulung und auch die Auge-Hand-Koordination sind hier besonders hervorzuheben.

Wie kann ich mit den Redondo minis die Tiefenmuskulatur und die Sensomotorik trainieren?

Durch den gleichzeitigen Einsatz von 2 Bällen müssen beide Körperhälften unabhängig voneinander arbeiten, stabilisiert und ausbalanciert werden. Das ist in beinahe alle Positionen möglich: Rückenlage, Kniestand, Vierfüßlerstand, Seitlage, Bauchlage. Nur ein Beispiel: im Vierfüßlerstand einen Ball unter das Knie legen und mit der diagonalen Hand auf dem anderen Ball aufstützen … da wird aus einer altbekannten Übung eine höchst anspruchsvolle Variante!

Wie sieht es mit Mobilisation und Entspannung aus?

Auch hier sind die „minis“ einfach genial. Durch ihren geringen Umfang lassen sie sich mit einem sanften Druck rollen, was bei vielen Mobilisationsübungen die Bewegungsweite positiv verändert. Lege ich zum Beispiel in der Rückenlage die Bälle rechts und links von der Wirbelsäule, kann ich entspannt vor- und zurückrollen und meine Rückenmuskulatur massieren. Die Redondo minis haben ein unglaubliches Potential an Übungsmöglichkeiten, jeder Verein sollte sie haben!

Ob Functional Training mit oder ohne Miniband, Step & Style oder Powerworkout – für Tanja Kröner kein Problem. Sie zeigt dir in ihren Workshops, wie du Step oder Miniband in deine Workoutstunden integrieren kannst

Was bedeutet eigentlich Functional Training?

Functional Training ist eine Trainingsmethode, bei der die unterschiedlichen Muskelgruppen nicht isoliert, sondern, integriert in unterschiedliche Bewegungsmuster, trainiert werden. Durch das Training in Muskelketten – das sind Muskeln bzw. Muskelgruppen, die erst durch ihr Zusammenspiel komplexe Bewegungen erzeugen – verbessern sich deren Zusammenarbeit und somit auch die Leistungsfähigkeit sowie die Funktionalität. Wer die Grundlagen und das Konzept Functional Training, dessen Bedeutung immer größer wird, verstehen und anwenden will – der ist
in diesen Kursen genau richtig.

Armin, du beschäftigst dich vor allem mit der Zielgruppe Best Ager im Sport, sollte ich als Übungsleiter bestimmte Schwerpunkte setzen, wenn ich diese Zielgruppe habe?

Bei der Zielgruppe Ältere ist besonders darauf zu achten, dass die altersbedingten Einschränkungen berücksichtigt werden, ohne dabei aber das vorhandene Potential zu vernachlässigen und mit innovativen Übungsformen Körper und Geist optimal frisch zu halten.

Was erwarten die Teilnehmer in deinen Workshops?

Vor allem innovative Übungsformen, die geeignet sind in einer leichten und spielerischen Form gleichzeitig Geist und Körper zu fördern.

Nicole, was versteht man überhaupt unter Arthrose?
Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, sie beschreibt den Verschleiß der Knorpelschicht eines Gelenks. Aber das ist nur der Anfang, am Ende ist das ganze Gelenk entzündet, schmerzhaft und bewegungseingeschränkt. Arthrose trifft immer mehr Menschen, in der Regel ist das eine Alterserscheinung. Genetisch bedingt kann es aber auch jüngere Menschen treffen. Außerdem kommt es immer darauf an, welcher Belastung man ausgesetzt ist. Leistungssportler können schon früher betroffen sein.

Was kann man gegen Arthrose tun?
Arthrose ist nicht heilbar. Das kann man sehr zuverlässig diagnostizieren. Alles, was am Ende hilft, ist eine OP. Die Frage ist nur, wann eine OP sinnvoll ist beziehungsweise wann der Leidensdruck zu hoch ist. Eigentlich geht es darum, die OP so lange wie möglich herauszuzögern.

