Tabea Alt mit dem Alt I und Alt II

Tabea Alt hat in Montreal nicht nur als Bronze-Medaillengewinnerin überrascht, denn im Gepäck hatte sie zwei neue Übungsteile am Stufenbarren, die nun unter ihrem Namen in den internationalen Wertungsvorschriften, dem Code de Pointage, eingetragen werden.

Voraussetzungen: 

  • zum ersten Mal bei einer WM, Olympia oder Olympische Jugendspiele gezeigt
  • ohne Sturz gezeigt
  • wenn nicht mehrere Turnerinnen dieses Element zeigen
  • mindestens C-Schwierigkeit

Alt I
Eine Flugvariante vom oberen Holm zum unteren Holm, die die DDR-Auswahlturnerin Erika Zuchold
einst kreierte, ergänzte Tabea um eine halbe Längsachsendrehung. Während sie dieses Element lange geübt und geplant hatte, wurde der Alt II aus der Not geboren.

Alt II
Ursprünglich turnte Tabea als Abgang am Stufenbarren einen gestreckten Doppelsalto. Mit diesem
hatte sie aber Probleme, da sich mit dem Wachstum ihre Hebelverhältnisse veränderten. So tauschte
sie einen Monat vor der WM in Montreal den Abgang gegen einen Vorwärtssalto mit halber Schraube
aus. Tabea variierte dabei aber den Ansatz zum Abgang – sie leitet die Rotation mit einem Stalder,
einem freien Umschwung mit gegrätschten statt gebückten Beinen, ein. So entstand der Alt II.

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