DTL-Finalistinnen 2019 | Foto: Picture Alliance

Straubenhardt holt den Titel, Stuttgart setzte Rekordserie fort

Über den Titel ‚Deutscher Mannschaftsmeister 2019‘ dürfen sich seit dem vergangenen Wochenende der MTV Stuttgart und der KTV Straubenhardt freuen. Für die Frauen des MTV Stuttgart ist es bereits der elfte Titel in der Deutschen Turnliga und auch die Herren des KTV Straubenhardt trugen nach einem spannungsgeladenen Wettkampf ihren Pokal bereits zum siebten Mal mit nach Hause.

Der MTV Stuttgart dominierte erneut beim Kampf um den Titel und setzte seine Rekordserie fort. Insgesamt 206,250 Punkten hatten die Schwaben am Ende gesammelt und damit fast drei Punkte zwischen sich und den aufstrebenden TSV Tittmoning gebracht. Getragen von den zwei besten Vierkämpferinnen des Tages, Elisabeth Seitz (54,600) und Kim Bui (53,700) reckte in Ludwigsburg ein verdienter Sieger aus der Landeshauptstadt den Meisterpokal in die Höhe. Mit im Team standen Kim Ruoff und Gastturnerin Dorien Motten, die beide an drei Geräten ins Rennen gingen sowie Stuttgarts prominenter Neuzugang Pauline Schäfer. Die 22 Jahre alte Schwebebalken-Weltmeisterin aus Chemnitz zeigte an ihrem Paradegerät (13,45) einen erfolgreichen «Schäfer» und ging auch am Sprung (13,45) an den Start.

Erster Finaleinzug für den SSV Ulm in der Vereinsgeschichte

Bei seinem Final-Debüt schaffte der SSV Ulm mit 189,70 Punkten den Sprung auf Platz drei. Vor Ulm sicherte sich der TSV Tittmoning mit 203,50 Punkten Rang zwei.Vierter wurde mit 186,55 Punkten die TG Karlsruhe-Söllingen, die mit Isabelle Stingl die Top-Scorerin der Saison stellte.

Spannungsgeladenes Duell bei den Herren

Die KTV Straubenhardt hat es ebenfalls geschafft und sich zum 7. Mal den Titel geholt. Die Mannschaft von Trainer Steve Woitalla besiegte am Samstag in einem packenden Finale die TG Saar mit 29:27. Nach fünf Geräten hatte die TG Saar mit 27:26 nur einen einzigen hauchdünnen Punkt Vorsprung herausgearbeitet. David Belyavskiy brachte die KTV mit einer starken Übung gegen Waldemar Eichhorn wieder mit zwei Punkten in Front. Ivan Rittschik, aus einer Knie-OP zurückgekehrt, gelang anschließend das Kunststück, WM-Turner Lukas Dauser mit einer Punkteteilung in Schach zu Halten. Doch dann drohte Straubenhardts hauchdünner Vorsprung auf einen Schlag zu schmelzen, als Lucas Herrmann bei einem Flugteil vom Gerät musste. Die Bahn für den zweiten Titel der TG Saar schien frei. Doch ausgerechnet Routinier Eugen Spiridonov hielt dem Druck nicht stand und musste ebenfalls vom Gerät. Die Kampfrichter errechneten danach erneut ein Unentschieden. So musste die Entscheidung zwischen Reck-Spezialist Andreas Bretschneider und Mehrkampfweltmeister Nikita Nagornyy fallen. Bretschneider, der im Einturnen mit einem spektakulären Sturz noch allen Beteiligten den Atem hatte stocken lassen, leistete sich im entscheidenden Moment aber keinen Fehler mehr. Er hielt der Situation stand. Der Welttitelträger aus Russland konterte für die TG Saar mit allem, was in seiner turnerischen Macht stand. Doch Bretschneiders Vorlage war auch für den Russen nicht zum Punktesammeln geeignet. So konnte auch Nagornyy am Ende nur noch ein Unentschieden einfahren. Für Straubenhardt jedoch reichte das, um den siebten Titel der Vereinsgeschichte nach Hause zu bringen. Das kleine Finale ging an den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau, der am Ende mit 36:27 gegen die Siegerländer KV die Oberhand behielt. Als Topscorer der Saison wurde Wetzgaus Artur Dalaloyan geehrt.

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