Gibt es alternative Behandlungsmethoden?
Ja, die gibt es. Man kann die Gelenke durch gezielte Übungen entlasten. Dabei ist Muskelaufbautraining sehr wichtig, denn wenn ich Muskeln aufbaue, können die jeden Stoß besser abfangen. Das Wichtigste ist, immer in Bewegung zu bleiben – selbst wenn man Schmerzen hat. Am besten holt man sich aber professionelle Hilfe, denn die Übungen müssen gezielt auf die Erkrankung abgestimmt sein. Ein Physiotherapeut oder ein in diese Richtung ausgebildeter Trainer ist dabei zu empfehlen.

Das bedeutet, trotz Schmerzen in Bewegung bleiben?
Ja, definitiv. Denn wer Schmerzen hat, geht in eine Schonhaltung und bewegt sich dadurch weniger. Und wer sich weniger bewegt, ernährt den noch übrig gebliebenen bestehenden Knorpel schlechter. Dadurch nutzt sich der Knorpel noch schneller ab, man hat noch mehr Schmerzen und bewegt sich dann noch weniger.

Und wie kann ich gezielt vorbeugen?
Mit einem umfassenden Muskelaufbautraining für den gesamten Körper kann man schon viel tun. So werden die Gelenke weniger belastet. Es ist auch immer wichtig, darauf zu schauen, dass die Beinachsen stimmen und man nicht in die X-oder O-Bein-Stellung verfällt. Beim Sport sollte man außerdem auf eine richtige Bewegungstechnik achten. Radfahren oder Bewegung im Wasser sind beispielsweise sehr entlastende Bewegungsformen.

Es ist möglich, selbstbestimmter und gelassener, zufriedener und glücklicher auf sich selbst und die Welt zu blicken und so zu leben. Das war zunächst eine Ahnung bei mir, wurde langsam zur Gewissheit und wuchs zur inneren Überzeugung, die mich motiviert, Achtsamkeit zu unterrichten, zu teilen und zu leben.

In meiner Arbeit habe ich über die Jahre immer mehr beobachten und erfahren können, dass körperliche Heilung, Genesung und Gesunderhaltung eines ganzheitlichen Ansatzes bedarf, der den Menschen aktiv einbindet. Mein Unterricht gibt über die Übungsmethode hinaus ganzheitliche Selbsterlebnis- und Selbsterfahrungsmöglichkeiten, die in alle Felder des Lebens ein bewussteres körperliches und geistiges Sein hineintragen.

Dipl. Physiotherapeutin - Lehrerin / Referentin

  • Pilates
  • MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit)
  • Meditation
  • Entspannungstherapie, -pädagogik
  • Einzelcoaching
  • Buchautorin "Vademecum der Achtsamkeit"

Squad Side Crunch

Gehen Sie in eine tiefe Squat Position. Dazu sind die Füße zu einer breiten Kniebeuge aufgestellt und die Zehen / Knie zeigen dabei nach außen. Beide Hände befinden sich seitlich am Hinterkopf die Ellbogen sind weit außerhalb des Gesichtsfeldes.

In der Aufwärtsbewegung lösen Sie den rechten Fuß vom Boden und führen eine Seitneige auf der rechten Seite durch. Zeitgleich bringen Sie das rechte Knie sowie den rechten Ellbogen zueinander. Den Oberkörper aufrichten, das Bein wieder abstellen und in die tiefe Squat Position zurückkehren. Anschließend dieselbe Bewegung seitengleich wiederholen.

Kräftigung der Beinstreckmuskulatur, Hüftstreckmuskulatur, Hüftbeugemuskulatur, Rückenmuskulatur (langer Rückenstrecker, viereckige Lendenmuskel, Kapuzenmuskel) und Bauchmuskeln (schräge, gerade)

Split Jump Lunges

Sie stehen in einem aufrechten und Schulterbreiten Stand. Beide Hände stemmen Sie in Ihre Hüfte. Den rechten Fuß anheben und einen großen Schritt nach vorne ausführen dabei soweit absenken bis der rechte Oberschenkel etwa parallel zum Boden ist. Der Blick geht gerade aus. Den Bauchnabel sanft nach innen ziehen um die tiefliegenden, stabilisierenden Rumpfmuskeln zu aktivieren.  

