Sieben Schwaben-Teams in der Bundesliga

Sieben Schwaben-Teams in der Bundesliga
 
TV Vaihingen/Enz und TSV Calw mit Männern und Frauen im Oberhaus / Favoritinnen aus Dennach
 
Sieben Vereinsmannschaften aus dem Bereich des Schwäbischen Turner-Bundes kämpfen seit Anfang Mai um Punkte in der 1. Bundesliga Süd. Die Frauen sind hier das „starke Geschlecht“, was Anzahl und Chancen auf Top-Platzierungen angeht.
 
Unter den acht Teilnehmern der Männer-Bundesliga befinden sich mit dem TV Vaihingen/Enz sowie dem TSV Calw nur zwei STB-Vertreter in der höchsten Spielklasse. Und beide gehören nicht gerade zu den Top-Favoriten auf einen der drei ersten Plätze in der Südstaffel, die für die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft berechtigen. Darüber hinaus macht ein neuer Modus den Kampf im Tabellenmittelfeld künftig noch spannender. Nach der Hinrunde, jeder gegen jeden, werden die Karten nämlich neu gemischt: Die ersten Vier im Ranking treten jeweils nochmals gegeneinander an, um die drei DM-Tickets auszuspielen, während die Fünft- bis Achtplatzierten untereinander ausspielen, wer den zwei Abstiegsplätzen entkommt.
 
Dennoch sind die Vorzeichen unterschiedlich. Der erfahrene Bundesliga-Klub von der Enz um Spielertrainer Marco Lochmahr setzt künftig im Angriff auf die jugendliche Frische der Nachwuchsspieler Jakob Kilpper und Tobias Knodel, anstelle der Liga-Dinos Marc Krüger und Kolja Meyer. Eine Zäsur? Das muss sich zeigen.
 
Der TSV Calw hingegen geht seine erste Feldsaison auf höchster Ebene mit breiter Brust an. Nach der überaus gelungenen ersten Bundesligarunde im letzten Winter in der Halle (Platz 5, 16:12 Punkte) zählen die Schwarzwälder – wenn auch als Aufsteiger – nun wohl nicht mehr zu den ganz großen Abstiegskandidaten. Zumal mit Bernd Bodler ein enorm wichtiger Offensivmann nochmals eine Spielzeit dranhängt, und mit dem Grafenauer Mathias Zierer ein starker Neuling die Abwehr verstärkt. Vielleicht ist für das Team mit dem Schweizer National-Linksschläger Raphael Schlattinger sogar ein Platz in den Top-Vier der Süd-Liga drin. Erste Anwärter auf die Spitzenplätze sind allerdings die Teams aus Pfungstadt, Schweinfurt-Oberndorf, Mannheim-Käfertal und Offenburg. Außerdem dabei: MTV Rosenheim und TV Wünschmichelbach.
 
Auch bei den Frauen sind der TV Vaihingen/Enz und TSV Calw dabei, außerdem TSV Dennach, TV Obernhausen und TV Stammheim. Das Starterfeld wird von den Fränkinnen des TV Eibach (Nürnberg) und TV Segnitz sowie den Sächsinnen vom FSV Hirschfelde komplettiert. Die Karten scheinen hier von vornherein verteilt: Der sechsmalige deutsche (und aktuelle Hallen-) Meister sowie mehrfache Europacupsieger aus Dennach wirkte zuletzt unter Coach Kuno Kühner und mit den erfahrenen Aldinger-Schwestern sowie Weltmeister-Schlagfrau Sonja Pfrommer stärker als je zuvor. Frische Impulse haben den erfolgsverwöhnten Frauen offenbar gutgetan.
 
Die Calwerinnen werden sicherlich, wie regelmäßig in den vergangenen Jahren, erneut nach einer DM-Medaille greifen wollen. Letzten Sommer brachten sie Bronze nach Hause und inzwischen gehören die „Orangenen“ um die Welt- und Europameisterinnen Stephanie Dannecker und Annika Bösch zu den alten Häsinnen der Liga. Nur der ganz große Coup – Gold bei der deutschen Meisterschaft – gelang noch nicht. Das Überraschungsteam des letzten Winters, der TV Eibach (Vizemeister) mit U18-Weltmeisterin Svenja Schröder, ist ebenfalls auf den Geschmack gekommen. Für Obernhausen, Stammheim und Vaihingen hingegen zählt jeder Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.
 
Die deutsche Meisterschaft der Männer und Frauen findet am 18./19. August in der niedersächsischen „Faustball-Hochburg“ in der Ahlhorner Faustball-Arena statt.

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