Drei Calwer Löwen im Nationaltrikot: Dennis Gruber, Raphael Schlattinger und Philipp Kübler (v.l.). | Foto: Mario Cibien

Starke schwäbische Nationalspieler

Drei "Löwen", ein "Waldi" und ein Vaihinger gingen vor 450 Zuschauern an den Start und erlebten bei besten Bedingungen in Schlieren, Kanton Zürich, ein spannendes Kräftemessen. Die Begegnung Schweiz-Deutschland der Faustball-Männer endete knapp 3:4 zugunsten des Weltmeisters und Favoriten.

Beim Test-Länderspiel trafen zwei Nationalmannschaften aufeinander, die im Corona-Übergangsjahr ein wenig ausprobierten. Olaf Neuenfeld stellte im ersten Länderspiel seiner deutschen Nationalmannschaft seit elf Monaten vor allem Männer aus den süddeutschen Vereinen ohne große A-Kader-Erfahrung auf – darunter Philipp Kübler und Dennis Gruber vom TSV Calw, die jeweils ihr zweites Länderspiel bestreiten durften, Debütant Oliver Kraut aus Waldrennach sowie den erfahreneren Vaihinger Jaro Jungclaussen. Sie alle gaben eine gute Figur ab, so wie auch Johannes Jungclaussen, der aktuell in Diensten beim Abonnement-Meister TSV Pfungstadt steht.

Das gleiche gilt für den Wahl-Calwer Raphael Schlattinger, der auf Schweizer Seite seit einigen Jahren als Linksschläger konkurrenzlos ist und diesmal seine Mannschaft als Captain, Spielführer, auf den Rasen führen durfte. Er hatte bereits an den drei Tagen zuvor jeweils gegen Österreich gespielt, doch Müdigkeit war dem 26-Jährigen nicht anzumerken. Seine Mannschaft zeigte allerdings in der Abwehr Schwächen, sonst hätte es durchaus zu einem Prestige-Sieg für die Schweizer reichen können.

Hier war die deutsche Auswahl mit den Schwaben stärker besetzt. Gleich fünf Sätze gehörten Philipp Kübler, der sich einmal mehr für weitere Einsätze empfahl – ebenso wie Oliver Kraut vom TV Waldrennach, der bei seinem A-Kader-Debüt seine Abwehrseite solide und manchmal spektakulär verteidigte. Dennis Gruber, neben Schlattinger beim TSV Calw der Zweitangreifer, zeigte mit starken Aktionen, welches Potenzial er besitzt.

Nach zwei knappen Satzgewinnen für Deutschland auf dem Schlierener Sportplatz Unterdorf drehte vor allem Schlattinger auf, den Eidgenossen gelang der Ausgleich zum 2:2 und später nach einem hart umkämpften Satz zum 3:3. Dann aber jubelten die Gäste. Für den Schweizer Mittelmann Silvan Jung machte die Abwehrleistung der jungen Deutschen den Unterschied aus: "Sie haben einige Bälle großartig ausgegraben". Bundestrainer Olaf Neuenfeld zeigte sich sehr zufrieden, zumal der feuchte Boden und die nicht optimale Sicht bei Flutlicht vor allem die Abwehrarbeit erschwerte.

Schweiz – Deutschland 3:4 (9:11, 10:12, 11:8, 11:5, 8:11, 12:10, 5:11)

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