Explosiv artig mit dem vorderen Bein vom Boden abdrücken bis man in der Luft die Beine wechseln kann. Beim Landen sollte somit nun das linke Bein vorne sein.

Tipp: Die Sprünge nicht zu hastig hintereinander ausführen, sondern einen kurzen Moment vor jedem Sprung verharren um somit bei jedem einzelnen Sprung mit maximaler Kraft abspringen zu können!

Kräftigung der Hüftstreckmuskulatur, Kniestreckmuskulatur und der Adduktoren; Schnellkraft, Balance und Stabilisation in Sprung- Knie- und Hüftgelenk

Push-up Leg-Cross

Legen Sie sich in Bauchlage auf Ihre Fitnessmatte und gehen in die Liegestützposition. Das Gewicht ruht allein auf den Händen und Zehen. Die Hände befinden sich dabei genau unter den Schultern, die Ellbogen sind leicht gebeugt, die Finger sowie der Bizeps zeigen nach vorne. Spannen Sie Ihre Bauch- und Gesäßmuskulatur an, damit Sie nicht in der Lendenwirbelsäule durchhängen. Der Kopf befindet sich in Verlängerung der Wirbelsäule.

Nun das rechte Bein anheben, dabei das Becken gerade (waagerecht) halten. Dann Ihr rechtes Knie soweit zum linken Ellbogen diagonal nach vorne führen wie möglich. Das rechte Bein sodann nach hinten ausstrecken und diese Bewegung mehrmals langsam wiederholen.

Kräftigung der Brustmuskulatur, Armmuskulatur (Trizeps) und der Bauchmuskulatur (quere, gerade und schräge), Rückenmuskulatur (Rückenstrecker), Hüftbeugemuskel, Hüftstreckmuskel (Gesäß); Ganzkörperstabilisation

Jumping Jack

Stehen Sie in einem aufrechten Hüft- bis Schulterbreiten Stand. Die Füße sind parallel und die Arme befinden sich seitlich am Körper.

Springen Sie vom Boden ab, dabei die Beine etwas mehr als schulterbreit öffnen und landen Sie dabei auf den Fußballen. Bewegen Sie währenddessen die Arme schnell in einem äußeren Bogen nach oben über den Kopf. Nun schwingen Sie die Arme wieder nach unten und Sie springen zurück in die Ausgangsposition.

Hinweis: Dynamisch im eigenen Rhythmus gleichmäßig springen, dabei versuchen so leise wie irgend möglich auf dem Fußballen landen. Die Energie stammt nicht primär aus der reinen (Bein-) Muskelkraft, sondern vielmehr aus der Spannkraft der Plantarfaszie.

Kräftigung der Beinmuskulatur (Abduktoren und Adduktoren) und der Wadenmuskulatur; Herz-Kreislauftraining und ein Koordination Training

Dagmar, du bist auch als Übungsleiterin im Bereich Prävention tätig- welche Kurse gibst du im Verein und was macht dir dabei am meisten Spaß?

„Seit nunmehr 35 Jahren bin ich als Sportlehrerin für den Sportverein Salamander Kornwestheim tätig. Von RückenFit, über Osteoporose-Prävention, Herz-Kreislauf-Fitnessgymnastik, CrossFitness, Aerobic und Stepaerobic geht mein wöchentliches Kursprogramm. Alle Kurse machen mir viel Freude, besonders liebe ich die Stepaerobic seit über zwanzig Jahren.“

Welche Themen liegen dir im Bereich Prävention besonders am Herzen?

Die Prävention im Herz-Kreislauf-Bereich liegt mir besonders am Herzen, da noch immer fast jeder zweite Todesfall die Folge dieser Erkrankungen ist.

Die Schmerzreduktion – vor allem im orthopädischen Bereich – durch richtig dosiertes Training ist ein weiteres wichtiges Thema.“

Was erwartet die Teilnehmer/Innen in deinen Prävention-Workshops bei der Fachtagung?

„Das allerwichtigste: Freude und Spaß an der Bewegung. Ideen für die Vereinsarbeit, Hintergrundwissen und Austausch von Erfahrungen.“