Corona-Spezial

NEUERUNGEN AB 02.11.2020

Bund und Länder haben am 28.10.2020 weitere Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie beschlossen. Dies bedeutet unter anderem auch die Schließung von Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 02.11.2020. Diese Einschränkungen gelten vorerst bis zum 30.11.2020.

  • Alle Maßnahmen gibt es hier.

Welche Möglichkeiten gibt es nun für die Vereine? Auf dieser Seite geben wir euch die wichtigsten Punkte aus der Verordnung wieder, stellen Empfehlungen bereit und zeigen praktische Alternativen auf.

Stand: 25.11.2020


Verordnungen


Eckpunkte zum individuellen Training

Mit der vom Land Baden-Württemberg am 02.11.2020 erlassenen Verordnung können die Vereinssportangebote in den nächsten 4 Wochen nicht so stattfinden wie es in den letzten 3 Monaten möglich war. Grundsätzlich sind Sportplätze und Sporthallen zu schließen, jedoch gibt es laut Verordnung die Möglichkeit, im Freizeit- und Wettkampfsport allein, zu zweit (mit Abstand) oder als Familie in öffentlichen und privaten Sportanlagen zu trainieren.

1. Freigabe der kommunalen Sportstätten

Damit das Sporttreiben allein, zu zweit (mit Abstand) oder als Familie überhaupt möglich ist, muss die jeweilige Kommune die kommunalen Sportstätten dafür freigeben. Ist dies nicht der Fall, können die Sportangebote nur im Freien und unter Beachtung der Vorschriften, wie Abstand und maximale Personenanzahl (und ggf. Maskenpflicht) stattfinden. In diesem Falle ist der Vereinssport auf den Sportanlagen für vier Wochen stillgelegt.

2. Training von Einzelpersonen, zwei Personen oder Familien

Wenn die Kommune die Möglichkeit zulässt, in den kommunalen Sportstätten trainieren zu können, bedeutet das jedoch nur, dass die Sportflächen für das Training von Einzelpersonen, zwei Personen oder Familien (aus zwei Haushalten mit max. 10 TN) zur Verfügung gestellt werden können. Eine Quadratmeterzahl je TN und Mindestflächen gibt es in der neuen Verordnung nicht, sodass die vorhandene Raumgestaltung als Grundlage für die Raumplanung zugrunde gelegt werden kann.

3. Einhaltung der Abstands-, Hygiene- und Zugangsregeln

Sollte der Verein diese Möglichkeit in Betracht ziehen und die Räume so ausgestalten, dass das Mitglied selbständig trainieren kann, bliebe die Verantwortung für die Einhaltung der Abstands-, Hygiene- und Zugangsregeln sowie der Sicherstellung der maximal erlaubten Teilnehmer sowie der Dokumentationspflicht beim Sportverein selbst.

4. Vereinseigene Sportstätten

Betreibt der Sportverein eigene Sportstätten, braucht er keine Genehmigung der Stadt-/Gemeindeverwaltung. Die Verantwortung für die Einhaltung der zuvor genannten behördlichen Vorgaben bei der Bereitstellung der privaten Sportfläche liegt aber auch in diesem Fall beim Sportverein und eine etwaige Haftung ist nicht auszuschließen.

5. REHA-Sport

Der REHA-Sport ist laut neuer Verordnung grundsätzlich erlaubt. Jedoch sollte von den Verantwortlichen vor Ort bedacht werden, dass ein solches Angebot in den meisten Fällen von Menschen in Anspruch genommen wird, die eindeutig der Risikogruppe zuzurechnen sind und für die die Sportvereine als gesellschaftlicher Akteur derzeit eine besondere Verantwortung tragen.


Empfehlungen des STB

Auf Basis der aktuellen Verordnung empfehlen wir den örtlichen Turn- und Sportvereinen eine ausdifferenzierte Vorgehensweise:

  1. Einrichtung von Online-Live-Angeboten (► Trainingstipps)
  2. Versorgung der Mitglieder mit Trainingsprogrammen für zuhause (► Trainingstipps)
  3. Einrichtung von Fitness- und Bewegungsstationen im öffentlichen Bereich (► Trainingstipps)
  4. Gut abzuwägen, inwieweit Angebote für den individuellen Sport (einzeln, zu zweit oder als Familie) unter den aktuellen Gegebenheiten und Vorgaben kontrolliert stattfinden können (hier besonders die Zugangsregelung und Kontrolle der TN-Zahl)
  5. Sich bewusst zu machen, welche öffentliche Wirkung ein Angebot für den individuellen Sport in öffentlichen und privaten Sportanlagen in Zusammenhang mit den aktuell hohen Fallzahlen und der gesellschaftlichen Verantwortung des Vereins haben kann

Weitere Hinweise

Einen Handlungsleitfaden und weitere Informationen zum Umgang mit einem Corona-Fall im Verein haben wir euch hier zusammengestellt:

Bezüglich der Vereinsversammlungen hat sich die bisherige Regelung nicht geändert. Wie schon in der Verordnung vom 23. Juni 2020 formuliert, sind sonstige Veranstaltungen (hierunter fallen die Vereinsversammlungen) bis 100 TN möglich. Die Landesregierung bittet aber die Vereinsverantwortlichen zu prüfen, inwieweit diese Versammlungen online stattfinden oder verschoben werden könnten. Nur in dringenden Fällen sollte eine Versammlung unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen stattfinden.

  • Das Training der Bundes- und der Landeskaderatlet*innen ist ohne zahlenmäßige Einschränkung genehmigt.
  • Hinzu kommt auch das Training der Mitglieder der 1.-3- Bundesliga in allen Sportarten.
  • Auch wenn die Liga Wettkämpfe verschoben, abgesagt oder die diesjährige Saison gecancelt wurde, dürfen diese Mannschaften trainieren. Sie müssen aber offizielle Mitglieder der Mannschaft sein.
  • Alle anderen Athlet*innen ohne Kaderstatus, dürfen nicht trainieren.

Seit dem 2. November darf im öffentlichen Raum nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts gelaufen oder gewalkt werden.

Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Finanzielle Hilfen für Vereine

Finanzhilfe-Programm für gemeinnützige Vereine in Baden-Württemberg

Corona-Hilfen des SozialministeriumsSoforthilfen für den Sport in BW

„DTB Denkfabrik“

Welche Herausforderungen gilt es nach der Pandemie zu meistern und welche langfristigen Chancen liegen in diesen Veränderungstendenzen?

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