Das Herzstück von Straßberg: der Turn- und Sportverein. Mit rund 800 Mitgliedern ist er der größte Verein in der Gemeinde im Zollernalbkreis. Besonders stolz sind die Leute dort auf die Fußballabteilung, die mit Erfolgen und großem Publikumsinteresse das Aushängeschild des Vereins bildet. Doch die Mehrheit der Mitglieder ist in den Bereichen Turnen und Leichtathletik aktiv.
Das Angebot im Turnen ist vielfältig: vom Kinder- und Frauenturnen über Seniorengymnastik bis hin zu Yoga. Ergänzt wird das Programm durch das Sportabzeichen, ein TSV-Runningteam, den Lauftreff und Kampfsport. „Wir versuchen, uns bewusst breit aufzustellen und unseren Nachwuchs zu fördern. Wir wollen immer wieder etwas Neues anbieten und Raum für Ideen schaffen“, erklärt Vorstandssprecher Florian Eisen. So wurde zuletzt eine neue Breakdance-Gruppe ins Leben gerufen, und seit dieser Saison sorgt sogar ein eigener Scout dafür, junge Talente zu entdecken und gezielt in die aktiven Fußballteams einzubinden.
Erfolge im Laufen und Kendo
Erfolgreich ist aber nicht nur die Fußballabteilung. Auch die Leistungen vom TSV-Runningteam und im Kampfsport Kendo sind bemerkenswert: Die Läufer nehmen regelmäßig an internationalen Marathons und großen Laufevents teil. Das Laufen hat Eigengewächs Simon Friedrich, der schon in New York oder Sydney gelaufen ist, nach Straßberg gebracht. Fun Fact: Simon arbeitete als Postbote – und galt sogar als der schnellste Postbote Deutschlands, nachdem er einige Marathons für die Deutsche Post absolvierte.
Auch die Sportler im Kendo können ihre sportlichen Leistungen sehen lassen: Teilnahmen an Deutschen und Europäischen Meisterschaften. Die positiven Entwicklungen erklärt der Vorstand so: „Wir schauen, dass wir immer ein moderner, attraktiver und sportlich aktiver Verein sind - und das auch bleiben.“
Verantwortung im Vorstand liegt auf mehreren Schultern
Federführend für die Veränderungen der vergangenen Jahre ist das Vorstandsteam. Beim Turn- und Sportverein wird bewusst auf die klassischen Bezeichnungen wie erster oder zweiter Vorsitzender verzichtet. Stattdessen setzt man auf eine zeitgemäße Aufteilung: So gibt es beispielsweise einen Vorstand Ehrenamt, einen Vorstandssprecher sowie einen Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit. Man wolle die Arbeit und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und die „Angst“, ein Amt anzunehmen, vermeiden. Die sogenannte Vorstandsgruppe bringt die Vorschläge in den Ausschuss, wo dann im großen Rahmen entschieden wird. „So muss es nicht einer alleine vertreten, sondern wir sind zu fünft und jeder kann sich auch beispielsweise um bestimmte Abteilungen im Verein intensiver kümmern“, betont der 34-Jährige. So gewährleiste man auch eine gute Zusammenarbeit im Verein.
Fasching und Weihnachtsmarkt sind Vereinssache
Eine gute Zusammenarbeit ist vor allem bei der Organisation von Veranstaltungen wichtig. Alle zwei Jahre organisiert der TSV den Schmotzigen Donnerstag an Fasching. Bei besonderen Anlässen, etwa einem Narrentreffen, verwandelt sich das Sportheim kurzerhand in eine gemütliche Besenwirtschaft – oder es wird einfach ein Festzelt davor aufgebaut. „Wir bringen uns, wie alle Vereine in Straßberg, viel in die Festivitäten im Dorf mit ein. Das ist einfach Straßberg“, schwärmt Eisen. Das Vereinsleben sei sehr von dem Ort geprägt und der Zusammenhalt zwischen den Vereinen, innerhalb vom Verein und zwischen den Abteilungen sei sehr gut.
Zu den großen Veranstaltungen gehört auch der jährliche Weihnachtsmarkt am Sportheim. Der Markt ist unabhängig von der Gemeinde organisiert, ist jedoch an zwei Tagen – mittwochs und samstags – ein fester Treffpunkt, an dem sich das ganze Dorf zusammenfindet. Es gibt sechs bis sieben Hütten mit klassischem Glühwein, Bratwurst, selbst gebastelten Sachen oder Holzschnitzereien. Am Samstag wird es mit dem Jahresabschluss vom Kinderturnen verbunden, bei dem auch der Nikolaus vorbeischaut.
Der Neubau des Sportheims wird das nächste große Projekt
Das Sportheim ist dabei der Treffpunkt für den Verein, vor allem für die Fußballer. Samstags läuft Bundesliga, nach dem Training oder an Heimspieltagen wird bewirtet. Der geplante Neubau soll das Ganze noch lebendiger machen. Es soll moderner werden und eine schönere Atmosphäre schaffen. „Wir sehen es auch ein bisschen als Begegnungsstätte für die Gemeinde und wollen es vernünftig bewirtschaften und betreiben“, hebt der Vorstandssprecher hervor. Der TSV soll außerdem einer der Mittelpunkte in Straßberg bleiben. Das werde unter anderem mit dem Sportheim gewährleistet.
Gute Infrastruktur und Harmonie als Grundbaustein
Mit der Modernisierung des Sportheims und der allgemein guten Infrastruktur ist der Sportverein ziemlich gut aufgestellt. Neben einem Sportgelände und Stadion für Fußball und Leichtathletik gibt es einen Kleinkunstrasenplatz, eine Mehrzweckhalle sowie einen Rasenplatz neben dem Sportheim. Der Verein legt großen Wert darauf, seine Infrastruktur stets auf dem neuesten Stand zu halten. So wurde erst im vergangenen Jahr die Flutlichtanlage auf moderne LED-Technik umgerüstet. Zudem sorgen inzwischen zwei Rasenmähroboter dafür, dass die Spielfelder optimal gepflegt sind. Darüber hinaus sei die Harmonie im Verein extrem toll: „Ich bin selbst kein gebürtiger Straßberger, dennoch bin ich hier hängen geblieben und habe sogar mehrere Ämter übernommen. So wie es hier läuft und wie wertschätzend man miteinander umgeht, ist schon sehr schön, zeigt sich Eisen beeindruckt“ Fazit: Ein harmonischer Verein mit einer super Infrastruktur.

