Sieg für Scheder in Stuttgart

Grandioser Sieg von Sophie Scheder beim Weltcup in Stuttgart. Mit einer tollen Leistung und Gesamtwertung von 57,032 Punkten setzte sich die Chemnitzerin gegen die Top-Konkurrenz aus Kanada und den USA durch.

Grandioser Sieg von Sophie Scheder beim Weltcup in Stuttgart. Mit einer tollen Leistung und Gesamtwertung von 57,032 Punkten setzte sich die Chemnitzerin am Samstag (19.03.2016) gegen die Top-Konkurrenz aus Kanada und den USA durch.

Am Enden flossen sogar die Tränen. Sophie Scheder konnte es kaum fassen, dass sie es tatsächlich geschafft hatte und die Sieger-Medaille in der Porsche Arena in den Händen hielt. "Es ist unglaublich. Es ist so cool, dass es geklappt hat, es war ein super Wettkampf", freute sich die 19-Jährige, die sich mit Cheftrainerin Ulla Koch und Heimtrainerin Gabriele Frehse in den Armen lag. „Vor Weltklasse-Nationen wie Kanada und den USA hatten wir natürlich von Beginn an Respekt. Da muss im Wettkampf alles perfekt klappen, um sich gegen diese Turnerinnen durchsetzen zu können. Das hat Sophie heute super gemacht“, erklärte Cheftrainerin Ulla Koch.

Die Stimmung in der Porsche-Arena fand ihren Höhepunkt als der Sieg von Sophie Schäfer (TuS 1860 Chemnitz-Altendorf) nach einer soliden Bodenübung an der Anzeigetafel stand. Als erste deutsche Turnerin gewinnt sie die 2011 etablierte Weltcupserie im Mehrkampf und schreibt damit ein Stück Turngeschichte. Die knapp 5.000 Zuschauer in der Arena gutierten diese Tatsache mit brandendem Applaus. Scheder hatte zuvor bärenstarke Leistungen über alle vier Geräte gezeigt. An ihrem Paradegerät, dem Stufenbarren, zeigte sie sogar eine Weltklasse-Übung mit 15,033 Punkten und ging danach in Führung. Auch am Balken bewies sie Nervenstärke, nachdem die Turnerinnen aus Italien, Niederlande und Großbritannien abgestiegen waren. „Vor meiner Übung am Boden war ich sehr aufgeregt. Da ich dort vergleichsweise geringe Schwierigkeiten habe, musste ich sauber durchturnen, um vorne mitzuspielen. Ich war total überwältigt als es am Ende gereicht hat“, resümierte Scheder.

Mannschaftskollegin Pauline Schäfer hatte kleine Patzer am Balken und Barren hinzunehmen, weshalb es für sie am Ende "nur" für Platz fünf reichte. An ihrem stärksten Gerät, dem Balken, konnte Schäfer zwar den nach ihr benannten „Schäfersalto“ sauber präsentieren, musste jedoch einen größeren Wackler nach einem gymnastischen Sprung in Kauf nehmen. „Der Fehler am Balken war natürlich sehr ärgerlich, ich war sehr nervös und wollte heute einfach zu viel. Das kann ich definitiv besser“, erklärt Pauline Schäfer. Für die beiden Turnerinnen galt der Wettkampf auch als letzter Test vor der anstehenden Olympia-Qualifikation Mitte April in Rio.

1. SCHEDER Sophie (57.032)   
2. ONYHSKO Isabela (56.665)   
3. HUNDLEY Amelia (56.499)   
4. TUTKHALIAN Seda (55.899)   
5. SCHAEFER Pauline (54.698)   
6. VAN GERNER Celine (54.665)   
7. TUNNEY Rebecca (52.032)   
8. MENEGHINI Elisa (51.931)

Weitere Informationen auf der Website des EnBW DTB-Pokal

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