Margarita Kolosov zeigt starke Nerven und gewinnt Gold mit dem Ball. Foto: Anthony Hanc Rhine-Ruhr 2025

University Games: Gold für Kolosov

Die Gymnastinnen aus dem Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden haben in Essen einen starken Auftritt hingelegt. Neben Gold für Kolosov sicherte sich Anastasia Simakova Silber und Bronze bei den FISU World University Games Rhine-Ruhr 2025

 

Margarita Kolosov vom SC Potsdam hat bei den World University Games in Essen für einen historischen Erfolg gesorgt: Die 21-Jährige aus Potsdam gewann im Ballfinale der Rhythmischen Sportgymnastik die Goldmedaille – ein bislang unerreichter Triumph für Deutschland bei dieser Veranstaltung. Mit 28,200 Punkten setzte sie sich hauchdünn gegen die favorisierte Alina Harnasko (AIN, 28,150) durch, die zuvor bereits den Mehrkampf für sich entschieden hatte. Bronze ging an Kolosovs Vereinskollegin Anastasia Simakova (27,500), die später zudem Silber im Reifenfinale gewann.

Für Kolosov ist es ein bemerkenswertes Comeback: Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hatte sie als Vierte im Mehrkampf eine Medaille denkbar knapp verpasst. Die Zeit danach war geprägt von einem Formtief, auch in Essen lief zunächst nicht alles nach Plan – im Mehrkampf kam sie nur auf Rang 15. Doch ausgerechnet dieser Rückschlag wurde zum Wendepunkt.

Gold trotz Zittergerät

Im Gerätefinale mit dem Ball zeigte sich Kolosov dann von ihrer besten Seite. Zur mitreißenden Musik des Disco-Klassikers „Boogie Wonderland“ turnte sie eine fehlerfreie, ausdrucksstarke und technisch brillante Übung – belohnt mit der Tageshöchstnote. Dass gerade der Ball, den sie selbst als ihr „Zittergerät“ bezeichnet, ihr zum großen Durchbruch verhelfen würde, überraschte auch sie selbst:
„Ich habe mit der Goldmedaille nicht gerechnet. Ich war ziemlich aufgeregt – mein Ziel war es einfach, ruhig zu bleiben und es nicht zu sehr zu wollen, wie gestern“, sagte sie nach dem Wettkampf. Ihre Freude über das Resultat zeigte sie mit einer energischen Becker-Faust, die den Befreiungsschlag symbolisierte.

Emotionaler Höhepunkt vor heimischem Publikum

Mit ihrem Erfolg setzte Kolosov nicht nur ein sportliches Ausrufezeichen, sondern beendete auch eine schwierige Phase ihrer Karriere. Vor heimischer Kulisse bewies sie eindrucksvoll, dass sie zu den Besten gehört – und über die mentale Stärke verfügt, sich aus Tiefpunkten zurückzukämpfen.

Auch Anastasia Simakova überzeugte in Essen auf ganzer Linie: Die 20-Jährige sicherte sich Bronze mit dem Ball und Silber im Reifenfinale – und sorgte so gemeinsam mit Kolosov für die bislang besten deutschen Resultate bei der diesjährigen Universiade in der Rhythmischen Sportgymnastik.

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